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Brasilien

Bolsonaro beschimpft Journalisten: "Gesicht eines Homosexuellen"

Bei einer Routine-Pressekonferenz in Rio de Janeiro wurde Brasiliens rechtsextremer und LGBTI-feindlicher Staatspräsident Jair Bolsonaro nach einer kritischen Frage ausfällig gegenüber einem Reporter.


Seit Anfang des Jahres regiert in Brasilien der Rechtsaußen-Politiker Jair Bolsonaro (Bild: Isac Nóbrega/PR / wikipedia)

Offensichtlich nter Druck wegen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen zu mutmaßlicher Korruption gegen seinen Sohn ist Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ausfällig gegenüber einem Journalisten geworden. "Ihr Gesicht sieht fürchterlich aus wie das von einem Homosexuellen, aber das ist natürlich kein Grund, Sie der Homosexualität zu beschuldigen", beschimpfte der sichtbar erregte Bolsonaro am Freitag einen Reporter.

Als dieser fragte, ob Bolsonaro einen Beweis dafür habe, dass eine verdächtige Einlage auf dem Konto seiner Frau eine Rückzahlung von Schulden sei, erwiderte der Präsident. "Fragen Sie Ihre Mutter, ob ihr Vater ihr eine Quittung gegeben hat." Dann fragte er den Journalisten, ob er eine Quittung für seine Schuhe habe. "Nein, haben Sie nicht", fügte er selbst hinzu.

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Bolsonaros Sohn soll "Phantom-Angestellte" beschäftigt haben

Bolsonaros Ausbruch kam, nachdem er sich auf einer Routine-Pressekonferenz in Rio de Janeiro darüber beschwert hatte, dass er in den Medien als Rassist und Umweltzerstörer dargestellt werde. Die Medien seien gegen ihn und seinen Sohn, Senator Flavio Bolsonaro, eingestellt.

Staatsanwälte in Rio de Janeiro ermitteln, ob der junge Bolsonaro als Abgeordneter des Staates Rio de Janeiro Mitarbeiter beschäftigt habe, die keine Aufgaben zu erfüllen hatten. Eine weitere Untersuchung geht der Frage nach, ob diese "Phantom-Angestellten" einen Teil ihres Gehalts abgaben, der dann über ein Süßwarengeschäft in seinem Besitz "gewaschen" worden sei.

Stolze homosexuelle Gesichter

Der schwule brasilianische Ex-Abgeordnete Jean Wyllys reagierte mit einer Serie von Tweets auf den Ausbruch Bolsonaros. "Ein homosexuelles Gesicht – mit Stolz", schrieb er zunächst zu einem Bild von sich selbst. Anschließend postete er Porträtfotos von prominenten Lesben und Schwulen wie Harvey Milk, Judith Butler und Oscar Wilde.

Twitter / jeanwyllys_real

Die Wahl Jair Bolsonaros im vergangenen Oktober hatte für Schockwellen in der brasilianischen LGBTI-Community gesorgt (queer.de berichtete). Der ehemalige Fallschirmjäger war 2017 von einem Gericht wegen Volksverhetzung verurteilt worden – Anlass war ein Interview aus dem Jahr 2011, in dem er unter anderem erklärt hatte, dass seine Kinder nie einen schwulen Sohn zur Welt bringen würden, weil sie eine "gute Erziehung" genossen hätten. In dem Interview fügte er hinzu, dass er einen schwulen Sohn nicht lieben könne: "Mir wäre lieber, er würde bei einem Unfall sterben."

Eine Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichts im Juni, dass Homo- und Transphobie ebenso zu bestrafen sei wie Rassismus, griff er als "komplettes Unrecht" an (queer.de berichtete). Nach seinem Amtsantritt hatte er auch erklärt, dass Brasilien kein "Urlaubsparadies für Schwule" werden dürfe (queer.de berichtete), und im Beisein von US-Präsident Donald Trump einen Kampf gegen "Gender-Ideologie" angekündigt (queer.de berichtete). (cw/dpa)



#1 ElyasAnonym
  • 21.12.2019, 15:34h
  • Hab gern das Gesicht eines Homosexuellen besser als so eine Ekel Fratze des Hasses
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#2 Ralph
  • 21.12.2019, 16:50h
  • Das Gesicht von Bolsonaro auf diesem Foto da oben sieht fürchterlich aus wie das eines Arschlochs - aber das ist natürlich kein Grund zur Annahme, dass der Präsident ein Arschloch sei.
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#3 marcocharlottenburgAnonym
#4 maenneAnonym
  • 21.12.2019, 19:00h
  • Bolsonaro ist ein homophober Rassist und Umweltzerstörer. Da kann er sich beschweren, wie er will.
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#5 DramaQueen24Profil
  • 21.12.2019, 21:52hBerlin
  • Wäre der Typ nicht ein Widerling, könnte er einem fast ein wenig (ein Müh) leidtun. Wie Trump, geht Bolsonaro zum Angriff über, wenn er oder einer seiner Angehörigen ertappt wurden. Von christlicher Demut keine Spur.
    Ich habe es mir überlegt, der Typ ist nicht mal ein Müh Mitgefühl wert! Den A*** bleibt A*** da ändern auch keine Religionen etwas.
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#6 TomDarkProfil
  • 21.12.2019, 22:34hHamburg
  • Antwort auf #2 von Ralph
  • Ich gehe noch weiter und behaupte, dass ich auf diesem Bild das Gesicht eines Psychopathen erkenne.

    Die Augen, die Mundwinkel und der ganze Ausdruck beweisen, dass der Typ irre ist.

    Aber das hat er ja bereits selbst bewiesen.
    =)
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#7 dellbronx51069Anonym
#8 TomDarkProfil
#9 KrisAnonym
  • 26.12.2019, 17:26h
  • Antwort auf #1 von Elyas
  • Meiner Meinung nach sieht man nach 100 Jahren Party besser aus. Anstand, der liegt irgendwo zurück, dort wo auch Gehirn und Menschlichkeit verloren gingen. Gesicht eines weißen schreienden Kuhfladens, bei der die konzentrierten Dummheit gepaart mit Widerlichkeit einem an der Menschheit zweifeln lässt. Denke, man sieht sich wie in der Pflicht zu spucken! Meint unfehlbar zu sein, das eigene Versagen steht im ins Gesicht geschrieben. Was für ein Präsident soll das darstellen, für mich ist er Abschaum, mehr wird er niemals sein!

    Schöne Festtage wünsche ich:)
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#10 hoffnungsvollAnonym
  • 30.12.2019, 07:17h
  • Antwort auf #6 von TomDark
  • Ich wäre immer äußerst vorsichtig mit solchen anmaßenden Vermutungen/Behauptungen und andere Menschen (aufgrund von vermeintlichen (äußeren Merkmalen/)Eigenschaften) in Schubladen stecken zu wollen....das hatten wir eigentlich schonmal hier und auch sonst auf der Welt....
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