Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35240

Polizeibericht

Berlin: Homohasser schlägt Schwulen mit Pflasterstein

Im Kreuzberger Viktoriapark wurde ein 32-Jähriger am Dienstagnachmittag wegen seiner Homosexualität von einem Bekannten brutal angegriffen. Der mutmaßliche Täter wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht.


Das Opfer der Attacke konnte einen Einsatzwagen der Polizei anhalten (Bild: René Mentschke / flickr)

In Berlin-Kreuzberg wurde am Dienstag­nachmittag ein schwuler Mann von einem Bekannten mit einem Klein­pflaster­stein angegriffen. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Mittwoch.

Nach bisherigen Ermittlungen trafen sich die beiden 30 und 32 Jahre alten Männer gegen 14.40 Uhr im Viktoriapark, wo es zwischen ihnen – aufgrund der sexuellen Orientierung des 32-Jährigen – zu einem Streitgespräch kam. In dessen Verlauf habe der Bekannte einen Kleinpflasterstein aufgehoben und dem Schwulen gegen den Kopf geschlagen, heißt es im Polizeibericht.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Der Tatverdächtige wurde vorübergehend festgenommen

Der Angegriffene erlitt eine Kopfplatzwunde und hielt daraufhin einen Funkstreifenwagen an. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen fest und brachten ihn zur Durchführung einer erkennungsdienstlichen Behandlung in ein Polizeigewahrsam, wo er anschließend wieder entlassen wurde. Die weiteren Ermittlungen führt nun – wie bei Hasskriminalität üblich – der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt. Nähere Angaben zu den Beteiligten wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

In Berlin werden anders als in vielen anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Ebenfalls am Dienstag war ein Mann in einer Berliner U-Bahn homophob bepöbelt und anschließend geschlagen worden (queer.de berichtete). (cw)



#1 JuIianAnonym
  • 09.01.2020, 16:42h
  • Hier sieht man wieder ganz klar, das ist ein weiterer Beleg, dass die Politik endlich reagieren muss.

    Wir brauchen jetzt sofort mehr Aufklärung an Schulen, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Unbedingt notwendig ist ein nationaler Aktionsplan.

    Aber auch volle rechtliche Gleichstellung (inkl. Art. 3 GG) ist längst überfällig. Das wirkt nicht so direkt wie obiges, aber indirekt.

    Das wäre ein starkes Zeichen, dass Hass und Diskriminierung von LGBTI in diesem Land nicht mehr geduldet werden. Denn wie will man gesellschaftliche Akzeptanz erwarten, wenn wir nicht mal staatlich voll akzeptiert sind.
  • Antworten » | Direktlink »