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Berlin
Wird Beatrix von Storch AfD-Landeschefin?
Eine der homophobsten deutschen Politikerinnen könnte bald die Hauptstadt-AfD anführen, nachdem der bisherige Landesvorsitzende seinen Rückzug verkündet hat.

Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch könnte bald in der Hierarchie ihrer Partei aufsteigen (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)
- 14. Januar 2020, 12:15h 2 Min.
Der bisherige Landeschef der Berliner AfD, Georg Pazderski, hat am Dienstag öffentlich angekündigt, nicht mehr für den Vorsitz kandidieren zu wollen. Dafür seien persönliche Gründe ausschlaggebend, nicht aber die aktuelle Lage der Partei.
Auf dem für den 25. und 26. Januar angesetzten Landesparteitag muss damit ein neuer Landeschef gewählt werden – allerdings ist unklar, ob der Parteitag an diesem Datum stattfinden kann, da die AfD bislang noch keinen Veranstaltungsraum finden konnte. Chancen auf die Nachfolge werden neben Gottfried Curio und Karsten Woldeit auch der Berliner Bundestagsabgeordneten Beatrix von Storch nachgesagt. Offiziell hat sich aber noch niemand für das Amt beworben.
Von Storch, die Vizefraktionschefin der Rechtspopulisten im Deutschen Bundestag, gilt als eine der homophobsten Politikerinnen ihrer ohnehin nicht zimperlichen Partei. So ist sie Mitverantwortliche der "Initiative Familienschutz", aus der einst die homo- und transfeindliche "Demo für alle" organisiert wurde. Die 48-Jährige ist durch ihre Provokationen bekannt: Letztes Jahr machte sie sich etwa in einer Bundestagsdebatte indirekt über die weltweite Verfolgung Homosexueller lustig (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Wochen schockierte sie im Bundestag mit einer Kopf-ab-Geste in Richtung des schwulen SPD-Politikers Johannes Kahrs (queer.de berichtete).

Beatrix von Storch, wie sie leibt und lebt (Bild: Parlamentsfernsehen)
Auch Pazderski profilierte sich mit Hass auf LGBTI
Auch Noch-Parteichef Pazderski geht nicht gerade zimperlich mit Homo- und Transsexuellen um: So warf er 2017 im Berliner Abgeordnetenhaus sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten vor, mit Steuergeldern gegen die Bürger zu agitieren (queer.de berichtete).
Pazderski erklärte, er wolle weiterhin Fraktionschef der AfD im Abgeordnetenhaus bleiben. Außerdem wolle er sich 2021 wieder um ein Wählermandat bewerben – der 68-Jährige ließ aber offen, ob er erneut ins Berliner Landesparlament oder doch lieber in den Bundestag einziehen will. (dk)

Georg Pazderski will den AfD-Landesparteivorsitz abgeben (Bild: Screenshot RBB)














