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Homophobie

"Star Wars": Lesbischer Kuss im Nahen Osten zensiert

Erstmals gibt es im "Star Wars"-Filmuniversum einen gleichgeschlechtlichen Kuss – in homophoben Ländern wird daher schnell die Zensurschere angesetzt.


"Star Wars" läuft derzeit auch in den deutschen Kinos – und zwar inklusive des Kusses

In Kinos des Nahen Ostens werden gleich­geschlechtliche Küsse offenbar nicht einmal für wenige Sekunden in einem Science-Fiction-Märchen geduldet: Wie das Branchenmagazin "Hollywood Reporter" meldet, hätten mehrere Kinogänger aus Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) davon berichtet, dass ein kurzer lesbischer Kuss aus dem gerade gestarteten Film "Stars Wars: Der Aufstieg Skywalkers" herausgeschnitten wurde.

"Angesichts dessen, dass die Vereinigten Arabischen Emirate im Bezug auf Filmzensur und dem Status Dubais als regionales Zentrum der Unterhaltungsindustrie zum größten Teil toleranter als ihre Nachbarn sind, kann man davon ausgehen, dass dieser Schnitt in der ganzen Region kopiert wird", heißt es im "Hollywood Reporter". In den meisten Ländern Vorderasiens sehen die Zensoren in der Regel Gewalt nicht als Problem an, nutzen aber die Schnittschere oft bei Schimpfwörtern, sexuellen Darstellungen, Drogen und religiösen Themen.

/ starwars
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"Historischer" Space-Kuss

Der Kuss zwischen zwei weibliche Nebenfiguren bei einer Feier der Widerstandsbewegung im neunten Teil der "Skywalker-Saga" wurde von vielen Fans als historisch bezeichnet, obwohl er nur wenige Sekunden im Bild zu sehen war. Denn bislang hatte es in den "Star Wars"-Filmen noch nie eine ausdrückliche Darstellung gleichgeschlechtlicher Zuneigung gegeben (queer.de berichtete). "Star Wars"-Regisseur J.J. Abrams hatte im Vorfeld der Premiere selbst erklärt, dass es für die queere Community wichtig sei, in Kinoproduktionen repräsentiert zu werden.

Immerhin: In der Volksrepublik China, die immer wieder schwule und lesbische Inhalte zensiert, wurde die Szene ungeschnitten in den Kinos gezeigt. Noch vor wenigen Monaten zeigte China die – von vielen Kritikern als weichgespült kritisierte – Freddie-Mercury-Biografie "Bohemian Rhapsody" nur ohne schwule Küsse (queer.de berichtete). Filme wie "Brokeback Mountain" oder "Call Me By Your Name" schafften es erst gar nicht in die chinesischen Kinos. (dk)

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Queere TV-Tipps
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#1 ZuschauerAnonym
  • 20.12.2019, 16:34h
  • Der Kuss war wenige Sekunden zu sehen? Das waren gefühlt vielleicht 0,2 Sekunden, der in der großen Menschen (und einiger Aliens-) Menge völlig unterging... man musste schon genau drauf achten, wenn man wusste, dass eine Szene kam. Diese Szene wäre ohne den künstlichen Hype wohl erst gar nicht aufgefallen und auch nicht rausgeschnitten worden.

    Worin die Logik besteht, dass Homosexualität in einem so riesigen Universum wie Star Wars oder Star Trek nicht-existent sein soll, wenn es doch Sexualität zwischen verschiedenen Spezies gibt (Pansexualität wäre wohl der passende Begriff), das können die Moralapostel nicht erklären.
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#2 FaustregelAnonym
  • 20.12.2019, 17:01h
  • Merke: Wenn's China nicht zensiert, hat's mit Emanzipation nichts zu tun.
    Ich bin wenig geneigt, über eine queere Millisekunde in einem heterosexuellen Universum in Jubel auszubrechen.
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#3 1ean267
  • 20.12.2019, 18:30h
  • Antwort auf #1 von Zuschauer
  • Ich hoffe sie meinen das nicht ernst, dass Pansexualität der richtige Begriff wäre. Ich bin selbst pansexuell und das hat absolut nichts mit verschiedenen Spezies oder dergleichen zu tun, sondern beschreibt lediglich, dass man sich zu allen Geschlechtern hingezogen fühlt.
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