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Kommentare zu:
Saarländischer Karneval: Homosexuelle dürfen nicht "Prinzenpaar des Jahres" werden


#1 RetroGayProfil
  • 15.01.2020, 16:02hDortmund
  • Hallo, ihr Lieben!
    Die Kackorganisation der an der Saar beHEIMATeten Karnevalsorganisationen hat eine Facebookseite, eine Emailadresse, etc.
    Also mal schön fleißig tätig werden!

    Ist hier ein rechtskundiger Mensch am Start, der mehr dazu weiß, ob hier das AGG greifen, und dies für einen eingetragenen Verein Konsequenzen haben könnte.
    Ich bin kein Vereinsmeier, aber da könnte es doch bestimmt unbequem werden, von wegen Aberkennung der Gemeinnützigkeit, Haftung, Steuerfreiheit des Vereinsvermögen, etc.?
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#2 PetterAnonym
  • 15.01.2020, 17:11h
  • Achja, der Karneval - reden immer viel von Narretei, Jeckheit, dem Establishment den Spiegel vorhalten, ausgelassendem Feiern, etc. Aber in Wahrheit ist der Karneval oft extrem rückständig und erzreaktionär.

    Man muss dazu sagen, dass das nicht überall der Fall ist und dass gerade in den großen Karnevalshochburgen des Rheinlands (vor allem Köln und Düsseldorf, aber natürlich auch kleinere Städte) alles viel offener und liberaler ist. Da gibt es auch LGBTI-Karnevalsvereine, die auch Mitglied des Dachverbands sind. Dort gibt es "rosa Sitzungen". Dort dürfen auch Schwule Prinz werden, etc.

    Aber ich habe das Gefühl, je weiter man in Richtung Süden geht und je eher man statt von Karneval von Fasching spricht, desto rückständiger und reaktionärer wird es...
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#3 TommmiAnonym
#4 PetterAnonym
  • 15.01.2020, 17:24h
  • Antwort auf #3 von Tommmi
  • Die Frage nach Toleranz ist auch eine Frage der Relation:

    Im Vergleich zum benachbarten Baden-Württemberg mag das Saarland schon etwas toleranter sein und zeigt auch manchmal die Nähe zu Frankreich mit seinem savoir vivre.

    Aber im Vergleich zu anderen Regionen oder Städten wie Hamburg, Köln, etc. ist das Saarland schon eher spießig und konservativ.
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#5 Tobi CologneAnonym
  • 15.01.2020, 17:38h
  • Antwort auf #2 von Petter
  • Ja, der Karneval redet oft davon, aus den Normen das Alltags auszubrechen, sich zu verkleiden, mal Dinge anders zu tun und sich mal "jeck" zu verhalten, etc. Einfach auch mal sich nicht um Normen und Konventionen zu scheren.

    Aber wehe, das geht manchen Leuten zu weit. Dann ist das (zumindest in manchen Regionen) ein riesiges Problem.

    Viele Karnevalisten erkennen nicht, dass ihre "Traditionen" längst ein System an Normen und Dogmen gebildet haben, woraus sie ursprünglich ausbrechen wollten.
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#6 Taemin
  • 15.01.2020, 17:43h
  • Antwort auf #3 von Tommmi
  • Das Land der AKK! Als vor vielen Jahren -noch vor der Eheöffnung- die Lebenspartnerschaft im Landesrecht gleichgestellt werden sollte, behielten sich Landesregierung und Landtag als Rest-Diskriminierung vor, dass verpartnerte Beamte und Beamtinnen trotz angeblicher Gleichstellung weiter keinen Familienzuschlag bekamen - ein klarer Verfassungsbruch, wie das Bundesverfassungsgericht später feststellte. Das Saarland hat nichts gegen Schwule und Lesben - aber das heißt doch nicht, dass man sie genauso behandeln müsse wie alle anderen auch. AKK macht's vor.
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#7 Tobi CologneAnonym
#8 KaktusAnonym
  • 15.01.2020, 18:12h
  • Da fällt mir doch ganz spontan das Motto des Kölner CSD 2020 ein. Willkommen in der Realität.
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#9 marcocharlottenburgAnonym
#10 easykeyProfil

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