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Proteststurm

Neue homophobe Entgleisung von Israels Erziehungsminister

Seine eigenen Kinder könnten nicht homosexuell sein, da sie "auf natürliche und gesunde Weise aufgewachsen" seien, meinte Rafi Peretz von der Siedlungspartei.


Pafi Peretz ist seit Juni 2019 israelischer Bildungsminister (Bild: Union der rechten Parteien)

Mehrere israelische Schulen haben am Sonntag gegen Äußerungen des nationalreligiösen Erziehungsministers protestiert, der Homosexualität indirekt als unnatürlich eingestuft hatte. Einige Einrichtungen hielten am ersten Werktag der Woche Unterrichtsstunden zum Thema Toleranz ab, teilweise in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stadtverwaltungen und queeren Organisationen. Auch schwule und lesbische Lehrer*innen hätten laut Medienberichten protestiert.

Erziehungsminister Rafi Peretz, ein orthodoxer Rabbiner, hatte in einem am Freitag veröffentlichten Interview auf die Frage geantwortet, was er tun würde, wenn eines seiner Kinder eine "andere sexuelle Ausrichtung" hätte: "Gott sei Dank sind meine Kinder auf natürliche und gesunde Weise aufgewachsen. Sie bauen ihre Häuser auf der Basis jüdischer Werte." Als normale Familie definierte er eine "mit Mann und Frau".

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Peretz praktizierte "Homo-Heilung"

Im vergangenen Jahr hatte der Minister von der Siedlerpartei bereits mit Äußerungen über die "Umpolung" Homosexueller für Empörung gesorgt (queer.de berichtete). Er brüstete sich damals, selbst sogenannte Konversionstherapien für Homosexuelle durchgeführt zu haben, distanzierte sich aber später nach heftigen Protesten davon (queer.de berichtete).

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Gepostet von ?????? ???? – TLV LGBTQ Center? am Samstag, 11. Januar 2020
Facebook / tlvLGBTQcenter | Das LGBTQ Center von Tel Aviv bedankte sich bei hunderten Lehrer*innen und tausenden Schüler*innen für die Nutzung seiner Unterrichtseinheiten zu Regenbogenfamilien

Israels offen schwuler Justizminister Amir Ohana verurteilte auch Peretz' neue Äußerungen und schrieb bei Twitter, sie spiegelten nicht die Position der Regierung wider. "Ich bin in einer gesunden, guten und liebenden Familie aufgewachsen, und so wachsen auch meine Kinder und die Kinder vieler Homosexueller im ganzen Land auf, die sich auf dem ganzen politischen Spektrum befinden." (cw/dpa)



#1 Ralph
  • 12.01.2020, 16:01h
  • Wie sollen Kinder auf gesunde und natürliche Weise aufwachsen unter der Knute eines religiösen Fanatikers. - Wieso ist dieser Mann ausgerechnet Minister eines Ressorts, für das ihm offensichtlich jede Eignung fehlt? Konnte er nicht statt dessen Verkehrs-, Post- oder Landwirtschaftsminister werden?
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#2 LonerangerAnonym
  • 12.01.2020, 16:20h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Wie wäre es denn, wenn dieser ultra Orthodoxe Jude überhaupt kein politisches Amt ausführt? Immer wieder lese ich hier davon, Staat und Kirche seien getrennt zu halten. Wieso nicht also auch bei den Juden?
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#3 Ralph
  • 12.01.2020, 16:39h
  • Antwort auf #2 von Loneranger
  • Na ja, bei uns war auch schon mancher Konsistorialpräsident später Ministerpräsident und mancher Minister nebenbei Kirchentagspräsident und mancher Pfarrer wurde Minister. Wer in Deutschland nach der Trennung von Kirche und Staat sucht, wird nicht fündig.
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#5 zundermxeAnonym
  • 13.01.2020, 05:57h
  • Antwort auf #2 von Loneranger
  • Naja, Du chipst etwas schnell von einem orthodoxen Juden auf die Juden. Gefällt mir nicht.

    Denke, dieser Typ ist einfach nur wieder mal ein Beispiel von unzähligen was Menschen betrifft, die ihre Religion über alles (in der Welt) stellen und damit Leid und Hass verbreiten.
    So wird aus der Liebesbotschaft, die so gut wie jede Religion für sich beanspruchen möchte, folgerichtig das genaue Gegenteil heraus.
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#6 TheDadProfil
  • 13.01.2020, 11:42hHannover
  • Antwort auf #5 von zundermxe
  • ""Naja, Du chipst etwas schnell von einem orthodoxen Juden auf die Juden.""..

    Das sehe ich hier nicht..
    Denn hier wäre der Vergleich dazu ein "Verbot für ordinierte Kleriker" sich politisch zu betätigen..

    Das hatten wir in der Weimarer Republik und zuvor auch schon im Norddeutschem Bund ebenfalls, und es hat der Politik gut getan..

    Wie der Link aufzeigt entblöden wir uns aber sogar einen Pfaffen zum Bundespräsidenten zu machen..
    Abgesehen davon, daß ich einen parteipolitisch unabhängigen Kandidaten UND einen Menschen aus den "Neuen Bundesländern" für eine respektable Lösung halte..

    Sehr viele "Führungspersönlichkeiten" der etablierten Parteien besitzen eine viel zu große Nähe zu diesen "Religionen", und genau über diese "Nähe" gewinnen diese "Religionen" dann auch einen Einfluß auf die Politik..

    Damit verbunden gilt es solche Einflußmöglichkeiten zu begrenzen, und die Auswirkungen dieser Einflüße abzuschaffen..

    Zum Beispiel trifft sich zu Anfang jeder Legislaturperiode der gerade gewählte Bundestag nach der konstituierenden Sitzung zu einem "gemeinsamen Gottesdienst"..

    Wo bin ich eigentlich hier ?

    In der Präambel des Grundgesetzes wird man mit der Floskel
    "Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,"
    belästigt..

    Dieses Land HAT KEINE "Verantwortung" vor irgendeinem "Gott"..

    Und die Abgeordneten* egal welchen Parlamentes in Land und Bund muß untersagt werden eine Eidesformel mit einer "Gottesbezeugung" zu sprechen, denn die Abgeordneten und Minister tragen einzig Verantwortung für die Bevölkerung, und egal welcher Partei sie angehören, für die GESAMTE Bevölkerung..

    Wenn also irgendein Mensch irgendeinem "Gott" irgendetwas "schwören" will, dann soll und darf das in den Räumen seiner "Religions-Ausübung" stattfinden, aber NICHT im öffentlichem Raum !
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#7 zundermxeAnonym
  • 13.01.2020, 12:33h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • Teile bei diesem Thema Deine Ansichten zwar fast zu 100%.
    Jedoch sehe ich keine Möglichkeit bei einer demokratischen Wahl vorzuschreiben, dass wer aufgrund seiner religiösen Überzeugung oder Vorgeschichte nicht gewählt werden dürfte.

    Mein Kommentar, dass mir zuvor zu schnell von EINEM orthodoxen Juden auf DIE Juden gechipt wurde, möchte ich allerdings auch zu 100% so stehen lassen. Diese Verallgemeinerung ist deshalb schon absolut unzulässig weil faktisch längst nicht alle Juden orthodox sind. Alle mir persönlich bekannten, sind bspw nicht orthodox.

    Allen Menschen jüdischen Glaubens pauschal etwas vorzuwerfen aufgrund der Handlung oder Haltung Einzelner ist genauso absurd und unzulässig wie bspw allen Menschen mit deutschem Pass die Handlungen oder Haltungen Einzelner zuzuschreiben.
    Da sind wir fix wieder bei der Kollektivschuld. Und das ist mir, mit Verlaub, zu einfach und am Leben vorbei gestrickt.
    Diese Art von Verallgemeinerung kann ihrerseits schnell zu einer Ursache von Hass und Gewalt werden.
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#8 SarkastikerAnonym
#9 LonerangerAnonym
  • 13.01.2020, 14:13h
  • Antwort auf #7 von zundermxe
  • Du hast natürlich vollkommen recht mit Deiner Kritik. War von mir aber so nicht gemeint. Habe mich hier etwas missverständlich ausgedrückt. Mir sind liberale Juden bekannt, die diesen religiösen Fanatikern offen die Stirn bieten. Sich zudem wünschen, das eben solche Typen in der Politik nichts, aber auch rein gar nichts zu suchen haben. Hätte die Jugend in Israel das Sagen, gäbe es mit Sicherheit längst die Zweistaaten Lösung. Ich verweise darauf, Politik ist nicht mein Lieblingsthema.
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#10 Homonklin_NZAnonym
  • 13.01.2020, 22:47h
  • Das Problem von Knilchen und Religioten im Zusammenhang zu "gesund" und "natürlich" ist simpel so ähnlich, wie wenn Kühe übers Fahrradfahren philosophieren. Sie checken es einfach nicht.
    Ich weiß nicht, was der sich so vorstellt, aber die wenigsten Kinder wachsen künstlich oder dauerkrank auf, und zur Orientierung hat das keine Verknüpfungen, wie sie Religioten so gern wähnen.

    Er musste wohl, wie so viele mit dieser Begrenztheit, dem inneren Zwang dazu nachgeben, Schwachfug zu erzählen. Das ist das Einzige, das Religioten gut können, um Aufmerksamkeit zu erheischen. Und lügen. Darin sind sie auch gut.
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