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Kommentare zu:
J.K. Rowling verteidigt Trans-Hasserin


#1 HyenadykeProfil
  • 20.12.2019, 15:03hKöln
  • Und ich bin wenig überrascht, dass Menschen, die beim Thema trans immer mit "Die Natur" und "Wissenschaft" kommen, bei anderen Themen wie Evolution, anthropogene Klimakrise, Impfen, Homöopathie und so weiter regelmäßig deutlich machen, wie sie "Wissenschaft" verstehen wollen ...
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#2 Ana NymAnonym
  • 20.12.2019, 15:08h
  • Sich für Homosexuellenrechte zu engagieren führt nicht automatisch dazu, dass man auch Trans* und Inter* (etc.) mit einbezieht.
    Manche Menschen brauchen sichtbare "Beweise" um Dinge als gegeben akzeptieren zu können.
    Interessant ist, dass sie in anderen "Dingen" keine solchen Beweise brauchen. Sie selbst hat Harry Potter geschrieben und sagt, sie sei eine wichtige Schriftstellerin. Wäre sie wohl beleidigt, wenn ihr das jemand einfach abspricht?
    Wie verhält sich wohl Maya Forstater wenn man ihr ihren Status "Ökonomin" abspricht.
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#3 anonymAnonym
#4 Taemin
  • 20.12.2019, 15:55h
  • Hier fehlt das grundlegende Verständnis des Sachverhalts. Es geht nicht um die selbstbestimmte Verwandlung von Männern in Frauen oder von Frauen in Männern. Es geht darum, dass Frauen bzw. Männer darunter leiden, dass ihr Körper nicht dem von ihnen wahrgenommenen Geschlecht entspricht. Jede dagegen gerichtete Maßnahme, auch chirurgischer Natur, stellt deshalb keine Verwandlung dar, sondern eine Anpassung an die tatsächlichen Gegebenheiten. Ein Mensch von durchschnittlicher Intelligenz und durchschnittlicher sozialer Kompetenz sollte das begreifen können.
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#5 AuslegungAnonym
  • 20.12.2019, 17:12h
  • Sie äußerte wohl Kritik an der Kündigung und nicht am Transthema.
    Die Frage ist dann, ist man selber transphob, wenn man eine Kündigung nicht gutheißt, die aufgrund einer Aussage einer Person geschah.
    Ich finde es kommt darauf an ob die Aussage in Zusammenhang mit dem Job stand. Wenn ja, kann ich die Kritik Rowlings nicht nachvollziehen und es bleibt der Eindruck als wäre sie selber nicht vorurteilsfrei. Steht der Zusammenhang allerdings nicht, kann es tatsächlich sein dass Rowling die Kündigung nicht gerechtfertigt findet und es ihr gar nicht um das Transthema geht.
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#6 ElfolfProfil
  • 20.12.2019, 22:24hHamburg
  • Ich empfehle hier auch mal den Artikel bei Spiegel online Kultur und besonders das Forum dazu. Es ist erschreckend, was für eine kaputte Weltsicht unter Heten zu dem Thema dort noch ausgebreitet wird. Der Informationsrückstand in der Gesellschaft ist jetzt schon erheblich und konservative bis rechte Kreise wollen die Bevölkerung weiterhin auf Vater, Mutter und Kind programmieren.
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#7 Nicht verharmlosenAnonym
  • 20.12.2019, 23:40h
  • Antwort auf #5 von Auslegung
  • "Sie äußerte wohl Kritik an der Kündigung und nicht am Transthema."

    Hätte Rowling nur die Kündigung kritisieren wollen, hätte sie schreiben können: Diese Aussagen sind falsch, aber eine Kündigung geht zu weit. Hat sie aber nicht.

    "for stating that sex is real" - so fasst Rowling die transphoben Äußerungen zusammen. Diese Zusammenfassung verzerrt und verharmlost die ursprünglichen Aussagen. Rowling stellt die transphoben Äußerungen als unschuldige Wiedergabe von unbestreitbaren Realitäten dar und rechtfertigt sie dadurch.

    Warum tut Rowling das?

    Es geht ganz offensichtlich nicht nur um die Kündigung, sondern sehr wohl "um das Transthema".

    Anderen könnte man vielleicht noch unterstellen, nur unglücklich formuliert zu haben. Bei einer Schriftstellerin tue ich mich mit so einer Ausrede etwas schwer.
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#8 Homonklin_NZAnonym
  • 21.12.2019, 04:13h
  • Antwort auf #4 von Taemin
  • Exakt so!

    Dass ausgerechnet Leute das nicht begreifen, die sich auf wissenschaftliche Anleihe berufen, erstaunt einigermaßen.
    Was damit die Existenz von Geschlecht zu tun haben soll, bleibt unbeantwortet. Ist doch ganz was anderes.
    Weiß nicht, wie die Rowling da so tickt, hat sich evtl. ungenügend kundig gemacht und solidarisiert wegen der Kündigung. Wissenschaftlich hängt sie wohl hinterher. Schreibt nun auch eher in Sachen Fantasy und Märchen. Da kann man konfabulieren.
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#9 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 21.12.2019, 06:22h
  • Statt sie und andere, die so denken, pauschal zu verurteilen, sollte man sich lieber einmal die Frage stellen, warum solche Menschen denken, wie sie denken. Denn: Verstehen beginnt mit Zuhören!
    In den meisten Ländern haben Religionen, direkt oder indirekt, einen starken Einfluss. Das Denken über Geschlecht (Sex) und Geschlechtsrolle (Gender) ist seit Jahrhunderten fest in den Gehirnen der Menschen verankert. Manche können sich daraus befreien, andere nicht.
    Ich verurteile im Gegensatz zu anderen hier, Frau Rowling nicht, sondern versuche, sie und andere zu verstehen.
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#10 So issesAnonym
#11 antosProfil
#12 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 21.12.2019, 11:06h
  • Antwort auf #10 von So isses
  • Genau! Man muss das tun, was ein weiser Indianerspruch ist: Eine Meile in den Schuhen des anderen zu laufen, um zu verstehen.
    Vielleicht bleibt man danach immer noch bei seiner Meinung, kann aber zumindest nachvollziehen, warum die andere Person so denkt, wie sie denkt?!
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#13 AnnaAnonym
  • 21.12.2019, 11:10h
  • Um ehrlich zu sein ist es mir immer wieder ein Wunder wie Leute die sich so äußern nicht einmal nachsehen können wie soetwas abläuft. Es ist ja nicht so das transgender einfach sagen sie sind jetzt Männer/Frauen. Ich hatte da anfangs auch nicht viel Ahnung von bis ich eine Transfrau kennengelernt habe, seitdem kenne ich überhaupt erst einmal die weitreichende Bedeutung des Wortes trans* ich dachte davor immer nur an Leute die Merkmale beider Geschlechter haben z.b. Brüste und Penis usw. Aber was genau transgender sind musste ich erst fragen. Und ganz im Ernst da passiert mal gar nichts über Nacht, sie hatte Fotos (eine ungefähre documentation) es dauert aber (zumindest in meinem Augen) läuft der angleich recht natürlich ab: sie bekam schlicht weibliche Hormone und was das Testosteron reduziert das hatte bereits das Gesicht weiblich gemacht und Brüste wachsen lassen. Die einzigen Maßnahmen die sie operativ brauche wa irgendwas an ihrer Stimme und naja das Geschlechtsorgan musste auch operiert werden.
    Und ich bin ehrlich niemand kommt darauf das ihr Körper mal männlich wa, hätte sie es uns nicht erzählt (mir und 2 Freunden) wir hätten es nie rausgefunden.
    Ich persönlich sehe auch keinen wirklichen Unterschied zwischen ihr und mir, bis auf die Tatsache das sie keine Kinder bekommen kann (zumindest nicht so wie ich). Mit anderen Worten sie ist eine Frau so wie ich niemanden bemerkt den Unterschied und ich persönlich sehe es als natürlich weil der Körper fast alle Änderungen nur durch die Hormone erreicht, es ist weder Magie noch tun Leute einfach so alles wären transgender über Nacht Männer / Frauen.
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#14 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 21.12.2019, 11:13h
  • Antwort auf #11 von antos
  • Antos, Du hast nicht verstanden, was ich sagen wollte! Ich selbst bin/war transsexuell (je nach Sichtweise) und verstehe die Aussage von Frau Rowling so, dass sie sich in erster Linie gegen die Entlassung ausgesprochen hat, und in zweiter Linie auf den Unterschied zwischen Sex (Geschlecht, das biologisch feststeht), und Gender (Geschlechtsrolle, die variabel ist) aufmerksam machen wollte. Und in dem Punkt muss ich ihr zustimmen. Transfrauen sind Frauen, jedoch mit Einschränkungen. Ebenso Transmänner. Wir können manches nicht, was biologische Frauen und Männer können, und haben von Geburt an auch nicht (jedenfalls in den meisten Fällen) die geschlechtsspezifische Sozialisation erlebt. Dinge, die manchmal ein Nachteil, ein anderes Mal ein Vorteil sein kann.
    Und das ist es, was Frau Rowling meiner Meinung nach sagen wollte. Darum finde ich den Shitstorm gegen sie als unfair.
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#15 AnonymAnonym
#16 MariposaAnonym
  • 21.12.2019, 11:39h
  • Auweia, Mrs. Rowling ..... Sie paktiert damit mit ihrem eigenen Feind, denn die Evangelikalen und Katholiban machen schon lange Zeit Stimmung gegen Harry Potter. Ich kann mich noch an ein Pamphlet von der Oberschreckschraube Gabriele Kuby zu dem Thema erinnern.
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#17 antosProfil
#18 antosProfil
  • 21.12.2019, 12:12hBonn
  • Was in dem Artikel übrigens fehlt:

    >Ms Forstater had argued "framing the question of transgender inclusion as an argument that male people should be allowed into women's spaces discounts women's rights to privacy and is fundamentally illiberal (it is like forcing Jewish people to eat pork)".<

    Quelle:

    www.bbc.com/news/uk-50858919
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#19 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 21.12.2019, 12:45h
  • Antwort auf #18 von antos
  • Die Diskussion, ob es Transfrauen erlaubt sein soll, in Frauenräume einzudringen (to penetrate in Englisch), ist schon seit den Sechtigern ein Thema. Ich zitiere aus dem Buch "The Transsexual Empire" von der ehemaligen Nonne und Lesbe Janice Raymond:

    Because transsexuals have lost their physical members does not mean that they have lost their ability to penetrate womenwomens mind, womens space, womens sexuality. Transsexuals merely cut off the most obvious means of invading women so that they seem noninvasive.
    However, as Mary Daly has remarked, in the case of the transsexually constructed lesbian-feminists their whole presence becomes a member invading womens presence and dividing us once more from each other. (Seite 104)

    Nicht nur rechte und bigotte Spinner, auch separatistische Lesben denken so. Macht es dieses Denken darum besser? Nein!
    Dieses Denken spiegelt eine irrationale Angst wieder, die aus Vorurteilen und der "christlichen" Tradition der Geschlechtsrollen geboren wurde. Hier tut Aufklärung not!
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#20 KotdazürAnonym
  • 21.12.2019, 13:45h
  • Die Solidarität unter Frauen scheint ebensowenig zu funktionieren wie die Solidarität in unserer "Community".
    Wenn viele Feministinnen Transfrauen ausgrenzen, weil sie sie als Bedrohung für ihre weiblichen Schutzräume wahrnehmen, ist das eine echte Katastrophe.
    Diese absurde Idee, dass Transfrauen und Transmänner quasi U-Boote seien. Saublöde und dazu extrem unfair.
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#21 LokiAnonym
  • 21.12.2019, 18:39h
  • Antwort auf #5 von Auslegung
  • Dass es ihr nicht um das Transthema ging, lässt sich dadurch widerlegen, dass Rowling in den letzten Monaten bereits mehrmals in die Kritik geriet, weil sie transfeindliche Tweets anderer Leute auf Twitter likte, darunter wohl auch einer, in dem es darum geht, dass alle Transfrauen Vergewaltiger seien. Ich empfehle dazu dieses Video, das es sehr gut zusammenfasst:
    www.youtube.com/watch?v=GcBGCvcVmlE

    Ich fürchte J. K. Rowling gehört leider zu den Feministinnen, die sich grundlos durch Transfrauen bedroht fühlen. Diese Leute sehen Transfrauen als verkleidete Männer, deren einziges Ziel es ist, in die geschlossenen Räume für Frauen einzudringen und diese zu belästigen. Einfach nur traurig...
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#22 labrysAnonym
  • 21.12.2019, 19:05h
  • Antwort auf #19 von DramaQueen24
  • ich bin auch lesbische separatistin und hab kein problem mit transfrauen in unseren räumen. heute ist das doch sowieso flint-separatismus, außer bei so reaktionären projekten wie der begine.
    aber da geht doch keine unter 40 hin.

    zumindest in berlin ist die lesbenwelt voll von transfrauen, und auch nonbinäre und transmänner werden nahezu überall akzeptiert.
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#23 LunarpoetAnonym
  • 22.12.2019, 11:03h
  • Ich bin sehr froh, dass es hier zumindest ein Verständnis gibt, was die Thematik Transidentität/Transsexualität angeht. War gerade bei Spiegel online in der Kommentarspalte und es ist gruselig, wie Leute da Dinge miteinander vermischen und dann am Ende nur wieder der große Angriff auf die Meinungsfreiheit gewittert wird. Als wäre Meinungsfreiheit das höchste Gut und nicht eben Menschenwürde.

    Nur weil J.K. Rowling so eine enorme Reichweite hat, schlägt ihr auch (zurecht) soviel Gegenwind entgegen. Wenn XY mit ein paar Followern ähnliche tweets absetzt, verpufft das eben einfach (was derartige Einstellungen und Aussagen nicht weniger schmerzhaft oder gefährlich für Transpersonen macht).

    Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man in der Debatte ruhig und sachlich bleibt (auch gerade wenn und weil sie ein sehr emotionalisierendes Thema verhandelt) , versucht Wissen weiterzugeben (viele Menschen hatten tatsächlich noch nie bewusst Kontakt zu Transpersonen) und eben auch nicht versucht, sich moralisch überlegen zu geben und andere zu degradieren, weil es ihnen an Wissen oder Erfahrung fehlt. Meine Zwei Cent...
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#24 retKonAnonym
  • 22.12.2019, 11:17h
  • Anmaßend, die Frau schreibt Bücher über Zauberer (wie gesagt: ZAUBERER!) und maßt sich Deutungshoheit über die Existenz real lebender Menschen an.
    Komm runter von deinem Elfenbeinturm, Prinzessin.
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#25 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 23.12.2019, 04:52h
  • Antwort auf #22 von labrys
  • Ich habe meine Erfahrungen mit Separatistinnen in der lesbischen Gemeinschaft gemacht. Zwei Beispiele, die mein Denken geprägt haben. Beide trugen sich zu, als die Partei "Die Frauen" gerade in Berlin aktiv wurde:

    1. Erlebnis:
    Ich war in einem Lokal, in der die feministische Partei "Die Frauen" tagte, weil ich als Feministin dort Mitfrau werden wollte. Dort lernte ich eine Frau kennen, die mir sowohl vom Äußeren (ich mag Butches), als auch von ihrer Einstellung gefiel. Wir freundeten uns an, und als ich merkte, dass wir mehr als "nur" Freundschaft füreinander empfanden, beschloss ich, ihr die Wahrheit über mich bei einem Treffen in dem besagten Lokal in Charlottenburg zu sagen.
    Zuerst verstand sie mich falsch, glaubte, ich wolle ein Mann werden, und, als ich ihr erklärte, dass ich als solcher geboren wurde, stand sie auf, bezahlte ihre Rechnung, und spukte mir ins Gesicht, bevor sie das Lokal verließ. Beide waren damals Mitte bis Ende dreißig,.

    2. Erlebnis:
    Es war Halloween. An das genaue Jahr kann ich mich nicht mehr erinnern, muss aber vor 2000 gewesen sein. Bei RuT fand eine Halloweenparty statt mit Kartenlesen, einer dianischen Wicca, und anderen "hexischen" Attraktionen.
    Als ich mit den Tarotkarten dran war, bemerkte die Kartenlegerin, dass ich viel Haare am Unterarm hatte, sowie etwas größere Hände als Normal. Sie schloss daraus, dass ich transsexuell sei, und bat mich zu gehen.
    Ich wollte nicht, dachte ich doch, als Frau ein Recht darauf zu haben, dort zu sein.
    Als alle mich wütend ansahen, fühlte ich mich unbehaglich, und auch ein wenig bedroht, und ging. Seither war ich weder im RuT, noch der Begine, oder einem andern Frauenlokal.

    Solche Erlebnisse prägen fürs ganze Leben!
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