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Spanien

Welche Kanarische Insel ist die beste für LGBTI-Urlauber?

Gran Canaria gehört zu den bekanntesten Gay-Destinationen der Welt. Doch warum nicht auch mal nach Teneriffa, Fuerteventura, La Gomera, La Palma, El Hierro oder Lanzarote?


Die berühmten Dünen von Maspalomas laden nicht nur zum Wandern ein… (Bild: hellocanaryislands)

Gesellige Tapas-Abende, entspannte Siestas und rauschende Fiestas: Für spanische Lebensfreude und Sonne pur sind die Kanaren seit jeher bekannt. In der LGBTI-Community werden die Kanarischen Inseln allerdings besonders geschätzt: Städte wie Maspalomas, Las Palmas de Gran Canaria und Puerto de La Cruz galten bereits in den Siebzigerjahren als besonders offen und tolerant. Seitdem avancierten sie durch Mundpropaganda schnell zu Top-Destinationen der Szene. Neben entsprechend freundlichen Stränden bieten die Kanarischen Inseln vor allem ein speziell auf die schwule Community ausgerichtetes Angebot an Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. Nachfolgend stellen wir die drei Hotspots der Szene vor.

Maspalomas, Gran Canaria

Allein in Maspalomas stammt fast ein Viertel der Tourismuseinnahmen aus der LGBTI-Community. Die Stadt ist vor allem wegen ihres Nachtlebens beliebt: Neben Sonne und Strand gibt es eine große Auswahl an gayfriendly Locations, Events und Themenpartys. Im Shopping-Center "Yumbo" in Maspalomas liegt das Zentrum der schwulen Szene. Mit seiner kosmopolitischen Ausrichtung konzeptualisierte die Mall als eine der ersten weltweit ein tolerantes Einkaufserlebnis. Hier lässt es sich tagsüber entspannt shoppen und in der Nacht verwandelt sich das "Yumbo" in eine beliebte Partyarea mit Bars, Clubs, Saunen und Shows.

Tagsüber lohnt sich ein Ausflug zum beliebtesten Szenestrand, dem so genannten "Kiosk 7". Eine kleine Strandbar mit gehisster Regenbogenfahne ist der Namensgeber für den Abschnitt zwischen der Playa del Inglés und dem Strand von Maspalomas. Inmitten der sandigen Dünen thront sie vor dem azurblauen Wasser und versorgt die Gäste mit Getränken und Snacks.

Musik sorgt bereits zur Mittagszeit für eine lockere Stimmung. Der Strand ist die Anlaufstelle, um gemeinsam in der Sonne zu liegen und im Meer zu baden. Strandbesucher können Liegestühle und Sonnenschirme mieten, denn Kleidung ist hier optional. Die Dünen rund um "Kiosk 7" bieten zudem eine einzigartige, sonnenverwöhnte Outdoor-Cruising-Area mit Blick auf das Meer.

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Playa de las Américas, Teneriffa

Ruhe statt Partyurlaub: Zwar gibt es an der Playa de las Américas im Süden von Teneriffa Feierstätten speziell für Schwule und Lesben ― der Fokus der LGBTI-freundlichen Region liegt jedoch auf geruhsamen Strandtagen, spannenden Ausflügen in das Landesinnere und gehobenen Hotels. Jedes Jahr im Dezember ist jedoch ganz Teneriffa auf den Beinen, denn dann findet wieder das jährliche Santa Cruz de Tenerife Pride Festival statt. Die bunte Veranstaltung ist offen für alle Besucher, steht aber ganz im Zeichen der LGBTI-Community. Sie unterhält mit Strandpartys, Life-DJs, Drag-Shows, Ausstellungen und Tanzdarbietungen und ist ein jährliches Highlight auf der Insel.


Show beim Pride-Festival in Santa Cruz de Tenerife (Bild: hellocanaryislands)

Für Abwechslung im Nachtleben im Süden von Teneriffa sorgt die Rooftop-Bar der "Playaflor Apartments" unweit der Shoppingmall "Las Veronicas". Atmosphärische Musik treibt die Stimmung der trendigen Location regelmäßig zum Höhepunkt. Häufig besucht ist auch die etwas weiter entfernte Terrassenbar "Red Queen" (in der Avenida de Austria) mit einem ruhigeren Umfeld und stilvollen Drinks. Lohnenswert ist der Besuch der Mixed-Gender-Bar "Punto" auf dem Top-Floor des Einkaufzentrums "Atlántico" mit einem tollen Ausblick über die Stadt und den weiten Atlantik.

Fuerteventura, La Gomera, La Palma, El Hierro und Lanzarote

Eine Oase ist der Küstenort Corralejo im Norden von Fuerteventura, welcher insbesondere bekannt für seinen gayfriendly Strand "Kilometer 22" ist. Optisch ist der Strandabschnitt ein wahrer Hingucker: Kilometer über Kilometer erstreckt sich hier feiner weißer Sand, durchzogen von mächtigen Vulkanfelsen, und hebt sich von dem indigoblauen Meerwasser abhebt.


Romantischer Spaziergang am Strand (Bild: hellocanaryislands)

Wie der Süden Teneriffas zieht auch Corralejos Nachtleben mit Terrassen-Bars und Discos ein bunt gemischtes Publikum an. Ausnahme ist die ehemalige Disco "Spectrum Retro", die heute unter dem Namen "Reflex Retro" bekannt ist. Sie ist eine wahre Institution in der LGBTI-Community, denn Partys sind hier vor allem eines: exklusiv. Mit grooviger Musik, lustigen Themenpartys und farbenfrohen Events richtet sich die Diskothek an sämtliche Zielgruppen und ist die ideale Adresse für einen unvergesslichen Abend.

Wer hingegen lieber Ruhe und Stille sucht, wird auf den kleineren Inseln La Gomera, La Palma und El Hierrro fündig. Zwar gibt es hier keine Diskotheken, dafür bieten die Inseln fantastische Landschaftsabschnitte, romantische Sternenhimmel und kleine Küstendörfer mit gemütlichem Flair. (cw)

Queere Highlights auf den Kanarischen Inseln

Februar: Karneval, Las Palmas de Gran Canaria, 07.02.2020 – 01.03.2020
Februar: Drag Queen Show, Las Palmas de Gran Canaria
März: Bären-Karneval, Las Palmas de Gran Canaria, 20.03.2020 – 29.03.2020
Mai: Maspalomas Gay Pride, 07.05.2020 – 12.05.2020
Juni: Las Palmas de Gran Canaria Pride, Anfang Juni
Juni: Santa Cruz de Tenerife Pride, Anfang Juni
August: Mister & Miss Maspalomas, 16.05.2020
August: Dunas Festival Maspalomas, (Datum steht noch aus)
Oktober: Freedom Homosexuell Festival, Maspalomas, (Datum steht noch aus)
Oktober: Maspalomas Fetischwoche, 02.10.2020 – 11.10.2020
Oktober: Girls & Friends Weekend Party, Maspalomas, (Datum steht noch aus)
November: Winterpride, Maspalomas, (Datum steht noch aus)
Dezember: Rainbow Festival (Datum steht noch aus)


#1 Udo1969Anonym
#2 daVinci6667
  • 28.12.2019, 18:16h
  • Bis auf La Gomera und El Hierro haben wir alle durch. Die meisten mehrmals. Alle sind mehrere Reisen wert. Selbst im Februar kann man am Strand liegen und sogar noch baden. Das Klima dort gehört ganzjährig zu den gesündesten weltweit. Uns gefiel es so gut, dass mein Mann und ich planten sogar nach der Pensionierung dort zu leben.

    Bis einer von uns einmal urplötzlich ins Spital musste. Das war auf Tenerife. Was soll ich sagen? Für Ferien immer wieder gerne, weil man dort einfach alles hat, - ausser Krankenhäuser von CH-Standard falls man mal eines brauchen sollte.
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#3 FredericAnonym
  • 29.12.2019, 00:26h
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • Für La Gomera reichen ein paar Tage aus, kann man prima in kurzer Zeit mit der Fähre von Teneriffa aus erreichen.

    Fuerteventura fand ich extrem öde und ist meiner Meinung nach die Insel, die am wenigsten zu bieten hat. Ich war wirklich enttäuscht.

    Am schönsten finde ich weiterhin Gran Canaria und Teneriffa. Die große Abwechslung ist super. Letztendlich fand ich alle Inseln wunderschön, nur Fuerteventura war absolut nicht mein Fall.
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#4 gatopardo
  • 29.12.2019, 15:47h
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • Seit 54 Jahren in Madrid lebend, habe ich in dieser langen Zeit immer wieder nur die besten Erfahrungen auch in von staatlicher Gesundheitsfürsorge bedienten Spitälern machen können. Vergleichsmöglichkeiten zur Schweiz habe ich nicht, aber ich wage zu behaupten, dass wir in Spanien einen der besten medizinischen Dienste in der EU geniessen. Sicher mindestens ebenso gut wie in Deutschland, wenn nicht sogar besser. Natürlich gibt es Ausnahmen wie überall, die zur Beanstandung Anlass geben und die Unzufriedenheit Deines Freundes auf den Kanaren kann ich natürlich nicht beurteilen. Er wird seine Gründe gehabt haben. Freundlichen Gruss
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#5 gatopardo
  • 29.12.2019, 17:44h
  • Antwort auf #3 von Frederic
  • Vor fast 20 Jahren war ich zum letzten Mal auf GranCanaria und Tenerife. Vor ca. 10 Jahren dann noch einmal auf Fuerteventura, das ich nicht kannte. Ich fand die Insel auch öde, mit Ausnahme der sehr hübschen ehemaligen Hauptstadt Betancuria, die man nur über eine halsbrecherische und gefährliche Gebirgslandstrasse erreicht. Alles andere ist langweiliger kilometerweiter Sandstrand, keine Sehenswürdigkeiten und nur Touristen, die sich in der erbarmunglosen ewig scheinenden Sonne rösten. Kein Vergleich zu Tenerife oder GranCanaria
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#6 FredericAnonym
  • 30.12.2019, 00:21h
  • Antwort auf #4 von gatopardo
  • Das Gesundheitssystem auf den Kanaren ist eher schlecht im europäischen Vergleich, allerdings nur für die Einwohner (man wird z.B. fix einem Arzt zugeordnet und muss stets Überweisungen beantragen) und es ist besonders kompliziert, wenn man nicht auf Teneriffa oder Gran Canaria wohnt, dann muss man noch die Reisen (Flug/Fähre) mit der Überweisung / Terminbestätigung durch die Fachklinik beantragen.

    Sofern ein Tourist allerdings eine private Versicherung hat, kann man natürlich alle Privatkliniken nutzen. Wer nur mit der europ. Versichertenkarte reist, kann keinesfalls mit einem Service wie in D rechnen. In einem Notfall wird einem aber gerade auf Teneriffa und Gran Canaria sehr gut geholfen, auch ohne private Versicherung. Allerdings entstehen dann logischerweise hohe Kosten.
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#7 daVinci6667
  • 30.12.2019, 14:18h
  • @Gatopardo und Frederic
    Das war vor bald 10 Jahren. Mein Mann holte die Ambulanz und ich kam in eine Privatklinik im Süden von Teneriffa. Die Ambulanz war gemäss ihm ein alter VW-Bus. Wir sind Grund- und Zusatzversichert mit weltweiter Abdeckung. In der Klinik musste er trotzdem mit seiner Kreditkarte sofort 3000 Euro bezahlen. An den ersten Tag kann ich mich nur noch bruchstückhaft erinnern und war zeitweise ohnmächtig.

    Medizinisch machten sie wohl alles richtig, ausser dass ich viel zu viele Antibiotika erhalten hätte, dies sei aber im Süden üblich.

    Die Betten waren viel zu kurz. Wer nicht O-Beinmässig im Bett lag bekam immer wieder ein Schlag gegen die Füsse von vorbeigehenden Personen. Als ich nach einer Woche rausdürfte schmerzten deswegen die Knie.

    Das Kopfende konnte man auch nicht hochstellen deshalb organisierte mein Mann zwei grosse Kissen. Im Bad und im Zimmer sah man diverse Tierchen am Boden rumkrabbeln. Mein Mann reklamierte deshalb mehrmals.

    Das Personal und die Ärzte waren alle nett, doch man sah wie überall gespart wurde, auch am Essen. Ich fühlte mich alles andere als wohl. Vermutlich wäre es in einem öffentlichen Krankenhaus besser gewesen, keine Ahnung.

    Zurück in der CH beschied mir mein Arzt dass es mittlerweile auch in vielen CH-Spitälern üblich sei dass man von Ausländern erst CHF 3000. oder mehr Kaution verlangt, weil sie keine Lust hätten monatelang auf Gelder ausländischer Krankenkassen zu warten.

    Mein Tipp deshalb: immer mindestens eine Kreditkarte auf Reserve mit dabei haben mit mindestens 5000. Euro Limite. Dies unabhängig wie ihr versichert seid. Die europ. Versichertenkarte könnt ihr in vielen Ländern schlicht vergessen, leider.

    Zuerst müsst ihr selbst zahlen und dann um Rückerstattung bei eurer Kasse nachfragen. Dies klappte bei uns schnell. Nach drei Tagen war das Geld der Krankenkasse auf dem Konto meines Mannes zurück.
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#8 gatopardo
  • 30.12.2019, 16:08h
  • Antwort auf #7 von daVinci6667
  • Dazu muss ich sagen, dass es gerade die Krankenhäuser der staatlichen Versicherung sind, die in Spanien ausgezeichnet eingerichtet sind. Bin mit meiner Zusatzversicherung immer in vermeintlich sehr guten privaten Spitälern der Provinz Madrid mit nicht problematischen Routineoperationen in Einzelzimmern untergebracht gewesen und glaube, stets gewisse Nachlässigkeiten festgestellt zu haben. Freunde von mir mit schweren Krebserkrankungen bestätigen mir, dass es nur bei leichteren Krankheiten sinnvoll ist, eine Privatklinik aufzusuchen, denn die besten Einrichtungen und hervorragendes medizinisches Personal befindet sich hauptsächlich in Spitälern der staatlichen Sozialversicherung (Seguridad Social). Dass die europ. Versicherungskarten mit Abkommen innerhalb der EU, Schweiz, Island und Norwegen dort ohne Vorauszahlungen nicht reichen, kann ich mir kaum vorstellen, werde mich aber mal an zuständiger Stelle erkundigen.
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#9 gatopardo
  • 30.12.2019, 16:52h
  • Antwort auf #6 von Frederic
  • Jeder Bürger in Spanien muss einem Arzt der staatlichen Sozialversicherung zugeordnet sein. Man kann ihn jedoch jederzeit wechseln und benötigt nur für Fachärzte eine Überweisung. Man muss dann im Krankheitsfall die überall vorhandenen sogenannten "asistencias sanitarias"
    aufsuchen. In abgelegenen Gegenden wird das schwierig, aber das ist ja auch anderswo der Fall.
    Im Unterschied zum deutschen Gesundheitswesen haben die spanischen Ärzte der Sozialversicherung keine privaten Anlaufstellen, sondern alles wird vom Ministerium für Gesundheitswesen kontrolliert. Das verhindert Medikamentenmissbrauch oder unsinnige Benutzungen von sanitären Einrichtungen. Notaufnahmen funktionieren ausgezeichnet und ich würde bei ernsthafter Erkrankung in jedem Falle keine Privatklinik, sondern ein öffentliches Krankenhaus aufsuchen.
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#10 Elvira KlöppelschuhAnonym
  • 31.12.2019, 13:42h
  • Meine lieben Seniorenhäschen, hier ging es doch nicht um euer Lieblingsthema Stützstrümpfe, Rollatoren, Krankenhausbetten und Co!
    Großmütter, erzählt uns doch mal lustige verhökerte Stories von den Inseln anstatt vom Krankenhaus! Bussi aus dem Berg- und Werk-Dorf Tunte!! Eure Elvira
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