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Einzelkommentar zu:
"Mich ärgert das, wenn heutzutage noch Leute ihre Homosexualität verstecken"


#8 TheDadProfil
  • 17.01.2020, 10:55hHannover
  • Antwort auf #3 von Alexander_F
  • ""Denn ja, es ist ein Privileg, in einem Umfeld aufzuwachsen, das diese Identität akzeptiert und einen dafür nicht verstößt, so wie das bei Ihnen offenbar der Fall ist und natürlich auch überall der Fall sein sollte.""..

    Unbenommen..
    Doch irgendwann ist JEDER Mensch erwachsen genug um sich sein eigenes Umfeld zu schaffen, und sich damit allen anderen Umfeldern zu entziehen..

    Das sich dennoch Menschen dann als "Klemmschwestern" oder "Schrank-Schwuchteln" gerieren und sich immer noch verstecken, dazu gibt es KEINEN nachvollziehbaren Grund, ebensowenig wie es "gute Gründe" dazu gibt als solcher "versteckter Mensch" gegen die eigenen Interessen, und schlimmer noch, gegen die Interessen der Anderen zu handeln..

    Um dann beispielsweise wirksame Mittel gegen Mobbing in Schulen in den Händen zu halten ist es notwendig das sich Lehrende dort NICHT verstecken, ansprechbar für Hilfen sind, Sanktionen für Mobber sowie Schutzmaßnahmen für Mobbing-Opfer vorhanden sind, UND auch umgesetzt werden..

    Was für Schulen gilt muß für Kindergärten und Kitas Ägide sein, und für Firmen und Konzerne Usus..
    Denn die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen von Mobbing und Diskriminierung sind hinlänglich belegt..
    Und werden gleichzeitig weiterhin ignoriert :
    ""Die Reaktionen von Fans können da sehr aggressiv werden, und es kann mitunter auch mehr drohen, als bloß eine Geldflaute.""..

    Warum also "gleich alle die ihre Identität verstecken oder leugnen, über einen Kamm scheren", oder sich sogar gegen ein "Zwangs-Outing" aussprechen, wenn damit nur klar wird, wo das Problem liegt, und wie es zu erledigen ist ?

    Inzwischen hat sich ja sogar die Erkenntnis durchgesetzt daß das "Zwangs-Outing" von Biolek und Kerkeling deren Karrieren keinen Schaden angerichtet, und im Gegenteil sogar Positives für die gesellschaftliche Entwicklung gebracht hätte, doch Konsequenzen aus dieser Erkenntnis werden dann nach wie vor nicht gezogen ?
    Warum eigentlich ?

    Warum rennt man immer noch dieser Idee hinterher, es gäbe so etwas wie eine "eigene Entscheidung" dazu wie und wann man sich outete, OHNE darüber nachzudenken, warum eigentlich immer noch so viele ungeoutet herumlaufen ?

    Und dann wird ein Schauspieler wie Jan Bülow als Hetero dafür kritisiert, daß er das unsinnig findet ?
    Frei nach dem Motto, als Hete hast du ja gar keine Ahnung..

    Der Auffassung von Jan Bülow
    ""Mich ärgert das, wenn heutzutage noch Leute ihre Homosexualität verstecken""
    kann man sich auch einfach uneingeschränkt anschließen, denn es gibt NICHTS was wirklich dagegen spricht..
    Schon gar kein irgendwie empfundenes "Recht" auf die Wahl eines Zeitpunktes, der dann aus nichtigen Interessen immer weiter in die Zukunft verlagert wird..

    Denn genau diese "Wahl des Zeitpunktes" trägt zum Fortbestand der gesellschaftlichen Verwerfungen bei, die beispielsweise durch ein "kollektives Coming Out" durch die Teilnahme an einem CSD beseitigt werden sollen, und damit ist diese "Wahl des Zeitpunktes" und das damit verbundene und eingepreiste "wenn überhaupt" einfach kontraproduktiv auf dem Weg zu einer freien und gleichberechtigten Gesellschaft..

    Ey Leute ?
    Wir DÜRFEN Heiraten !

    Das mehr als 2 Jahre nach der Ehe-Öffnung immer noch ein "Recht" auf Anonymität propagiert wird ist Unfug !

    Was stimmt hier eigentlich nicht ?
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