Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35226

Großbritannien

36-Jähriger missbrauchte wohl fast 200 Männer

Er lockte über zehn Jahre Männer in seine Wohnung, betäubte sie und filmte dann, wie er sie vergewaltigte: In Manchester wurde ein schwuler Serientäter am Montag zu mindestens 30 Jahren Haft verurteilt.


Der Angeklagte wurde des sexuellen Missbrauchs von 48 Männern für schuldig gesprochen, die Zahl der Opfer dürfte jedoch weit höher sein (Bild: Emmanuel Huybrechts / flickr)

Die Richterin hält den schmächtigen Mann für ein "Monster": Ein schwuler Serien­verge­waltiger aus Groß­britannien mit wahrscheinlich mehr als 190 Opfern muss für mindestens 30 Jahre ins Gefängnis. Nach Angaben der Polizei­ ist kein Verbrecher im Land bekannt, der häufiger sexuellen Missbrauch beging. Viele der Opfer dürften nach Einschätzung der Polizei aber nichts von den Verbrechen mitbekommen haben, da der Täter sie in seiner Wohnung zuvor betäubte.

Ein Gericht in Manchester verurteilte den 36-Jährigen am Montag wegen sexuellen Missbrauchs von 48 Männern. Er filmte seine bewusstlosen Opfer dabei, wie er sich an ihnen verging. Die Polizei geht aber davon aus, dass er etwa 195 Männer missbrauchte. Viele von ihnen konnten bislang nicht identifiziert werden. Möglicherweise fehle den Opfern jegliche Erinnerung, hieß es nach dem Urteil.

- Werbung - Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Seine Opfer waren meist jung und betrunken

Der Täter beging die Verbrechen nach Polizeiangaben in etwas mehr als zehn Jahren. Öffentliche Videoaufnahmen belegten, dass der gebürtige Indonesier in den frühen Morgenstunden oft in der Umgebung von Nachtclubs von Manchester war, um sich seine Opfer zu suchen: Sie waren in der Regel betrunken und allein. Das Durchschnittsalter der meist heterosexuellen Männer betrug 21 Jahre.

Vor allem auf Besucher zweier bei Studenten beliebten Clubs hatte er es demnach abgesehen, beide in der Nähe seiner Wohnung und nur wenige Gehminuten von der queeren Canal Street mit ihren Pubs und Clubs entfernt. Dass er seine Wohnung mitten in der Innenstadt von Manchester hatte, halten die Ermittler für ein Kalkül, um viele Opfer zu finden.

Der Täter versprach demnach seinen Opfern, dass sie in seiner Wohnung ein Getränk oder einen Schlafplatz bekämen und ihr Handy aufladen dürften. Dort betäubte er dann die Männer. Dass der Vergewaltiger so viele Opfer fand, liegt nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft auch an seinem harmlosen Aussehen: Der 36-Jährige wirkt sehr jung und ist schmächtig. Zeugen bezeichneten ihn als unauffälligen Nachbarn, der regelmäßig in eine christliche Kirche ging.

Einige Opfer schnarchten während der Vergewaltigung

"Sie sind ein böser Serien-Sexualstraftäter, der junge Männer ausnutzte, die in die Stadt kamen und nichts weiter wollten, als einen schönen Abend mit ihren Freunden zu haben", sagte Richterin Suzanne Goddard. "Eines ihrer Opfer hat sie als Monster bezeichnet." Angesichts der Verbrechen sei das eine zutreffende Beschreibung.

Der Täter hatte dagegen behauptet, die Männer hätten sich freiwillig bei Sexspielen filmen lassen, bei denen sie sich tot stellten. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete das als absurd, zumal einige der Opfer hörbar auf den Aufnahmen schnarchten.

Die Ermittler vermuten, dass der Sexualstraftäter den jungen Männern alkoholische Getränke gab, die mit einer Substanz wie GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure; sogenannte K.o.-Tropfen) versetzt waren. Sie kann euphorisch machen, aber wirkt in höheren Dosierungen wie ein Narkosemittel. Der Täter flog erst auf, als eines seiner Opfer frühzeitig erwachte. (cw/dpa)



#1 WadimAnonym
  • 07.01.2020, 01:24h
  • Das ist nicht die erste so eine Geschichte. Ich habe sogar noch schlimmeres fern gesehen,
    Ich habe Angst überhaupt fremden Personen zu folgen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FliegenAnonym
  • 07.01.2020, 05:03h
  • ..." er ging regelmäßig in eine christliche Kirche " das sind die schlimmsten!!! VERLOGENES ÜBLES PACK BÄH !!!!!!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LotiAnonym
  • 07.01.2020, 06:39h
  • Antwort auf #1 von Wadim
  • Zeugen bezeichnen ihn als unauffälligen Nachbar, der regelmäßig in eine christliche Kirche ging. Wadim, Du machst es schon ganz richtig. Wenn Dir ein fremder Mann, den Du gerade gefühlte fünf Minuten kennst, sogleich seine Wohnung anbietet, stimmt etwas nicht. Ich erinnere mich noch gut an eine Begegnung, als ich noch als Straßenstricher in San Francisco unterwegs war. Mich sprach ein kräftiger schwarzer Hühne an und wir gingen in sein winziges Apartment. Erst da wurde mir bewusst, in welch einer Situation ich mich befand. Zu meiner großen Überraschung entpuppte sich diese Person aber als vollkommen harmlos. Er fasste mich nicht einmal an. Ich mußte mich bäuchlings auf sein Bett legen mit weißer Unterhose und weißen Socken bekleidet. Dann schaltete er ein Schwarzlicht an und holte sich auf einem Stuhl einen runter. Diese Geschichte hätte auch böse enden können. Aber es waren die 70er Jahre und für mich gab es weder Angst noch Misstrauen. Heute sehe ich das ganz anders.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 David JacobAnonym
#5 LotiAnonym
  • 07.01.2020, 17:53h
  • Antwort auf #4 von David Jacob
  • Sorry. Aber hier NOCHMAL aus meinem bewegten Leben zu berichten halte ich nicht für besonders klug. Ich folgte damals meiner ersten Liebe in die USA. Was leider gewaltig in die Hose ging. Da ich schon in Münster und Berlin Strichererfahrungen gemacht hatte, tat ich eben selbiges in S.F. Aber nur für kurze Zeit. War mir einfach zu gefährlich. Zudem hatte ich dort mein zweites wunderbares Coming Out und wollte nicht mehr Stricher sein. So verließ ich die Staaten wieder, denn als illegaler Einwanderer muß man ständig auf der Hut sein vor der Polizei.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 David JacobAnonym
#7 LotiAnonym
  • 08.01.2020, 08:09h
  • Antwort auf #6 von David Jacob
  • Hallo David. Danke für die Antwort. Nur habe ich den Eindruck, niemanden interessiert es, was ich zu berichten habe aus meinem Leben. Aber nur soviel. Für mich war dieser Trip in die USA auch eine Art von Befreiungsschlag. Eine Selbsttherapie wenn man so will. Ich wollte mich nicht weiter selbst belügen. Denn Schwulsein und wegen Geld anschaffen zu gehen halte ich für selbstzerstörerisch. Als dann später noch das Angebot kam, im Film von Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo mitwirken zu dürfen, war endgültig ein Schlußstrich über meine Vergangenheit gezogen worden. Aber ist man ersteinmal gebrandmarkt, kommt man nur schwer davon los. Die Schwule Subkultur verzeiht einem nicht. Lange hallte mir der Ruf nach, ich würde ja nur für Geld mit jemanden ins Bett steigen.
  • Antworten » | Direktlink »