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Werbung für Homo-"Heilung"

Schweiz: Uni schmeißt homophobe Dozentin raus

Eine Theologin, die für die "Heilung" von Homosexualität wirbt, wird keine Kurse mehr an der Universität Freiburg anbieten.


Das Hauptgebäude der Universität Freiburg, vor dem im Herbst mehr als 100 Studierende gegen die homophobe Dozentin protestierten (Bild: Chris ALC / wikipedia)

An der Universität Freiburg darf einer LGBTI-feindliche Dozentin künftig nicht mehr unterrichten. Das hat Mariano Delgado, der Dekan der Theologischen Fakultät der westschweizerischen Hochschule, gegenüber der Zeitung "20 Minuten" angekündigt.

Die Fakultät reagiert damit auf einen im September 2019 von der Studentenzeitschrift "Spectrum" aufgedeckten Skandal. In dem Bericht wurde beschrieben, wie die Dozentin bereits im Herbstsemester 2017 gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten polemisiert habe. Sie habe in einer Vorlesung über christliche sexuelle Ethik im Katholizismus behauptet, dass Homosexualität durch Traumata verursacht werde, die dazu führten, dass man das andere Geschlecht hasse. Homosexuelle seien "krank" und müssten geheilt werden – sie habe sogar Adresse von "Therapiezentren" empfohlen, in denen Homosexuelle zu Heterosexuellen umgepolt werden könnten.

Im kommenden Semester soll nun das Thema der katholischen Sexualethik anders unterrichtet werden. Außerdem solle ein anderer Dozent den Kurs leiten.

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Studierendenproteste im Herbst

Im Herbst hatte es bereits Proteste gegen die Dozentin gegeben: Am 8. Oktober 2019 demonstrierten mehr als 100 Studierende vor der Uni und forderten die Absetzung der Dozentin. Auch einige Lehrpersonen beteiligten sich an der Protestaktion. Ein Theologie-Professor sagte damals vor den Demonstranten, dass Homophobie an der Universität "nicht akzeptabel" sei.

Bereits damals wurde die Vorlesung eingestellt und eine Untersuchung eingeleitet. Rektorin Astrid Epiney erklärte, dass homophobe Äußerungen "gegen die Statuten der Universität" verstoßen würden. Die Uni sei dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung verpflichtet.

Die Uni Freiburg ist die sechstgrößte und einzige offiziell zweisprachige Universität der Schweiz. Ein Studium kann dort in deutscher oder französischer Sprache absolviert werden. Insgesamt sind knapp über 10.000 Studierende eingeschrieben. (dk)



#1 zundermxeAnonym
  • 08.01.2020, 15:23h
  • Prima, beide Daumen hoch.

    Könnte mir vorstellen, dass nun die Radikale das Lied von wegen die Freiheit der Lehre und die Religionsfreiheit sei in Gefahr säuseln werden.
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#2 FliegenAnonym
  • 08.01.2020, 16:32h
  • ...könnte Deutschland und der Rest der Welt sich ne Scheibe abschneiden und genauso wie die Schweizer handeln !!!
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#3 Homonklin_NZAnonym
  • 08.01.2020, 20:00h
  • Die Tante kann genausowenig ambiguitiv denken, wie die meisten von der Religiotenfront.

    Dass man Frauen hassen müsse, weil man sich nur in Männer verknallt, ist ja wieder so ein pseudopsycho(un)logischer Brunz, der sich bei denen scheints durch die Hirnkanäle pieselt.
    Die Trulla erinnert stark an diese andere Ulknudel, die es mit ihren Analwürmern hat. Am Ende gibts da noch schrille Verknüpfungen in Sachen Religionsgenetik, wer weiß...
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#4 antosProfil
#5 JadugharProfil
  • 09.01.2020, 02:47hHamburg
  • Antwort auf #4 von antos
  • Man kann an einer theologischen Fakultät über eine christliche Sexualethik sprechen und darüber diskutieren. Doch es geht nicht, wenn diese Ethik zum Dogma erhoben wird und so den Menschen, der von seiner eigenen Natur aus nicht in das eng begrenzte Schema paßt, daß man diese Ethik ihm aufzwingt um gegen seine Natur zu handeln. Das tun ja diejenigen, die dieser Ethik entsprechen, ja auch nicht, wenn eine andere Ethik andere Verhaltensweisen fordert. Die Dozentin jedoch fordert, daß Homosexuelle sich jener aufgezwungenen Ethik gegen ihre Natur anpassen! notfalls mit drastischen Maßnahmen wie Umpolung durch Foltermethoden oder gar chemische Kastrationen, wie es in der Vergangenheit einmal war. Das war das Ergebnis christlicher Ethik!
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#6 Carsten ACAnonym
  • 09.01.2020, 08:59h
  • Richtig so.

    Man sollte Personen, die gesundheitsschädliche Dinge propagieren, nicht auch noch ein Forum bieten. Erst recht nicht an staatlichen Einrichtungen wie Schulen, Universitäten, etc.

    Unis sind Orte der Bildung, der Wissenschaft und der Fakten. Und nicht Orte der religiösen Verblendung, der Propagierung gefährlicher Gehirnwäsche und des Hasses...

    Nur schade, dass das über 2 Jahre gedauert hat, bis mal was passiert ist. Aber hoffentlich darf diese Person jetzt nirgends mehr ihre menschenverachtende Propaganda loslassen.
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#7 Leon 4Anonym
  • 09.01.2020, 09:54h
  • Antwort auf #6 von Carsten AC
  • So richtig die Entscheidung auch ist, so richtig ist es auch das solche Vorwürfe erstmal eingehend geprüft und der Sachverhalt aufgeklärt wird bevor man eine Entscheidung trifft... Und wenn es 2 Jahre dauert (was wirklich lang ist), dann ist es halt so, aber ich geh davon aus das man in dieser zeit genügend Fakten und Beweise gesammelt hat das man dadurch auch einer etwaigen Klage stand halten kann...
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#8 Ralph
  • 12.01.2020, 10:27h
  • Antwort auf #6 von Carsten AC
  • Richtig. Unis sind Orte der Bildung, der Wissenschaft, der Fakten. Daher liegt das Problem viel tiefer. Es ist und bleibt unbegreiflich, dass an einer staatlichen Hochschule auf Steuerzahlerkosten die Pseudowissenschaft Theologie ihren Unsinn verbreitet. Kein Mensch käme auf die Idee, ähnlichen Humbug wie z.B. Astrologie oder Alchemie zum Lehrfach an einer Universität zu machen.
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