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LGBT+ Diversity Index

E.on weniger LGBTI-freundlich als behauptet

Schummel aufgeflogen: Das Unternehmen E.ON hat sich offenbar queerfreundlicher gemacht, als es wirklich ist.


Die E.on-Zentrale in Essen

Die Uhlala Group hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass der von ihr erarbeitete LGBT+ Diversity Index "aufgrund fehlerhafter Angaben durch E.on" geändert werden musste (Pressemitteilung als PDF). Der Index war im Dezember veröffentlicht worden – darin wurden die 30 Dax-Unternehmen nach ihrer LGBTI-Freundlichkeit bewertet (queer.de berichtete).

Man habe zunächst der Selbstauskunft der Unternehmen vertraut. Nach Kritik – insbesondere durch den Nollendorfblogger Johannes Kram – habe man nun falsche Angaben von E.on korrigiert. Das Essener Unternehmen rutschte damit von Rang acht auf Rang 16 ab.


Die aktualisierte Fassung des Indexes (Bild: Uhlala GmbH)

E.on hatte offenbar unter anderem wahrheitswidrig angegeben, dass es ein queeres MitarbeterInnnennetzwerk und LGBTI-Kampagnen des Konzerns gebe. Der Nollendorfblogger erklärte allerdings, dass die korrigierte Einschätzung im Index wahrscheinlich noch immer zu positiv sei: "Denn die von mir aufgezeigten Unstimmigkeiten bezogen sich nur auf Angaben, die im Internet nachprüfbar waren", argumentierte er.

Uhlala-Chef Stuart B. Cameron kündigte an, im Nachhinein Belege von allen Unternehmen anzufordern, "um zu prüfen, ob dies nur ein Einzelfall war". Das sei man "der LGBT+ Community und allen teilnehmenden Dax-30-Unternehmen schuldig, die korrekte Angaben in den Fragekategorien getätigt haben", so Cameron.

Twitter / UhlalaDE

E.on musste sich bereits vor wenigen Monaten Kritik aus der LGBTI-Community anhören, weil der Konzern die ehemalige CDU-Politikerin Katherina Reiche für einen Führungsposten anheuerte. Die ehemalige Staatssekretärin gehörte jahrelang zu den homophobsten Politikerinnen im Bundestag und beschrieb die Akzeptanz homosexueller Paare unter anderem als Bedrohung des deutschen Wohlstandes (queer.de berichtete). Wegen der Personalie hatten mehrere E.on-Kunden angekündigt, zu einem anderen Stromversorger zu wechseln (queer.de berichtete). (cw)



#1 Leon 4Anonym
  • 16.01.2020, 15:00h
  • Das n Betrieb dieser Größenordnung überhaupt glaubt das sowas auf Dauer unentdeckt bleibt... Würde mich ja schon interessieren welche Position hier beschlossen hat falsche Angaben zu machen!
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#2 PetterAnonym
  • 16.01.2020, 16:34h
  • Solche Unternehmen schmücken sich immer wieder gerne damit, wie LGBTI-freundlich sie sind, aber wenn man genau hinsieht, ist das meiste nur Gerede...

    Ist wie bei vielen Parteien, die immer wieder beteuern, auf unserer Seite zu stehen, die dann aber in der praxis doch das genaue Gegenteil tun und homophoben Parteien die Mehrheiten sichern...
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#3 RebeccaProfil
  • 16.01.2020, 18:02hBerlin
  • Hallo,

    ich denke es ist genau wie green-washing, wo sich Firmen als Grüner, imweltfreundlicher, darstellen, als sie sind.

    Und präge daher einen neuen Begriff:

    Rainbow-washing, für Firmen, die sich LGBTI-freundlicher darstellen, als sie sind.
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#4 MichaelThAGAnonym
#5 YannickAnonym
  • 17.01.2020, 10:00h
  • Genauso wie E.ON (und übrigens auch RWE, Vattenfall, & Co) beim Thema Umwelt- und Klimaschautz Greenwashing betreibt, so betreiben sie beim Thema LGBTI Pinkwashing...
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