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"Das Image des Balls zu zerstören, sollte man bleiben lassen"

Richard Lugner schimpft über homosexuelles Tanzen beim Opernball

"Mörtel" ist sauer, dass beim Wiener Opernball Frauen nicht mehr ausschließlich brav mit Männern tanzen.


Richard Lugner (hier beim Neujahrstreffen der rechtspopulistischen FPÖ 2019) gilt als eine der schillerndsten Figuren der Alpenrepublik (Bild: Bwag / wikipedia)

Ältere Herren in Österreich sind offenbar immer wieder empört, wenn gleichgeschlechtliche Paare öffentlich tanzen. Das neueste Beispiel ist Bauunternehmer und Reality-Star Richard Lugner, der laut der Tageszeitung "Kurier" ungehalten darüber war, dass sich beim Wiener Opernball am 20. Februar erstmals ein aus zwei Frauen bestehendes Paar angemeldet hat (queer.de berichtete).

"Der Opernball ist der größte Traditionsball der Welt mit zeremoniellen Regeln. Da sollten Tanzpaare aus einer Frau und einem Mann bestehen", erklärte Lugner, der wegen seiner Tätigkeit als Baumeister von der Boulevardpresse den Spitznamen "Mörtel" erhalten hatte. "Wenn sich zwei Frauen lieben, so wird das heute akzeptiert, aber bei der Eröffnung des Opernballs haben die nichts verloren", so der 87-Jährige. "Das Image des Balls zu zerstören, sollte man bleiben lassen."

Lugner hatte bereits vor einigen Jahren mit einer homophoben Äußerung für Aufsehen gesorgt. Damals sagte er: "Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben aidskrank." Daraufhin erhielt er Hausverbot beim Life Ball (queer.de berichtete).

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Opernball-Chefin weist Lugners Vorwürfe zurück

Opernball-Organisatorin Maria Großbauer, die auch für die konservative ÖVP im österreichischen Bundesparlament sitzt, verteidigte hingegen das gleichgeschlechtliche Paar: "Ich fand und finde es absolut richtig, das Frauen-Paar ins Komitee aufzunehmen, schließlich erfüllen sie das wichtigste Kriterium, und das ist den Linkswalzer zu beherrschen", sagte die 39-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur APA. "Im Übrigen bleibt der traditionelle Schwarz-weiß-Effekt beim Tanzen weiterhin bestehen, denn es war für die beiden klar, dass eine Dame ein weißes Kleid, die andere Dame einen schwarzen Frack tragen möchte."

Lugner ist international vor allem dadurch bekannt, dass er seit rund 40 Jahren stets mit einem oder mehreren Promis beim Opernball erscheint. Zu den Gästen gehörten in der Vergangenheit Harry Belafonte, Ivana Trump, Farrah Fawcett, Pamela Anderson, Dieter Bohlen und Kim Kardashian. Im vergangenen Jahr zeigte er sich mit Elle "The Body" Macpherson. Im Österreich ist er auch durch die vor fast 20 Jahren gestartete Realityserie "Die Lugners" bekannt.

Bereits 2011 hatten österreichische Promis für Aufregung gesorgt, als sie sich darüber empörten, dass in der Show "Dancing Stars" (die ORF-Version von "Let's Dance") erstmals zwei Männer miteinander tanzten. Zu den Nörglern gehörten der Ex-Fußballer Toni Polster und der vergangenes Jahr verstorbene Formel-1-Star Niki Lauda. (dk)



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#1 Ralph
  • 13.01.2020, 16:44h
  • Zum Image des Opernballs gehört, dass der inzwischen 87jährige Mörtel Lugner alljährlich mit einer anderen von ihm eingekauften, Jahrzehnte jüngeren Schwalbe erscheint und den peinlichen Salonlöwen Marke Fu-Man-Chu ohne Verjüngungstrank spielt. Seine letzte (fünfte) Ehefrau, von der er inzwischen auch geschieden ist, ist 57 Jahre jünger als er, könnte also seine Urenkelin sein. Bei aller Toleranz wird's doch irgendwann widerlich. Um mal ein bisschen zu wienern, möchte ich Mörtel zurufen: "Hoid liawer die Goschn!"
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#2 FliegenAnonym
#3 JustbecauseAnonym
#4 Leon 4Anonym
  • 13.01.2020, 17:19h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Oh, die jungen Damen wissen genau mit wem sie sich einlassen und was sie davon haben, also nö, der dude is dann auch nicht "ekliger" (was stellst dir des auch vor, ey) als die ladys, win-win für beide....
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#5 FredericAnonym
  • 13.01.2020, 17:22h
  • Vielleicht bleibt er 2021 dem Ball fern, wenn 2 Männer miteinander beim Ball tanzen. Mich würde es sehr freuen. :-)
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#6 Aramis
#7 DachtaubeAnonym
  • 13.01.2020, 20:21h
  • Die Hürden zum Echauffieren scheinen in Österreich recht niedrig zu sein. Gemessen am übrigen west-mitteleuropäischen Standard scheint mir das recht erbärmlich zu sein.

    Lugner kann die Bilder im Kopf, die er vom diesjährigen Opernball mit ins klamme Bettchen nimmt, vielleicht zum Erzeugen von Reibungswärme nutzen.
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#8 panzernashorn
  • 13.01.2020, 20:46h
  • Diesen arroganten Fatzke mit seinem dümmlich-antiquierten Weltbild heteronormativer Schwachmatenprägung wird die Natur in nicht allzu ferner Zeit den Weg alles Irdischen gehen lassen - und gut ist's.............
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#9 Homonklin_NZAnonym
  • 13.01.2020, 22:20h
  • Oh, er ist 87.
    Go figure...

    Möge er lange glücklich leben, aber meine Tante hätte gemeint, dem schnappt auch noch mal der Arsch zu.

    Man fragt sich bei Traditionsveranstaltungen ja mal, ob die schon da waren, bevor der Frack erfunden wurde. Und wer da dann wie rum tanzte. Wenn man genau nachguckt, ist das ganze Spektakel grade mal knapp über 200 Jahre alt.
    Vorläufer des Frack hat man zur Jagd oder zur Arbeit getragen.

    Wenn LGBTIQ* arbeiten können, sollen sie auch tanzen dürfen.
    Küss die Hand, werter Herr ...nicht.
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#10 lionAnonym
  • 13.01.2020, 22:30h
  • Geh scheißen! ...würde der Wiener sagen. Der Herr soll sich um sein "Zebra" kümmern.
    Wer schon seine Frauen nach Tieren benennt, den kann man nicht ernst nehmen bzw. sollte er erst einmal vor seiner Tür kehren.
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