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Hassverbrechen

Regenbogen­fahne angezündet: 16 Jahre Haft

Ein homophober 30-Jähriger aus Iowa muss für über 16 Jahre hinter Gitter, weil er eine Pride-Flagge von einer Kirche abriss und vor einem Strip-Club verbrannte.


Die Geschworenen befanden den Angeklagten unter anderem wegen Brandstiftung und Hass­verbrechen für schuldig (Bild: Kevin Wong / flickr)

  • 20. Dezember 2019, 11:05h 33 2 Min.

Weil er eine Regenbogen­fahne von einer Kirchenfassade abgerissen und verbrannt hat, ist ein Mann im US-Bundesstaat Iowa zu über 16 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht habe die Tat als Hass­verbrechen gewertet, berichteten örtliche Medien am Donnerstag (Ortszeit).

Der 30-Jährige hatte die Pride-Flagge im Juni von der Fassade einer Kirche in der Stadt Ames entfernt und danach vor einem Strip-Lokal in Brand gesteckt, wie die Zeitung "The Des Moines Register" schrieb. Zuvor war er aus dem Lokal geworfen worden und hatte später damit gedroht, auch es in Brand zu setzen.

Adolfo M. hatte den Berichten zufolge gesagt, er habe das Banner angezündet, weil er Homosexualität ablehne und er Gott eine Ehre erweisen wolle: "Es war eine Ehre, das zu tun. Es ist ein Segen von Gott." In dem Prozess habe er aber seine Unschuld beteuert.

Brandstiftung und Hassverbrechen

Die Geschworenen befanden ihn im November dann unter anderem wegen Brandstiftung und Hassverbrechen für schuldig. Das nun verkündete Strafmaß beträgt 16 Jahre und einen Monat Haft. Staatsanwältin Jessica Reynolds sagte, der Tatbestand des Hassverbrechens sei hinzugefügt worden, weil sich die Tat gegen die sexuelle Orientierung von Menschen gerichtet habe. Die Strafe sei zudem höher ausgefallen, weil der 30-Jährige ein Gewohnheitstäter sei.

Die queere Pastorin Eileen Gebbie hatte die Flagge über dem Eingang der evangelischen Ames United Church of Christ angebracht. Sie begrüßte den Schuldspruch. Es habe sich um ein "von Bigotterie und Hass getriebenes Verbrechen" gehandelt. Es sei gut, dass die Geschworenen das so gesehen hätten – in einer Community, die sie selbst oft noch als weniger progressiv wahrnehme als angenommen und viele LGBTI noch versteckt lebten. (cw/dpa)

-w-

#1 Leon 4Anonym
  • 20.12.2019, 12:22h
  • Ok, was verdammte waren die vorherigen straftaten....?

    Mir ist klar das jetzt gleich wieder alle hohl drehen, aber 16 Jahre für das verbrennen einen Stück Stoffes - völlig gleiche was es repräsentiert und welche Werte/Symbolik darauf projiziert wird - ist einfach krank....(yeah, ich weiß das die community so drauf ist das alles unter Lebenslänglich zu wenig sei, aber shit nein, nicht für das zerstören von bedruckten Fasern die man zuhauf in jedem 1 Euro Shop kaufen kann )

    Da müssen doch noch n paar krasse Sachen in der akte stehen...
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#2 UebertriebenAnonym
  • 20.12.2019, 12:29h
  • Ich finde die Strafe hart überzogen, auch wenn ich mich freue das hart durchgegriffen wird.

    Viel lieber würde ich es sehen wenn jemand bei einem LBGTMORD für 16 Jahre mal in den Bau gehen würde.

    Das Verbrennen einer Fahne und das verletzen oder sogar ermorden von Menschen steht hierzu in keinem Verhältnis und wirkt geradezu zynisch.

    Ausserdem würde so ein Urteil nur wieder den "Kritikern" in die Hände spielen, denn die Armen Christen dürfen ja nun garnichts mehr.
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