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Die Community trauert

Münchner Aktivist Guido Vael gestorben

Guido Vael, eine der prägendsten Figuren der Münchner Szene in den letzten Jahrzehnten, ist tot.


Guido Vael engagierte sich jahrzehntelang in München für Gleichberechtigung (Bild: Münchner Aids-Hilfe)

Der Münchner Szene trauert um den LGBTI-Aktivisten Guido Vael, der am Montag im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Er hinterlässt seinen Ehemann Willi, mit dem er 42 Jahre lang zusammen war. Der gebürtige Belgier setzte sich mehr als vier Jahrzehnte in der bayerischen Landeshauptstadt für die Rechte sexueller Minderheiten ein.

Vael wurde 1947 in Flandern geboren und studierte später Radiochemie am belgischen Institut für Kernenergie in Mol. Seit 1969 lebte er in Deutschland und seit seinem Coming-out im Jahr 1977 in München. Er war Mitgründer der Münchner Aids-Hilfe 1984, Teil des ersten Vorstandes bis 1989 und "eine prägende Figur im Münchner Aids-Aktivismus", wie die Aids-Hilfe auf Facebook erklärte: "Wir trauern um einen rastlosen Kämpfer, einen beispielhaften Aktivisten und einen guten Freund." Zehn Jahre lang gehörte er auch dem Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe an.

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Sein Engagement für Münchens Homosexuelle ging darüber weit hinaus, z.B. im schwulen "Verein für Sexuelle Gleichstellung", der von 1974 bis 1998 bestand. 1989 gehörte er zu den Mitbegründern der Wählerinitiative "Rosa Liste", die bis heute die Kommunalpolitik mitbestimmt.

Auch die Rosa Liste trauert um Guido Vael! Danke Guido, was Du für die Community geleistet hast – Du wirst uns fehlen! Wir sind in Gedanken bei seinem Mann Willi!

Gepostet von Rosa Liste e.V. am Dienstag, 14. Januar 2020
Facebook / Rosa Liste e.V.

Jahrelang war Vael auch für das "Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V." (Sub) aktiv. Dort wurde er 1995 hauptamtlicher Leiter des "Projektes Prävention". "Neben der Prävention von HIV-Infektionen waren ihm die Themen 'selbstbewusste schwule Identität' und 'Selbstbestimmung als schwuler Mann' zentrale Anliegen, die er vehement vertrat", erklärte das Sub. "Unsere Community hat einen resoluten Verfechter und mutigen Weggefährten verloren. Die heutigen Freiheiten und die Lebensqualität vieler schwuler Männer sind nicht selbstverständlich. Seine Verdienste für Münchens schwule Männer bleiben unvergessen."

Der Münchner Stadtrat Christian Vorländer ehrte Vael auf Twitter als "Vorkämpfer für die Schwulenbewegung und Community". Der SPD-Kommunalpolitiker ergänzte: "Ich wünsche Dir eine gute letzte Reise über den Regenbogen." (dk)

Twitter / Vorlaender_Muc



#1 Tobi CologneAnonym
  • 15.01.2020, 18:10h
  • Ein weiteres Idol, das nicht nur für viele Menschen Freund war, sondern für uns alle (auch wenn man ihn bisher nicht kannte) Vorbild sein kann, ist nach einem langen, erfüllten Leben von uns gegangen.

    Aber sein jahrzehntelanges Engagement für LGBTI-Themen, das auch mit zu Fortschritten beigetragen hat, wird niemals vergessen werden und er hat sich seinen Platz in der LGBTI-Geschichte redlich verdient.

    Mein Beileid gilt seinem Ehemann Willi, mit dem er viele glückliche Jahre verleben durfte, und allen, die ihn kannten und schätzten.

    Der menschliche Verlust ist nicht ersetzbar. Aber sein Wirken und sein Beitrag werden niemals vergessen werden.
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