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Golden Globe Awards

"Gay Icons" räumen Preise ab

"Gay Icons" zu spielen, zahlte sich bei den Golden Globe Awards aus. Für Gesprächsstoff sorgte auch der streitbare Moderator, der sich kürzlich gegen Transphobie-Vorwürfe gewehrt hatte.


Im Vorfeld der Golden-Globes-Gala veröffentlichte Elton John (re.) ein Bild mit Taron Egerton, der ihn in "Rocketman" spielte. Beide wurden später mit Trophäen ausgezeichnet – Egerton als bester Schauspieler, John für den besten Song in einem Film (Bild: Twitter / Elton John)

Renée Zellweger und Taron Egerton spielten zwei prominente "Gay Icons" – und erhielten dafür am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Galaveranstaltung in Beverly Hills je einen prestigeträchtigen Golden Globe. Zellweger wurde für ihre Darstellung von Judy Garland in "Judy" als beste Schauspielerin in einem Drama-Film ausgezeichnet. Die 50-Jährige setzte sich dabei unter anderem gegen Scarlett Johansson und Charlize Theron durch. Egerton erhielt die Auszeichnung als bester Schauspieler im Bereich Komödie/Musical für "Rocketman" – der Waliser hatte den offen schwulen englischen Sänger Elton John dargestellt. Egerton konnte unter anderem die ebenfalls nominierten Hollywood-Größen Daniel Craig, Leonardo DiCaprio und Eddie Murphy hinter sich lassen.

Direktlink | "Judy" läuft seit letzter Woche auch in Deutschland

"Rocketman" konnte auch mit "(I'm Gonna) Love Me Again" den Preis des besten Original-Songs gewinnen. Der Song ist von Elton John und Bernie Taupin verfasst worden. Ebenfalls nominiert waren Lieder aus "Cats", "Frozen 2" und "Der König der Löwen".

Die für "Booksmart" als beste Schauspielerin im Bereich Komödie/Musical nominierte lesbische Schauspielerin Beanie Feldstein musste sich in dieser Kategorie Awkwafina ("The Farewell") geschlagen geben.

In der Kategorie "Bester Film im Bereich Komödie/Musical" unterlag "Rocketman" dem Quentin-Tarantino-Werk "Once Upon A Time In Hollywood". Den Preis für den besten Drama-Film konnte das amerikanisch-britische Kriegsepos "1917" einheimsen.

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"The Politician", "Killing Eve" und "Pose" gingen leer aus

Im TV-Bereich waren Serien mit queerer Thematik dieses Mal weniger erfolgreich: Die zwei Mal nominierte Netflix-Produktion "The Politician", die aus der Feder des Erfolgsteams Ryan Murphy, Brad Falchuk und Ian Brennan ("Glee") stammt, ging leer aus: Der Achtteiler war als "Beste TV-Serie – Komödie/Musical" nominiert worden, eine weitere Nominierung ging an den offen schwule Hauptdarsteller Ben Platt.

Auch die zwei Mal nominierte britische Agentinnen-Serie "Killing Eve", die lesbische Elemente aufweist, holte keinen Globe. Die Serie läuft in Deutschland bei der Streaming-Plattform StarzPlay.

Der schwule Schauspieler Billy Porter war ging ebenfalls leer aus – der 50-Jährige war für seine Rolle in "Pose" als bester Schauspieler nominiert worden. Der 50-Jährige musste sich Brian Cox geschlagen geben, der für seine Leistung in der HBO-Serie "Succession" ausgezeichnet wurde. Porter hatte mit seiner Emmy-Auszeichnung im September 2019 Geschichte geschrieben (queer.de berichtete).

Der offen schwule Schauspieler Andrew Scott (Moriarty aus "Sherlock") konnte ebenfalls keinen Golden Globe einheimsen. Der 43-jährige Ire war für seine Darstellung eines Priesters in der britischen Comedy-Serie "Fleabag" als bester Nebendarsteller nominiert worden. Den Preis erhielt Stellan Skarsgård ("Chernobyl"). "Fleabag" ist bei Amazon Video zu sehen, "Chernobyl" lief bei Sky.

Bereits im Vorfeld als Sieger fest stand die lesbische Komikerin Ellen DeGeneres. Sie erhielt bei der Galaveranstaltung den "Carol Burnett Award", eine Auszeichnung für das Lebenswerk im Fernsehbereich. Die Laudatio auf DeGeneres hielt die lesbische Komikerin Kate McKinnon ("Saturday Night Live"). Die 36-Jährige lobte DeGeneres dafür, dass sie 1997 mit der Sitcom "Ellen" als erste lesbische Figur in der Primetime des US-Fernsehens die Türen für andere Homosexuelle geöffnet habe. "Sie hat ihr ganzes Leben und ihre ganze Karriere riskiert, um die Wahrheit zu sagen. Und dafür musste sich viel leiden", so McKinnon. "Natürlich verändern sich Ansichten, aber nur weil es mutige Menschen wie Ellen gibt, die ins Feuer springen, um die Veränderung herbeizuführen. Wenn ich sie nicht im Fernsehen gesehen hätte, hätte ich gedacht, dass ich nie im TV sein könnte."

Twitter / HRC

Ricky Gervais spielt den Hofnarren

Moderiert wurde die Show vom britischen Komiker Ricky Gervais. Der 58-Jährige war im Vorfeld in die Kritik geraten, weil er kurz vor Weihnachten einen transphoben Tweet von Joanne K. Rowling verteidigte. Nach Weihnachten versuchte er, die Wogen zu glätten und seine Äußerungen als humoristische Einlagen darzustellen.

Twitter / rickygervais | Auf Twitter sorgte Ricky Gervais mit als transphob kritisierten Äußerungen für Wirbel (TERF bedeutet "trans-exclusionary radical feminist"; zu Deutsch: transphobe Feministin)

Bei der Gala sorgte Gervais mit gewohnt provokativen Witzen für Schlagzeilen. So scherzte er: "Es war ein großes Jahr für Pädophilie-Filme: 'Surviving R. Kelly', 'Leaving Neverland', 'The Two Popes'." Er bezog sich dabei auf Filme über über den US-Sänger R. Kelly, Michael Jackson und die katholische Kirche. Gervais neckte auch die anwesenden Hollywood-Größen und ihrem politischen Aktivismus: "Ihr seid nicht in einer Position, in der ihr die Öffentlichkeit über irgendetwas belehren könntet. Ihr wisst nichts über die wahre Welt – die meisten von euch haben weniger Zeit in der Schule verbracht als Greta Thunberg." (dk)

Twitter / nbc



#1 David JacobAnonym
  • 07.01.2020, 16:22h
  • Ricky Gervais war absolut großartig. Fand ich aber schon immer. Und wer hier den Humor und die Ironie in seinem Tweet nicht erkennt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

    Zu Cats: mit das Schrecklichste, was ich mir je angeschaut habe .
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