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Kommentare zu:
AfD: "Klassische Familie" wird diskriminiert


#1 JadugharProfil
  • 22.01.2020, 19:22hHamburg
  • Na sicher werden die Personen der klassischen Ehe benachteiligt! Ihnen sind alle Rechte entzogen worden. Demnächst kommen schwere Zuchthaus- oder Gefängnisstrafen für diejenigen, die eine Klassische Ehe eingehen. Heterosexuelle Liebespaare werden angepöpelt und mit Steinen beworfen, die Polizei fertigt Listen an, um sie zu schikanieren oder einzusperren. Geistliche betreiben Hetze und verbreiten Lügen gegen Heterosexuelle, weil sie ihr Treiben als Sünde erklären. Schwule Politiker sitzen überall und hetzen gegen die heterosexuelle Minderheit. Heterosexuelle werden bespitzelt und mit Lockvögeln reingelegt, um sie ins Gefängnis zu bringen, wo an ihnen eine Zwangssterilisation durchgeführt wird. Man therapiert sie Gehirnoperationen und Elektroschocks! Im Alltag werden händchenhaltende Heterosexuelle angefallen und erschlagen, wo die Polizei tatenlos zusieht. Alles was einst den Homosexuellen widerfahren war, kommt nun auf die Heterosexuellen zurück! Als eine Form der höheren Gerechtigkeit!

    Nur das Dumme ist, daß es dem nicht so ist! Sondern das Gegenteil! Alle Menschen werden nach und nach rechtlich gleichgestellt, egal welcher sexuellen Orientierung, Rasse, Herkunft oder Geschlecht sie sind! Es ist noch nicht alles umgesetzt. Doch das ist ausgerechnet das, was die AfD nicht will!
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#2 AnnaAnonym
#3 JadugharProfil
  • 23.01.2020, 01:21hHamburg
  • Antwort auf #2 von Anna
  • Was soll man da schreiben? Ethnie? Das paßt irgendwie nicht! Bei Begriffen wie rassistisch verstehe ich eine Haltung die gegen eine Rasse oder bestimmte äußerliche Merkmale gerichtet ist und bei Ethnien wären analoge Haltungen und Bestrebungen entsprechend fremdenfeindlich oder xenophobisch! Ich denke, das Wort rassistisch, Rasse usw. beschreibt durchaus einen Sachverhalt, der für einen nichtrassistischen Menschen natürlich keine besondere Bedeutung besitzt. Immerhin hat es in Südafrika Apartheit gegeben, wo man bestimmte äußerliche Merkmale zum Anlaß nahm, um Menschen zu schikanieren! Die damit verbundenen Rassenunruhen, sind durchaus Begriffe, die den Sachverhalt genau beschreiben.
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#4 AlexAnonym
  • 23.01.2020, 07:10h
  • Antwort auf #3 von Jadughar
  • Hinter der Formulierung, jemand würde wegen seiner Rasse gleich behandelt oder benachteiligt, steckt ja die Annahme, dass es Rassen gibt. Dem ist nicht so! Das ist aber im Grundgesetz beispielsweise noch nicht angekommen. Rassen sind keine biologische Tatsache, sondern Konstruktionen von Rassist*innen. Schon allein die Vorstellung, es gäbe menschliche Rassen ist im Grunde schon rassistisch. Man kann also durchaus formulieren: Niemand darf aus rassistischen Gründen benachteiligt werden (statt wegen der Rasse).
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#5 Taemin
  • 23.01.2020, 11:31h
  • Was wollt ihr denn alle? Die AfD hat doch recht. Die Heten sind furchtbar fortpflanzungsfaul. Das kann nur eine Maßnahme ändern: die Wiedereinführung des Mutterkreuzes! (Sarkasmusprogramm aus)
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#6 SolanaceaeAnonym
  • 23.01.2020, 11:38h
  • Die argumentative Logik der AFD ist ja die.

    Wenn es ein Förderprogramm für ein LGBTI Projekt gibt, dann wird die "klassische Familie" diskriminiert, weil ja wieder ein Queeres Projekt gefördert wurde, aber Zeitgleich nicht ein "klassisches Familien" Projekt. Also wird LGBTI bevorzugt. (Und somit die "klassische Familie" Diskriminiert)

    Wenn es Geld für ein Integrationsprojekt gibt (oder ein Förderprogramm), dann wird die "klassische Familie" diskriminiert, weil ja "Die Ausländer" Geld und Aufmerksamkeit bekommen, und nicht die "Klassische Familie". (Und somit die "klassische Familie" Diskriminiert)

    Dabei unterstelle ich denen nicht einmal doof genug zu sein um zu sehen dass alle nicht Queere Politik, und alle nicht Migrationsbezogene Politik Politik für "Die Masse" ist, also auch für ihre "klassische Familie".

    Oder etwa doch? Sind sie wirklich nicht in der Lage zu sehen, dass eine Förderung einer Förderbedürftigen Minderheit keine Benachteiligung der "Masse" ist, sondern der Versuch, diese Minderheit auf das "breite Niveau" zu heben und einfach voll zu integrieren? Dass jedes Queere- oder Migrations- Programm einfach der Versuch ist unsere Minderheiten so zu integrieren dass es irgendwann einfach keiner extra Förderung für uns mehr bedarf?
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#7 PurzelweterAnonym
  • 23.01.2020, 11:39h
  • Antwort auf #3 von Jadughar
  • "Rasse" wird in Bezug auf Menschen ca. seit den 1950ern nicht mehr verwendet, weil der Begriff im Humanbereich einfach nicht zutrifft.
    (Das heißt nicht, dass ich dich für einen Rassisiten halte! :-)

    Es wird wohl meistens der Begriff "Herkunft" verwendet, also z.B. Verbot der Diskriminierung aufgrund der Herkunft, denn diese kann ethnisch, sozial, kulturell, geografisch usw. sein.
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#8 Alexander_FAnonym
  • 23.01.2020, 13:34h
  • Antwort auf #6 von Solanaceae
  • Es ist wieder einmal derselbe logische Trugschluss, dem Rechte und Konservative häufig aufsitzen: die Armen erhalten in Suppenküchen und bei den Tafeln einfach so kostenlos zu Essen, während man selbst für das Geld im Supermarkt blechen muss. Und das sei ja wohl ungerecht.
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#9 Miguel53deProfil
  • 23.01.2020, 19:14hOttawa
  • Als ich 13 oder 14 war, begleiteten meine Schwester und ich unsere Eltern zum ersten Mal zu einer Karnevalssitzung. Ich erinnere mich noch an das Motto des ausführenden Karnevalvereins, das er sich real und sichtbar - auf die Fahnen geschrieben hatte:

    Von Zoten frei die Narretei

    Und dann kam ein Büttenredner und sagte unter anderem:

    Also Leute, es gibt ja jetzt Zeitgenossen die davon reden, dass DIE vom anderen Ufer akzeptiert werden sollen. Ist ja gut und schön. Aber wenn das Pflicht wird, dann wander ich aber aus!

    Tätä, Tätä kam der Tusch und ein riesiges Gelächter folgte.

    Irgendwie erinnert mich dieses Getue der AfD daran. Auf dem selben niedrigen Niveau. Dumm. Empathiefrei. Wie eine Zote aus der Vergangenheit. Doch eben auch zutiefst böse.

    Und so einer Partei folgen beinahe 25% der Deutschen. Dieser Antrag und diese 25% Deutschen, das alles ist für mich verstörend. Gerade so, wie dieser Witz es damals war.
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#10 Carsten ACAnonym
  • 25.01.2020, 08:33h
  • Eigentlich sollte man deren Hirngespinste und Verschwörungstheorien gar nicht kommentieren.

    Aber jedem Mensch, der nur ein bisschen logisch denken kann, ist klar, dass man niemandem etwas wegnimmt, wenn man andere Leute gleichstellt.

    Es geht nicht um Besserstellung, sondern um Gleichstellung. Da wird niemand diskriminiert.
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#11 Homonklin_NZAnonym
  • 25.01.2020, 10:36h
  • Dank an Herrn Bretz, der das, was für ganz viel, das von der AfD kommt, haargenau auf den Punkt bringt:

    ""Die AfD versuche wohl, mit eigenartigen Formulierungen, intellektuell zu wirken. "Das ist grandios gescheitert.""

    Wo da Hetero-Kleinfamilien diskriminiert werden sollen, versteh, wer will. Beim Thema Geburtenrate denken die anscheinend auch nicht sehr weit. Vielleicht passt ihnen aber auch die Herkunft der Eltern all der Kinder nicht, die hier geboren werden.

    Etwa, dass von 787 523 der 2018 geborenen Kinder 266 896 von nicht verheirateten Eltern sind, oder 104 887 Kinder eine ausländische Staatsangehörigkeit haben.
    Quelle:

    kurzelinks.de/fy44

    Auch werden mit dieser "klassischen Familie" dann Pflegeltern gar nicht berücksichtigt, oder Leute, die in Kommunen oder in Sippen Kinder haben, wo dann auch nicht unbedingt 1 Mann mit 1 Frau zusammenlebt, um 1 Kind und genau 1 Hammerhai groß zu ziehen.
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#12 Taemin
  • 25.01.2020, 10:36h
  • Antwort auf #9 von Miguel53de
  • Eine ähnliche Zote verkündete der damalige Stuttgarter (!) OB Rommel (der sich ausgerechnet als Sohn des gleichnamigen Nazi-Feldmarschalls nicht von der Ausgrenzung und Lächerlichmachung einer verfolgten Minderheit freimachen wollte), indem er tönte, früher sei Homosexuelität verboten gewesen, jetzt sei sie erlaubt und bald werde sie Pflicht.
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#13 Taemin
  • 25.01.2020, 10:47h
  • Antwort auf #6 von Solanaceae
  • Genau genommen führt die AfD nur die Politik der CDU fort. Als der Landtag Rheinland-Pfalz endlich die Umsetzung des Lebenspartnerschaftsgesetzes im Landesrecht beschloss, d.h. die landesrechtlichen Benachteiligungen verpartnerter Paare gegenüber verheirateten abschaffte, beantragte die CDU, die Landesregierung zur Erstellung eines Berichts zu verpflichten, aus dem hervorgehen sollte, welche finanziellen Verluste und sonstigen Nachteile Hetero-Paare und ihre Kinder erleiden dadurch, dass Schwule und Lesben nicht mehr von paar- und familienbezogenen Leistungen ausgegrenzt werden. Man muss sich hin und wieder mal klar machen, wie nah CDU und AfD in machen politischen Fragen einander stehen und wie leicht es sein kann, bei Konzentration auf solche Schwerpunkte einen Koalitionsvertrag zu schließen. Gegenwärtig lehnt die CDU AfD-Anträge heftig ab, auch wenn sie gegen Schwule und Lesben gerichtet sind. Aber das kann sich schnell ändern. Parteien kennen keine Moral und haben keinen Charakter. Denken wir an die FDP, die 1980 mit der Forderung nach Abschaffung des § 175 in den Wahlkampf gezogen war und genau einen solchen Antrag der Grünen ablehnte, als die ihn später in den 80ern stellten.
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#14 TheDadProfil
  • 26.01.2020, 15:03hHannover
  • Antwort auf #4 von Alex
  • ""Hinter der Formulierung, jemand würde wegen seiner Rasse gleich behandelt oder benachteiligt, steckt ja die Annahme, dass es Rassen gibt. Dem ist nicht so!""..

    Das stimmt..
    Trotzdem steht der Begriff immer noch in unserem Grundgesetz UND in der Formulierung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte drin..

    "Jadughar" hat dann auch dargelegt warum man sich diesem Begriff nicht wirklich entziehen kann und darf, und das OHNE sich den Vorwurf gefallen lassen zu müssen hier etwa mit dem "Terminus der AFD" zu agieren..
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#15 Taemin
  • 27.01.2020, 09:17h
  • Antwort auf #14 von TheDad
  • Man schafft ein Problem nicht aus der Welt und man stellt sich ihm nicht, indem man Eiertänze um Wörter und Bezeichnungen aufführt. Inzwischen ist selbst das schlichte Wort "Jude" zum Schimpfwort geworden und Leisetreter wählen statt seiner Umschreibungen wie "Menschen mosaischen Glaubens", wobei sie damit sogar noch den Tatbestand verfälschen und ihn von der rassistischen Ebene auf die bloßer Konkurrenz zwischen den Glaubensgemeinschaften verschieben.
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#16 TheDadProfil
  • 27.01.2020, 10:11hHannover
  • Antwort auf #15 von Taemin
  • Das stimmt..

    Zu meiner Verteidigung muß ich hier gestehen, ich schreibe dann auch über "jüdische Menschen" oder "muslimische Menschen", weil mir die Begriffe "Jude" oder "Moslem" seit Jahrzehnten zu negativ besetzt sind..
    Vor allem wenn man alte Wochenschauen in Dokumentationen über die Nazi-Zeit sieht fällt einem immer wieder auf wie der Begriff "Jude" als rassistischer Begriff Verwendung fand..

    Und dann sind "jüdische Menschen" für mich nicht nur gleichbedeutend mit "Gläubigen", sondern auch mit den Menschen mit entsprechenden Vorfahren, was insbesondere in Diskussionen um Israel immer wieder vernachlässigt wird, denn dort leben nicht nur "jüdische Menschen", sondern auch jede Menge Menschen mit arabischen Wurzeln..

    Schlimmer noch empfinde ich aber die Verwaschung über Sammelbegriffe wie "Afrikaner" oder "Asiaten", die die einzelnen Ethnien einfach ausblenden, denn auch der "Jude" ist "Asiate", und der "Afrikaner" kann europäische Vorfahren haben, das Bild im Kopf zeigt aber Menschen mit dunkler Hautfarbe, Hunger leidend oder unterernährt in "bräunlichem" Ton, denn mit Afrika verbinden sehr viele nur Äthiopien oder die Sahel-Zone, die Ägypter und die vielen Gruppen der Berber in den Nordafrikanischen Ländern des "Maghreb" finden dort gar nicht mehr statt..

    Insgesamt kommt es aber hier vor allem auf den Kontext in der Verwendung statt, und so macht es sich auch nicht wirklich gut, die Begriffe wie sie in offiziellen Dokumenten wie dem Grundgesetz stehen einfach beim Sprechen "auszutauschen" um sich nicht in die Bredouille zu bringen einen "falschen Terminus" zu nutzen..

    Hier muß dann auch eine breite Diskussion darum geführt werden Dokumente wie das Grundgesetz endlich mal in eine "aktuelle Sprache" zu übersetzen, sie sowohl Gender-Neutral als auch Inklusiv zu formulieren, überkommene Begriffe wie "Rasse" daraus zu entfernen und durch "Ethnie" zu ersetzen, und dann noch alle "Gottesbezüge" daraus zu entfernen, denn die "Bevölkerung" der BRD hat keine "Verantwortung" vor irgendeinem "Gott", sondern nur vor sich selbst, und ist deshalb dann auch nicht von einem "Willen beseelt" als "gleichberechtigtes Glied"
    ""in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen""..

    Schon die Präambel bietet den Radikalen der "AFD" die Stirn, wenn auch in gesteltzter Sprache, denn erinnern wir uns, diese "AFD" war 2013 dazu angetreten die BRD aus dem Euro, und damit verbunden wahrscheinlich auch aus der EU zu bringen indem man den Zusammenbruch der EU riskierte..

    Nein, diese Bevölkerung der BRD hat ein Grundgesetz welches dann in etwa so anfangen kann :

    "Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor den Menschenrechten hat sich die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland Kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt als Potentat dieses Grundgesetz gegeben, und damit den festem Vorsatz gefasst als gleichberechtigte Gesellschaft welche als Teil eines vereinten Europa agiert, zusammen mit den anderen staatlichen Gesellschaften dem Frieden in der Welt zu dienen."..
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