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Polizeibericht

Berlin: Homophobe Gürtel-Attacke auf Teenager

Ein 16-Jähriger soll am Samstagabend im Berliner Stadtteil Charlottenburg einen 15-Jährigen erst schwulenfeindlich beleidigt und dann angegriffen haben.


Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik (Bild: René Mentschke / flickr)

Ein Jugendlicher soll am Samstagabend in Berlin-Charlottenburg einen anderen Jugendlichen homophob beleidigt und versucht haben, ihn mit einem Gürtel zu schlagen. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntag.

Gegen 19 Uhr wurden laut Polizeibericht Einsatzkräfte in der Hardenbergstraße von mehreren Jugendlichen angesprochen, die angaben, dass ein 16-Jähriger aus einer anderen Gruppe Jugendlicher auf sie zugekommen sein und einen 15-Jährigen homophob beleidigt haben soll. Zudem habe der 16-Jährige versucht den Jüngeren mit einem Gürtel zu schlagen, ihn jedoch nicht getroffen.

Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung

Der 16-Jährige bestritt die Vorwürfe. Die Beamten nahmen die Personalien aller Beteiligten auf und fertigten Strafanzeigen wegen Beleidigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Nähere Angaben zum mutmaßlichen Schläger wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

In Berlin werden anders als in vielen anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw)



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#1 JuIianAnonym
  • 19.01.2020, 12:18h
  • Es ist jetzt Zeit zu handeln; die Politik muss endlich aufwachen und reagieren:

    Wir brauchen jetzt sofort mehr Aufklärung an Schulen, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Unbedingt notwendig ist ein nationaler Aktionsplan gegen homophobe Gewalt.

    Aber auch volle rechtliche Gleichstellung (inkl. Art. 3 GG) ist längst überfällig. Das wirkt nicht so direkt wie obiges, aber indirekt.

    Das wäre ein starkes Zeichen, dass Hass und Diskriminierung von LGBTI in diesem Land nicht mehr geduldet werden. Denn wie will man gesellschaftliche Akzeptanz erwarten, wenn wir nicht mal staatlich voll akzeptiert sind.
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#2 Homonklin_NZAnonym
  • 19.01.2020, 13:15h
  • Das mit dem Gürtel weckt eine ätzende Remnizenz. Leider hat die Person damals getroffen, die Narbe blieb. Warum auch immer, die war entweder duun oder psychisch neben der Kappe, aber den Ort mied ich fortan, das wirkt sich aus, ob man will, oder nicht.

    Die Forderung, dass die Politik endlich aufwachen solle,liest man fast unter jeder solchen oder ähnlichen Meldung. Ich frage mich, ob von der Politik jemals eine Zukenntnisnahme erfolgt. Die leben dann doch in ihrer abgeschotteten Blase eines quasi elitären Gesellschaftsbereichs. Was interessieren sich die schon, wenn es nicht grade um Wahlen oder höher bewertete Kategorien merkmalsbezogener Attacken und Ausgrenzung gibt, wie bei Antisemitismus? Mehrfach-Zugehörigkeit kommt auch mit GLBTIQ* vor, Intersektionalität erhält wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeits-Punkte...

    Beim (Neo)Faschismus hat die Politik in Deutschland bald 30 Jahre vor sich hin geschnarcht, bis sich das Ganze verselbständigte.
    Im Ernst, was wird da von der Politik erwartet? Die da arbeiten, leben noch nicht mal erdnah im Vergleich zu denen, die solchen Angriffen zum Opfer werden, tagtäglich potenzielle Zielscheibe sind. Abgesehen davon, dass das ernsthaft zum Kotzen ist, dass es in einem Land mit so hehren Ansprüchen und andauernden Anmahnungen an Positivdenkerei häufig genug dazu kommt.
    Politik = eingeübte Ignoranzhaltung? Sei zur Frage gestellt, wenn es zu LGBTIQ* betreffender Gewalt kommt.
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