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"Das Image des Balls zu zerstören, sollte man bleiben lassen"

Richard Lugner schimpft über homo­sexuelles Tanzen beim Opernball

"Mörtel" ist sauer, dass beim Wiener Opernball Frauen nicht mehr ausschließlich brav mit Männern tanzen.


Richard Lugner (hier beim Neujahrstreffen der rechtspopulistischen FPÖ 2019) gilt als eine der schillerndsten Figuren der Alpenrepublik (Bild: Bwag / wikipedia)

  • 13. Januar 2020, 15:15h 18 2 Min.

Ältere Herren in Österreich sind offenbar immer wieder empört, wenn gleichgeschlechtliche Paare öffentlich tanzen. Das neueste Beispiel ist Bauunternehmer und Reality-Star Richard Lugner, der laut der Tageszeitung "Kurier" ungehalten darüber war, dass sich beim Wiener Opernball am 20. Februar erstmals ein aus zwei Frauen bestehendes Paar angemeldet hat (queer.de berichtete).

"Der Opernball ist der größte Traditionsball der Welt mit zeremoniellen Regeln. Da sollten Tanzpaare aus einer Frau und einem Mann bestehen", erklärte Lugner, der wegen seiner Tätigkeit als Baumeister von der Boulevardpresse den Spitznamen "Mörtel" erhalten hatte. "Wenn sich zwei Frauen lieben, so wird das heute akzeptiert, aber bei der Eröffnung des Opernballs haben die nichts verloren", so der 87-Jährige. "Das Image des Balls zu zerstören, sollte man bleiben lassen."

Lugner hatte bereits vor einigen Jahren mit einer homophoben Äußerung für Aufsehen gesorgt. Damals sagte er: "Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben aidskrank." Daraufhin erhielt er Hausverbot beim Life Ball (queer.de berichtete).

Opernball-Chefin weist Lugners Vorwürfe zurück

Opernball-Organisatorin Maria Großbauer, die auch für die konservative ÖVP im österreichischen Bundesparlament sitzt, verteidigte hingegen das gleichgeschlechtliche Paar: "Ich fand und finde es absolut richtig, das Frauen-Paar ins Komitee aufzunehmen, schließlich erfüllen sie das wichtigste Kriterium, und das ist den Linkswalzer zu beherrschen", sagte die 39-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur APA. "Im Übrigen bleibt der traditionelle Schwarz-weiß-Effekt beim Tanzen weiterhin bestehen, denn es war für die beiden klar, dass eine Dame ein weißes Kleid, die andere Dame einen schwarzen Frack tragen möchte."

Lugner ist international vor allem dadurch bekannt, dass er seit rund 40 Jahren stets mit einem oder mehreren Promis beim Opernball erscheint. Zu den Gästen gehörten in der Vergangenheit Harry Belafonte, Ivana Trump, Farrah Fawcett, Pamela Anderson, Dieter Bohlen und Kim Kardashian. Im vergangenen Jahr zeigte er sich mit Elle "The Body" Macpherson. Im Österreich ist er auch durch die vor fast 20 Jahren gestartete Realityserie "Die Lugners" bekannt.

Bereits 2011 hatten österreichische Promis für Aufregung gesorgt, als sie sich darüber empörten, dass in der Show "Dancing Stars" (die ORF-Version von "Let's Dance") erstmals zwei Männer miteinander tanzten. Zu den Nörglern gehörten der Ex-Fußballer Toni Polster und der vergangenes Jahr verstorbene Formel-1-Star Niki Lauda. (dk)

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#1 Taemin
  • 13.01.2020, 16:44h
  • Zum Image des Opernballs gehört, dass der inzwischen 87jährige Mörtel Lugner alljährlich mit einer anderen von ihm eingekauften, Jahrzehnte jüngeren Schwalbe erscheint und den peinlichen Salonlöwen Marke Fu-Man-Chu ohne Verjüngungstrank spielt. Seine letzte (fünfte) Ehefrau, von der er inzwischen auch geschieden ist, ist 57 Jahre jünger als er, könnte also seine Urenkelin sein. Bei aller Toleranz wird's doch irgendwann widerlich. Um mal ein bisschen zu wienern, möchte ich Mörtel zurufen: "Hoid liawer die Goschn!"
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#2 FliegenAnonym
#3 JustbecauseAnonym
  • 13.01.2020, 17:18h
  • Antwort auf #2 von Fliegen
  • das Abtreten ist eine nicht mehr all zu lang währende biologische Gewissheit.
    Schlimmer ist, dass dessen Geist ja auch bei vielen andren im Hirn ist
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