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Vampir-Serie

Dracula ist nicht bisexuell, sondern "bi-mörderisch"

Die neue blutige Netflix-Miniserie zeigt keinen bisexuellen Fürsten der Finsternis, wie der offen schwule Autor des Dreiteilers klarstellt.


Claes Bang als Graf Dracula: Keine Angst – der will ja nur beißen (Bild: Netflix)

Der Vampir "Dracula" ist in der seit Samstag auf Netflix verfügbaren gleichnamigen britischen Miniserie nicht bisexuell. Mit dieser Klarstellung reagierte Drehbuchautor Mark Gatiss auf entsprechende Vermutungen in sozialen Netzwerken. Die aus drei anderthalbstündigen Teilen bestehende Miniserie hatte vergangene Woche an drei aufeinanderfolgenden Tagen Weltpremiere im ersten Programm des BBC-Fernsehens.

Auf Bisexuellen-Gerüchte angesprochen, erklärte Gatiss gegenüber der Londoner "Times": "Er ist bi-mörderisch, da ist nicht das selbe. Er tötet [Menschen beider Geschlechter], er geht nicht mit ihnen aus. Er hat überhaupt keinen Sex, sondern trinkt Blut." Dracula habe schon immer das Blut von Männern und Frauen getrunken, fuhr der 53-Jährige fort. Weiter erklärte er: "Horror sollte grenzüberschreitend sein, nicht kuschelig. Ich denke, in der Serie gibt es einige richtig eigenartige Dinge. Darauf bin ich sehr stolz."

In dem Dreiteiler spielt der dänische Schauspieler Claes Bang die Hauptrolle als Graf Dracula. Als Vampir gibt er sich in der Serie oft als Verführer, sowohl von Frauen als auch von (teilweise schwulen) Männern; beim Sex wird er allerdings nie gezeigt, vielmehr segnen viele seiner "Partner" schnell das Zeitliche.

Der 52-jährige Bang ist vor allem durch die europäische Koproduktion "The Square" von Ruben Östlund bekannt. Der perfekt deutsch sprechende Schauspieler ist auch als Gastdarsteller in vielen deutschen TV-Serien wie "SOKO Köln" oder "Notruf Hafenkante" aktiv – in der kurzlebigen 24-teiligen ZDF-Vorabendserie "Sibel & Max" spielte er sogar eine Hauptrolle als Unfallchirurg Dr. Tobias Olsen.

Twitter / NetflixDE

"Dracula" erhielt generell positive Kritiken, auch wenn viele Zuschauer den im Ton völlig veränderten dritten Teil kritisierten. Mark Gatiss war neben Steven Moffat nicht nur der Co-Drehbuchautor der Serie, sondern spielte darin auch den Anwalt Frank Renfield (in Folge 3). Gatiss ist als Schauspieler und/oder Autor vieler beliebter britischer Serien wie "The League of Gentlemen", "Doctor Who" oder "Agatha Christie's Poirot" bekannt. Im deutschsprachigen Raum besonders erfolgreich war seine Fernsehserie "Sherlock" mit Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch. Gatiss ist offen schwul und seit 2008 mit dem Schauspieler Ian Hallard verpartnert. Nach der Ehe-Öffnung in England im Jahr 2014 heiratete das Paar. Die beiden leben im Nordlondoner Ortsteil Islington. (dk)



#1 bennexAnonym
  • 06.01.2020, 15:50h
  • Ich finde es immer wieder erstaunlich wie die Meinung von Autor_innen dem tatsächlich Dargestellten diametral gegenüberstehen können.
    Noch erstaunlicher finde ich es, dass es scheinbar ein sehr großes Bedürfnis war, das "richtig" zu stellen, anstatt die Serie einfach für sich stehen zu lassen.
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#2 WunchAnonym
#3 Leon 4Anonym
#4 TommmiAnonym
  • 07.01.2020, 13:31h
  • Die besagten Szenen verströmten eine subtile und auch gerade zu animalische Erotik.Dieser Biss hat immer etwas erotisches.
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