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Einzelkommentar zu:
"Mich ärgert das, wenn heutzutage noch Leute ihre Homosexualität verstecken"


#3 Alexander_FAnonym
  • 15.01.2020, 15:00h
  • Lieber Herr Bülow,
    sicher kann es mitunter fragwürdige Motive haben, seine Orientierung zu verstecken, und falls es sich bei diesen Klemmschwestern gleichzeitig um Anti-LGBTI-Aktivisten handelt, ist das eine Heuchelei, die zu verurteilen ist und die in schweren Fällen vielleicht sogar ein Zwangsouting rechtfertigen kann.

    Gleich alle, die ihre Identität verstecken oder leugnen, über einen Kamm zu scheren, halte ich aber auch für ziemlich dickfellig und, mit Verlaub, für eine Folge nicht ganz bewusst bewordener Privilegien. Denn ja, es ist ein Privileg, in einem Umfeld aufzuwachsen, das diese Identität akzeptiert und einen dafür nicht verstößt, so wie das bei Ihnen offenbar der Fall ist und natürlich auch überall der Fall sein sollte. Das ist es aber eben nicht, auch in Deutschland nicht, wo viele immer noch mit der Angst aufwachsen, das Gesicht und die Achtung und Wertschätzung ihrer Mitmenschen zu verlieren, wenn sie ihr unpassende Identität preisgeben.

    Auch Promis sind natürlich oft so aufgewachsen und entsprechend vor solchen Ängsten nicht gefeit. Im Gegenteil: ihr "Image" ist ihr ganzes Kapital, und wenn zu dieser Marke auch gehört, hetero zu sein, dann ist es naturgemäß mit umso größeren Ängsten verbunden, dieses Image zurechtrücken zu müssen. Die Reaktionen von Fans können da sehr aggressiv werden, und es kann mitunter auch mehr drohen, als bloß eine Geldflaute.
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