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USA

Neue Trump-Beraterin sieht HIV als Gottes Strafe für Homosexuelle an

Die Trump-Regierung war noch nie als LGBTI-freundliche Truppe bekannt. Dass die neue Chef-Juristin aber eine extrem aggressive Homo-"Heilerin" ist, sorgt für Aufsehen.


Jenna Ellis an der Seite ihres neuen Chefs (Bild: Facebook / Jenna Ellis)

Jenna Ellis, die im November ernannte juristische Beraterin von US-Präsident Donald Trump, steht wegen homophober Äußerungen in der Kritik. Der linksliberale Blog "Media Matters for America" kritisierte "toxische anti-LGBTQ-Bemerkungen" der ehemaligen Kommentatorin des "Fox News Channel".

Die Juristin hatte in sozialen Medien, auf Konferenzen oder in Interviews unter anderem für Homo-"Heilung" geworben, Homosexuelle als Sünder beschimpft und angedeutet, dass HIV eine Strafe Gottes für Schwule sei. So hatte sie 2016 auf Facebook einen Artikel des rechtspopulistischen Magazins "CNSNews" geteilt, wonach schwule und bisexuelle Männer weit eher von HIV betroffen seien als andere – und dazu geschrieben: "Wir können Gottes Sittengesetz und seiner Vorherrschaft nicht entkommen."


Facebook-Eintrag aus dem Jahr 2016

In einer Reihe weiterer Einträge behauptete sie etwa, dass Homosexualität und Christsein unvereinbar seien. So schrieb sie 2017: "Christen können nicht Gott folgen und Homosexualität oder Fremdgehen akzeptieren oder gar mitmachen." Als Präsident Barack Obama 2016 das Stonewall-Inn zum Nationaldenkmal erklärte, behauptete sie, dass es sich dabei um ein "Denkmal der Sünde" handle.

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Ellis: Verbot der Homo-"Heilung" ist christenfeindlich

Wiederholt verteidigte Ellis "Konversionstherapien". Im Februar 2019 erklärte sie etwa bei einer Anhörung zum Thema im Parlament von Colorado, dass ein Verbot von Homo-"Heilung" Christen diskriminiere. 18 der 50 US-Bundesstaaten verbieten derzeit die "Heilung" von homo- und transsexuellen Jugendlichen, weil diese laut dem Weltärztebund die Menschenrechte verletzen und Personen in die Depression oder gar den Suizid treiben können.

Nicht nur Homo- und Transsexuelle sind auf der Feindesliste von Ellis, sie polemisiert auch ständig gegen Muslime. So behauptete sie 2016, dass dieser Glauben im Gegensatz zum Christentum "nicht amerikanisch" sei und keine Toleranz verdiene.

Laut "Daily Beast" war Trump als Zuschauer des "Fox News Channel" auf Ellis aufmerksam geworden. Der Präsident soll die relativ unbekannte Propagandistin dann angerufen und eingestellt haben. Einem Mitarbeiter habe der 73-Jährige gesagt: "She gets it" (Sie versteht die Welt). (dk)



#1 FliegenAnonym
#2 Alexander_FAnonym
  • 10.01.2020, 14:16h
  • Antwort auf #1 von Fliegen
  • Schon geschehen, gleich mit dem 18. Lebensjahr. Kann ich nur empfehlen.

    Zu der Dame, die hier im Artikel beschrieben wird, fällt mir weiter nicht viel ein. Eine weitere amerikanische Tante Hedwig von Blödenförde oder Birgit Schöpfkelle, die uralten, längst widerlegten Stuss wiederaufwärmt.
    Da die Absetzung Trumps hoffentlich bald durch ist, wird auch die Karriere dieser Gouvernante hoffentlich bald ein Ende haben.
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#3 SoSoAnonym
  • 10.01.2020, 15:15h
  • Antwort auf #2 von Alexander_F
  • 1. Bin ich mir leider ziemlich sicher, dass es zur "Absetzung Trumps" dank der rep. Mehrheit im Senat nicht kommen wird.
    Und Falls doch
    2. Der noch homophobere Pence Präsident wird und
    3. die Wiederwahl Trumps eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist.

    Leider!!
    Aber gegen diese verrückte Trulla sollte sich doch per Shitstorm etwas erreichen lassen, oder?
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#4 kuesschen11Profil
  • 10.01.2020, 15:47hFrankfurt
  • Und wieder ist ein neues republikanisches Trumpel-Tier im Kabinett, die ihre Hasstiraden in die Gesellschaft schicken will.
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#5 DramaQueen24Profil
  • 10.01.2020, 16:04hBerlin
  • Na, diese Trulla passt zu dem homophoben Männerhaufen wie Faust aufs Auge.
    Verbot der "Homoheilung" ist also ein Angriff gegen Christen? Himmel, hat diese Schickse überhaupt sich mal mit dem Thema befasst, und etwas anderes als Fox News gesehen, und die Bibel gelesen? Wetten, die hält Harry Potter für "dämonisch"?
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#6 Homonklin_NZAnonym
  • 10.01.2020, 16:28h
  • Man könnte ihr nun vorhalten, dass tendenziell faschistoide Weltansichten bei religiösen ChristInnen weit häufiger vorkommen, als bei aufgeklärten Zeitgenossen, und sdas ein Hinweis dafür sein muss, dass dieser "Gott" von dem die andauernd reden, ein verkappter Nazi sein muss.

    Nützt ja leider nix bei der Art von Weltbegrenztheit.

    Was derselbe "Gott" dann all den Heterosexuellen unterstellt, die sich mit HIV infizieren oder im Mutterleib, durch benutzte Injektionsnadeln und bei anderen als sexuellen Methoden angesteckt haben, könnte man da auch fragen.
    Irgendwas Passendes finden die als Antwort schon, denn darin sind diese Knilchen-SympathisantInnen einsame Spitze, im Finden von Humbug lastigen Erklärungen.

    Ein Verbot von Homo- und Trans- "Heilungen" ist auch nicht Christen feindlich, weil diese "Heilung" nicht funktioniert und als Praxis Menschen feindlich ist. Es sei denn, die Trudella gesteht damit ein, dass das Christentum eine bestimmten Menschen feindlich gesinnte Religion ist.
    Dann ist man als Angehöriger jener kategorisch abgelehnten Minderheiten dazu angerifen, dieses Religiotentum und die ganze Dummheit, die daraus hervorgeht, zu boykottieren!

    To found one : www.church-dropout.com, at some time, possibly...
    Man kann zwar lesen, dass 2019 rund 64% der jungen Erwachsenen der USA ausgetreten seien,allerdings suchen davon viele dann wieder neue Glaubensformen order eklektizistisch tolerante Vorstellungen des modernisierten Christentums. Es ist nicht einfach, den einmal angeprägten Unsinn zu verlassen.
    Sie sagt es schon selbst, sie könne ihrem "Gottes Gesetz" nicht entrinnen. Natürlich stellt sie sich in die diffuse "man"-Bezeichnung dafür, so gemeinden diese Leute ungefragt alle ein.
    Dass Trumpel die Schnalle toll findet, hat vermutlich mehr Gründe, als deren hinterwäldlerische Ansichten. Go figure.
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#7 Homonklin_NZAnonym
  • 10.01.2020, 16:48h
  • Antwort auf #5 von DramaQueen24
  • Das macht wohl gar der Vatikan, der gegen Harry Potter und J.K. Rowling wetterte, als der Hype darum hoch kam.
    Komisch ist ja sowieso, dass die einen Fantasy-Geschichten-Liebhaber die anderen angreifen. Bloß weil "you know, who" später beschrieben wurde als "JHWE".

    Da gibt es diverse Ulkseiten, die das führen:

    hauszellengemeinde.de/harry-potter/

    Mit den Büchern lernen Kinder angeblich, wie man das "kontrollierende Ungewisse" beschwört, ""und auf den Nachtwinden in die astrale Schicht zu transzendieren"" weiß.
    Jo mei.
    ...
    Na toll, dass Altmeister JHWE so irre allmächtig ist, dass der da nix dran drehen kann. Würde der ganze Schmäh was taugen...

    Die Olle checkt allerdings eh nix, wahrscheinlich kennt sie nicht mal den basic Trivia-Gehalt von ihrem mythologischen Lieblings-Fantasy-Schinken.
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#8 Miguel53deProfil
  • 10.01.2020, 17:59hOttawa
  • Mir gefällt besonders dieses Zitat der furchtbaren Juristin:

    "Christen können nicht Gott folgen und Homosexualität oder Fremdgehen akzeptieren oder gar mitmachen."

    Da hat sie beim notorischen an die Pussy-Packer Donald noch viel Arbeit und allerhand zu heilen.

    Glück auf...
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#9 SusiAnonym
  • 10.01.2020, 19:52h
  • Antwort auf #1 von Fliegen
  • Mir entgeht gerade der Zusammenhang zwischen den evangelikalen US-Kampfbetern und den deutschen/ europäischen Kirchen.
    In unserer Kirchengemeinde sind Homosexuelle keine behandlungsbedürftige Gruppe, sondern auch mit Leitungsfunktionen betraut. Ebenso denke ich an (offen) homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer.
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#10 GeisterbahnAnonym
  • 10.01.2020, 21:04h
  • Das Gruselkabinett dieses Horror-Clowns wird immer schlimmer...

    Vielleicht sollte ihr mal jemand verraten, dass das HI-Virus auch Heteros befällt. Das wussten andere schon vor Jahrzehnten, nur sie hat das scheinbar noch nicht mitbekommen...
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