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Zu groß fürs TV

"Batman"-Serie: "Robin" musste Schrumpf-Pillen für seinen Penis einnehmen

In den Sechzigerjahren wollten "Batman"-Macher den jungen Helfer des Fledermausmannes noch bubihafter aussehen lassen – dabei störte sie offenbar besonders das beste Stück von Schauspieler Burt Ward.


Robin (Burt Ward) und Batman (Adam West) beschützten Gotham City in den Sechzigerjahren auf äußerst campe Art und Weise (Bild: ABC)

Die Produzenten der 120-teiligen amerikanischen "Batman"-Fernsehserie (1966 bis 1968) waren offenbar besorgt über die Größe des Penis von Schauspieler Burt Ward, des Darstellers von Robin. Damit sein Gemächt im eng anliegenden Kostüm nicht so sehr zu sehen sei, hätten sie ihm Pillen verschreiben lassen, die den Schniepel schrumpfen lassen sollten. Das verriet der inzwischen 74-jährige Schauspieler gegenüber "Page Six", der Klatschkolumne der "New York Post".

"Die dachten, dass Robin ein sehr großes Paket fürs Fernsehen hat", so Ward. Also sei er zum Arzt geschickt worden, der ihm Medikamente verschrieb, "um mich schrumpfen zu lassen". Er habe sich aber widersetzt: "Ich habe die Pillen drei Tage lang geschluckt und mir dann gedacht, dass sie mich möglicherweise unfruchtbar machen. Also habe ich aufgehört, sie zu nehmen. Ich habe meinen Umhang benutzt, um 'es' zu verbergen."


Robin (Burt Ward) hat es mit einem langen Schlauch zu tun (Bild: ABC)

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"Batman" war kontrovers in den Sechzigern

Die heute als harmlos erscheinende Superheldenserie war in den Sechzigerjahren angefeindet worden, weil die engen Kostüme der Helden von "Moralhütern" als zu sexualisiert angesehen wurden. So protestierte die "Catholic Legion of Decency" gegen die Serie – die katholische Organisation forderte damals Zensur im Namen des "Anstandes". Bis heute kritisiert sie "unmoralische" Handlungsstränge in TV und Kino (auf der Liste der von der Organisation "verdammten" Filme befindet sich etwa die "Rocky Horror Picture Show" oder der bundesdeutsche Film "Anders als du und ich", der vom Paragrafen 175 handelt).

In den letzten Jahrzehnten machten viele Interpretationen der Beziehung von Batman und Robin als homoerotisch die Runde. Burt Ward schrieb bereits in einem 2005 veröffentlichten Buch, dass die Darstellung des Superhelden und seines jungen Helfers in der TV-Serie als die von Liebhabern angesehen werden könnte.

Die campe Atmosphäre der Serie wurde auch in dem – von Kritik und Publikum wenig geliebten – Film "Batman & Robin" aus dem Jahr 1997 übernommen, in dem George Clooney und Chris O'Donnell das Supehelden-Duo spielen. Dass etwa das Batmobil phallischer wurde als im Vorgängerfilm und Bruce Wayne sich nicht als "ehelichen" Typen bezeichnete, galt ebenfalls als Anzeichen für eine schwule Beziehung. Dies sei nicht beabsichtigt gewesen, erklärte Regisseur Joel Schumacher später. Schumacher ist selbst schwul und prahlte vergangenes Jahr mit seinen 10.000 bis 20.000 Lovern (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | Burt Ward bei seinem Casting 1965



#1 daVinci6667
  • 13.01.2020, 13:04h
  • Geht ja wohl kaum noch sexistischer und die diskriminierender. Hallo, gehts noch? Dass der überhaupt die ersten Tage sowas geschluckt hat. Total unverständlich.

    Was sollen das überhaupt für Pillen sein? Wenn es keine gibt zum verlängern gibts wohl auch keine zum verkürzen.

    Es gibt Medikamente die die Pubertät verzögern (dafür war er aber schon zu alt) oder den Trieb unterdrücken, die Pädophile manchmal einnehmen. Weiss jemand Rat?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 TTPatAnonym
#3 LonerangerAnonym
  • 13.01.2020, 13:37h
  • Antwort auf #1 von daVinci6667
  • Mir eigentlich auch unbekannt, welche Pillen der geschluckt hatte. Vor allem in den 60er Jahren. Mir ist nur bekannt, wenn man reinen Speed, wie z.B. das Perfetin zu sich nimmt, schrumpft der Penis so klein wie es geht zurück. Das sexuelle Verlangen ist dann eingeschränkt. Bei längeren Gebrauch kann es sogar zur Inpotenz führen. Aber wer weiß schon was die Amis an Medikamenten damals so zur Verfügung hatten.
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#4 LonerangerAnonym
#5 ExaktAnonym
#6 Leon 4Anonym
  • 13.01.2020, 14:11h
  • Antwort auf #1 von daVinci6667
  • ? Ähm.... Garland is doch auch ständig druff gewesen, Monroe, Brando etc ebenso und es gibt n ganzes Geschlecht das seit jeher in Optimierungswahn gezwängt wird um Karriere zu machen...

    Kp warum das jetzt "schockierender" oder "schlimmer" sein soll, so groß kann der Zwang ja net gewesen sein wenn keine Neubesetzung & OK @ Umhang!

    Aber lustige Anekdote....!
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#7 FredericAnonym
#8 Marvel BoyAnonym
  • 13.01.2020, 14:58h
  • Antwort auf #1 von daVinci6667
  • Hieß es nicht mal dass Anabolika das beste Stück schrumpfen lässt, ist aber auch nur so ein Gerücht an dem glaube ich nix dran ist.
    Ansonsten ist mir bei der Serie auch schon aufgefallen dass Batman durchaus ein Beule hat, Robin aber in der Serie komplett flach ist. Wie er da mit dem Umhang etwas gemacht haben soll ist mir schleierhaft, sieht für mich eher aus als hätte er es wie eine Dragqueen gemacht und nach hinten geklebt.
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#9 InfoAnonym
  • 13.01.2020, 15:44h
  • "Batman war für Wertham wegen seiner engen Bindung an sein junges Mündel Robin ein homosexueller Pädophiler, Superman galt als Beispiel für Gewaltverherrlichung und Blasphemie, und die starke, emanzipierte Wonder Woman wurde als unverkennbar lesbisch und männerfeindlich herausgestellt."

    Mehr Hintergrundinfo zur Repressionsgeschichte der US-Medien - falls es interessiert:

    de.m.wikipedia.org/wiki/Seduction_of_the_Innocent
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#10 Ralph
  • 13.01.2020, 16:32h
  • Im Batman-Univerum ist Robin keine feste Rollenfigur. Es handelt sich vielmehr um eine Reihe von Kindern oder Jugendlichen (der jüngste ist bei seinem Einstieg 8 (!) Jahre alt, der älteste 16). Immer wenn der amtierende Robin Batman zu alt erscheint, was sich insbesondere in wachsender Kritik Robins an seiner Arbeitsweise und/oder an selbständigen Aktionen als Verbrechensbekämpfer zeigt, wechselt Batman seinen Robin aus. Es spricht alles dafür, dass Batman -sehr zurückhaltend gesagt- eine Vorliebe für knabenhafte, anfangs sogar kindliche Helfer hat. - Davon abgesehen habe ich in meiner Kindheit, als ich manchmal Batman-Hefte las, die beiden nie anders verstanden denn als Daddy-and-Boy-Traumpaar, auch wenn ich das damals so nicht in Worte fassen gekonnt hätte. Und ich hab mich schon als Zehnjähriger gefragt, warum die beiden so maßlos sexualisiert gekleidet sind (auch das war nicht meine kindliche Wortwahl, aber eine nicht in Worte fassbare Idee hatte ich durchaus).
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