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Düsseldorf

"Ich kriege die ganzen Schwulen hier alle raus!"

Der homophobe Düsseldorfer "Macheten-Mann" ist erneut im Hofgarten, einem bekannten Cruising-Park der Landeshauptstadt, unterwegs. Erst vor zwei Wochen war der 75-Jährige deshalb verurteilt worden.


Mit seinen Macheten kämpft der Düsseldorfer Rentner im Hofgarten für Sitte und Ordnung (Bild: Marcelo Braga / flickr)

Ein 75 Jahre alter homophober Rentner, der erst vor zwei Wochen wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, ist erneut mit einer Machete im Düsseldorfer Hofgarten, einem bekannten Cruisingpark der NRW-Landeshauptstadt, unterwegs. Dies berichtete am Donnerstag der "Express" unter Berufung auf einen Zeugen.

Beim Gassigehen habe dieser den sogenannten Macheten-Mann erkannt, heißt es im Bericht des Boulevardblatts. Als der Zeuge den Rentner zur Rede stellen wollte, habe diese nur geantwortet: "Ich kriege die ganzen Schwulen hier alle raus!" Nachdem er die Polizei alarmiert habe, sei der 75-Jährige geflüchtet. "Der Mann ist nicht doof, sobald er einen Streifenwagen sieht, haut er ab."

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Mit der Machete Buschwerk entfernt

Der "Macheten-Mann" hatte in Düsseldorf monatelang für Aufregung gesorgt, weil er offenbar aus Abneigung gegenüber cruisenden Schwulen und Obdachlosen Buschwerk entfernt hatte. Er benutzte dazu eine Machete mit einer 23 Zentimeter langen Klinge. Im Juni erwischten Mitarbeiter des Düsseldorfer Ordnungs- und Servicedienstes den Senior bei einer Routinekontrolle, als er gerade das Zelt eines Obdachlosen zerschnitt (queer.de berichtete).


Im Juni veröffentlichte die Stadt das Bild der sichergestellten Machete (Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf, Ordnungsamt)

Ursprünglich hätte der 75-jährige Rentner, der laut einem früheren "Express"-Bericht für die AfD aktiv gewesen sein soll, per Strafbefehl 1.050 Euro zahlen sollen. Da er nur über eine geringe Rente verfüge, senkte das Amtsgericht Düsseldorf die Strafe am 10. Dezember auf 800 Euro (queer.de berichtete). Es gebe kein Recht auf Selbstjustiz, erklärte ihm damals die Richterin.

Der Rentner scheint das ganz anders zu sehen – und besorgte sich offensichtlich nur kurz nach der Verurteilung eine neue Machete. Die alte Waffe hatte das Düsseldorfer Ordnungsamt im Juni sichergestellt. (cw)



#1 janxAnonym
  • 26.12.2019, 18:30h
  • Das zeigt wie wirksam sowas ist. Können wir uns da nicht wenigstens ehrlich machen und solche Gerichtsverfahren grundsätzlich einstellen? Wenn man keinen Mumm oder keine Lust hat wirksame Strafen zu verhängen soll mans doch gleich lassen. Die Justiz macht sich nur lächerlich und den Steuerzahler kostet es mehr Geld als es einbringt. Die 800 Euro wird er auch nicht zahlen und Konsequenzen wird es keine haben. Eher wird der biologische Zahn der Zeit dafür sorgen dass sich das Problem erledigt. Ich glaub auch in dem Park ist keiner mehr. Der sucht da AFD-typisch nach einem Land vor unserer Zeit. Hat wohl noch kein Smartphone mit Dating-Apps der Arme. Aber bis seine Zeit irgendwann gekommen ist, hat sich der Park mittels Machete in einen Golfplatz verwandelt befürchte ich. Komplett irre ein Staat der sich sowas gefallen lässt.
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#2 DramaQueen24Profil
  • 27.12.2019, 05:11hBerlin
  • Der Typ bedroht die Gemeinschaft, und das Gericht verurteilt ihn nur zu einer Ministrafe. Den treibt ein Hassverbrechen und Homophobie an. In den Staaten wäre er längst weggesperrt worden.
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#3 zundermxeAnonym
  • 27.12.2019, 08:59h
  • Wer propagiert hatte, dass der arme alte deutsche Rentner nach dem Urteil zumindest durch zukünftige Unterlassung ähnlicher Taten Einsicht zeigen würde, wird von ihm selbst entlarvt.

    Nun können ja wieder die Kommentare an dieser Stelle folgen, wie typisch hysterisch schwul es war und ist eine effektivere und vor allem präventiver Rechtsprechung für den öffentlichen Raum zu fordern.

    Ach, wie konnte ich nur die schlauesten Belehrungen vergessen?! Die Machete ist doch nur ein Werkzeug und als solches völlig harmlos. Sie als potentielle Waffe im öffentlichen Raum zu sehen würde ja unser aller Grundrechte beschneiden und wir wollen ja alle nicht in solch einer Gesinnungs-Diktatur leben!
    Wo bliebe denn dann die Freiheit, wenn das Führen von Waffen, ähm natürlich sollte hier Werkzeuge stehen, im öffentlichen Raum verboten oder eingeschränkt werden würde?!

    Wer mag, möge sich fragen, warum selbst Kommentare auf dieser Seite in der Vergangenheit nicht selten eine blauen Anstrich aufweisen und wie eben diese Kommentare wohl aussehen würden, wenn der Täter kein deutscher Rentner und die Zielgruppe nicht Obdachlose und Schwule wären...
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#4 Ralph
  • 27.12.2019, 10:58h
  • Da hilft nix. Der Mann muss eingesperrt werden. Ob das Gefängnis die richtige Einrichtung ist oder die Psychiatrie, sei dahingestellt. Es darf jedenfalls nicht gewartet werden, bis jemand verletzt oder gar getötet wird.
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#5 LotiAnonym
  • 27.12.2019, 12:01h
  • Schade das dieser alte Kerl nicht den Fehler macht und bei seinen Streifzügen behauptet, im Auftrag der Polizei zu handeln. Denn dann wäre er sofort erst einmal in die geschlossen Psychatrie gelandet. Doch dazu ist er zu clever. Mich würde interessieren, ob er vom Gericht eine Auflage bekommen hat, bis wann er sein Bußgeld zu entrichten hat. Und wenn nicht, ob er dann dafür Absitzen muß? Oder habe ich da was überlesen? Zudem, wenn ihn jetzt irgendwer nochmal anzeigt, dürfte er dabei weniger gut wegkommen bei Gericht. So meine Vermutung.
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#6 JadugharProfil
  • 27.12.2019, 13:25hHamburg
  • Antwort auf #2 von DramaQueen24
  • Als Pflanzenliebhaber tut mir auch das Gebüsch leid, welches er schwer verletzt und nicht ermöglicht, so zu wachsen, wie es der Natur gemäß wachsen möchte! Es sind immerhin Lebewesen, vor dem dieser Kleinkarierte keine Achtung hat. Da die AfD bislang nur gegen LGBTI argumentiert, reicht ihm das nicht aus, weswegen er zur Tat schreitet. Er will eine Welt, wo Homosexuelle nicht vorkommen sollen, weil es offenbar seinen Verstand übersteigt! Aus den Blick - aus dem Sinn!
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#7 Ehrliche HautAnonym
  • 27.12.2019, 13:43h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Als Düsseldorfer hat mich schon OB Erwins primitive Ausdünnerei der Hofgartenvegetation auf die Palme gebracht und jetzt noch dieser Geistgestörte.
    Da bleibt eindeutig nur die Klapsmühle.
    Anstatt Transpersonen mit nervigen Begutachtungen zu quälen, sollte sich die Psychiatrie lieber mal darauf konzentrieren destruktiven Fundamentalismus und moralinsaure 50er Jahre Fantasien aus dem weichen Birnen solcher Subjekte zu vertreiben.
    Hoffentlich erwischt bald jemand diesen Spinner.
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#8 MachetenmannAnonym
  • 27.12.2019, 14:09h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • Du kannst in Deutschland niemanden wegsperren mit der Begründung, er könnte evt. geisteskrank sein und würde vielleicht sich und andere verletzen können. Da muss es schon handfeste Beweise geben.
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#9 MoKiAnonym
  • 27.12.2019, 14:49h
  • Antwort auf #2 von DramaQueen24
  • Bei allem Ärger über diesen Typen, aber das Strafrecht der Vereinigten Staaten sollte für uns nun wahrlich kein Vorbild sein. Und das nicht nur wegen der Todesstrafe, die leider immer noch in einigen Bundesstaaten praktiziert wird. Auch in vielen anderen Bereichen zeigt das amerikanische Strafrecht, wie verkorkst und hysterisch diese Gesellschaft ist. Schauderhaft!
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#10 David JacobAnonym