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Einer der visionärsten Choreografen der Welt

Der Dokumentarfilm "Cunningham" erweckt die legendären Choreografien von Merce Cunningham – getanzt von den letzten Mitgliedern seiner berühmten Company – noch einmal zum Leben.


In poetischen Bildern begleitet der Dokumentarfilm "Cunningham" den künstlerischen Werdegang des schwulen Tanzstars Merce Cunningham in der Zeit von 1944 bis 1972 (Bild: Mko Malkshasyan)
  • 20. Dezember 2019, 11:22h, noch kein Kommentar

Kaum jemand hat den Tanz im 20. Jahrhundert so geprägt wie er: der Choreograf und Tänzer Mercier Philip "Merce" Cunningham (1919-2009). Über 50 Jahre gehörte er zur Spitze des zeitgenössischen amerikanischen Tanzes. Er wurde bekannt durch seine häufige Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Disziplinen, darunter die Musiker John Cage und David Tudor und die Maler und Konzeptkünstler Robert Rauschenberg und Bruce Nauman. Werke, die gemeinsam mit diesen Künstlern entstanden, hatten tiefgreifenden Einfluss, nicht nur auf den zeitgenössischen Tanz sondern, auf die gesamte Kunstwelt.


Mercier Philip "Merce" Cunningham gehörte über 50 Jahre zur Spitze des zeitgenössischen amerikanischen Tanzes (Bild: Camino Filmverleih)

Die Merce Cunningham Dance Company wurde 1953 gegründet und löste sich 2011 nach Cunninghams Tod auf. Im Lauf seiner 70-jährigen Karriere schuf er mehr als 150 Choreografien und über 800 Events, bei denen er Auszüge seiner Arbeiten in einem völlig neuen Umfeld in Szene setzte. Der schwule Tanzstar wurde bekannt durch seine Experimente mit Zufallsprozessen und nutzte dafür die modernsten Technologien seiner Zeit – dazu gehörten auch Film, Video und computergestützte Bewegungserfassung. Als Choreograf, Lehrer und Leiter der Merce Cunningham Dance Company hatte er wesentlichen Einfluss auf den zeitgenössischen Tanz.

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Ein künstlerischer Werdegang in poetischen Bildern


Poster zum Film: "Cunningham" läuft seit 19. Dezember im Kino

Alla Kovgans sensationeller Kinodokumentarfilm "Cunningham" widmet sich seinem Lebenswerk und erweckt seine legendären Choreografien – getanzt von den letzten Mitgliedern seiner berühmten Company – noch einmal zum Leben. In poetischen Bildern begleitet der Film Merce Cunninghams künstlerischen Werdegang in der Zeit von 1944 bis 1972, der geprägt war von Risikofreude und innovativer Kraft. Von den frühen Jahren in New York, in denen sich Cunningham als Tänzer durchzusetzen versuchte, bis zu seinem Durchbruch als einer der visionärsten Choreografen der Welt.

Das umfangreiche Archivmaterial (Fotografien, 16mm-Aufnahmen und Amateurfilme der Aufführungen, Proben, Tourneen und Zusammenkünfte) vermittelt den Geist der damaligen Zeit, während Cunninghams Diagramme und Zeichnungen einen Einblick in den künstlerischen Prozess gewähren. Das gesamte Material geht dabei eine optische Synergie mit den Tanzsequenzen ein.

DIe beeindruckende Filmmusik besteht aus einer vielschichtigen Klangwelt, aus gesprochenen Texten, neu komponierter Musik und Geräuschen von Hauschka und bereits bestehender Musik von Musiklegenden wie John Cage, Earle Brown, Morton Feldman und Christian Wolff. Die Stimmen des Choreografen und seiner Zeitgenossen führen die Zuschauer durch die Geschichte. Auf Interviews aus der heutigen Zeit wird komplett verzichtet.

"Cunningham" ist das erste und einzige Filmprojekt, für das der Cunningham Trust eine Genehmigung erteilte. (cw/pm)

Direktlink | Offizieller deutscher Trailer

Infos zum Film

Cunningham. Dokumentarfilm. USA, Frankreich, Deutschland 2019. Regie: Alla Kovgan. Darsteller: Merce Cunningham, Ashley Chen, Dylan Crossman, Brandon Collwes, Julie Cunningham, Cori Kresge, Daniel Madoff, Rashaun Mitchell, Silas Riener, Jamie Scott, Melissa Toogood, Lindsey Jones, Marcie Munnerlyn, Glen Rumsey. Laufzeit: 93 Minuten, Sprache: englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. FSK 0. Verleih: Camino. Kinostart: 19. Dezember 2019