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Les Pays-Bas, douze points?

Bericht: ESC-Gastgeber schickt schwulen Sänger aus Südamerika ins Rennen

Die Niederlande werden laut einem Zeitungsbericht mit Jeangu Macrooy in den Heim-ESC ziehen. Der 26-Jährige hatte vor gut fünf Jahren seine homophobe Heimat Suriname verlassen und lebt heute in Amsterdam.


Jeangu Macrooy soll den Niederlanden erneut viele Punkte bescheren

Ein Modern-Soul-Sänger aus Südamerika soll angeblich den Gastgeber des diesjährigen Eurovision Song Contest, die Niederlande, in dem Musikwettbewerb vertreten. Das berichtete die Rotterdamer Zeitung "Algemeen Dagblad" am Freitag unter Berufung auf "sehr verlässliche Quellen". Der Singer-Songwriter Jeangu Macrooy wurde in Paramaribo, der Hauptstadt des niederländischsprachigen Landes Suriname, geboren und lebt den Angaben zufolge seit 2014 in den Niederlanden. Er wohne mit seinem Lebenspartner in Amsterdam.

Mit seinem englischsprachigen Modern Soul erntete der 26-Jährige Lob auf verschiedenen Festivals. "Ich träume von großen internationalen Tourneen, mit einer großen Produktion um die Welt", sagte Macrooy der Zeitung zufolge. "Mein Bruder Xillan und ich schauten früher mit offenem Mund die Auftritte von Beyoncé im Fernsehen an. Ich dachte immer: Ich will das auch und ich kann das auch."

Wegen "Machokultur" ausgewandert

Seine Homosexualität sei 2014 ein Grund gewesen, die niederländische Ex-Kolonie zu verlassen und nach Europa zu kommen. Er habe mit der "Machokultur in Suriname" wenig anfangen können, sagte Macrooy. Er wohnte zunächst in der 80.000 Einwohner zählenden Stadt Hengelo und studierte im ArtEZ Conservatorium in Enschede, bevor er nach Amsterdam zog. Einem breiteren Publikum in den Niederlanden wurde er mit der Sendung "De Wereld Draait Door" (Die Welt dreht durch) bekannt.

Direktlink | Auftritt von Jeangu Macrooy im niederländischen Fernsehen

Beim ESC sind die Niederlande als Gastgeber automatisch für das Finale am 16. Mai gesetzt. Auch Deutschland muss sich als Mitglied der sogenannten Big Five nicht vorab im Halbfinale qualifizieren. Noch ist völlig unklar, wer der Nachfolger des Duos "S!sters" wird, das im vergangenen Jahr im ESC-Finale den vorletzten Platz belegte. Der NDR hat bislang noch nicht bekanntgegeben, wie der diesjährige deutsche Beitrag ausgewählt werden wird.

Insgesamt werden 41 Länder bei der 65. Austragung des Musikfestivals um den Sieg ringen (queer.de berichtete). Der Contest wird in Rotterdam stattfinden (queer.de berichtete). (dpa/dk)

Direktlink | Jeangu Macrooy fordert zum Tanzen auf



#1 MariposaAnonym
  • 11.01.2020, 17:32h
  • Ich pflege aus vielerlei Gründen seit mehreren Jahren eine Art "Haßliebe" zum ESC - ab und zu freut es mich dann doch, daß auch mal wirklich richtig gute Musik geboten wird und der Vertreter des Gastgeberlandes scheint sehr vielversprechend zu sein. Die sexuelle Orientierung spielt da keine Rolle, mich muß jemand musikalisch überzeugen (leider nicht der Fall war es letztes Jahr bei Frankreich)
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