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Keine Faschingsauftritte

AKK dieses Jahr nicht närrisch

Nachdem ihr als niederträchtig empfundender "Witz" über Intersexuelle letztes Jahr für Empörung gesorgt hatte, will CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Karnevalssession 2020 auslassen.


Beim "Stockacher Narrengericht" hatte AKK vor elf Monaten über Intersexuelle gespottet – und musste dafür viel Kritik einstecken (Bild: SWR)

Die CDU-Bundesvorsitzende und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird in den nächsten Wochen dem Karneval fernbleiben. "Frau Kramp-Karrenbauer hat in dieser Session keine Auftritte im Karneval geplant", teilte die CDU am Mittwoch auf Anfrage des Nachrichtenportals "watson" mit. Konkrete Gründe für das Fernbleiben nannte die Partei bislang nicht.

Freilich wird spekuliert, dass die Absage mit einem Auftritt aus dem letzten Jahr zusammenhängen könnte: Kramp-Karrenbauer hatte am 28. Februar 2019 auf dem "Stockacher Narrengericht" in Baden-Württemberg mit einem Witz auf Kosten von intergeschlechtlichen Menschen für Empörung gesorgt (queer.de berichtete).

Die saarländische Politikerin hatte damals erklärt, "Toiletten für das dritte Geschlecht" seien "für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür – dazwischen – ist diese Toilette". Für den "Scherz" wurde die CDU-Chefin von anderen Parteien sowie den Lesben und Schwulen in der Union scharf kritisiert, während sie selbst die Äußerungen mehrfach trotzig verteidigte (queer.de berichtete). Sogar ihre Umfragewerte brachen kurz nach der Debatte ein (queer.de berichtete). Unterstützung für AKK kam dagegen aus der AfD; der Brandenburger AfD-Landesvorsitzende Andreas Kalbitz verteidigte sie etwa gegen eine "mediale Minderheitendiktatur" (queer.de berichtete).

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AKK ist Sonderbotschafterin für Kulturgut Karneval

Die Absage kommt umso überraschender, da die Ministerin erst im September 2019 vom Bund Deutscher Karneval (BDK) zur Sonderbotschafterin für das Kulturgut Fasching/Fastnacht/Karneval ernannt worden war (queer.de berichtete). Die saarländische Politikerin tritt seit 2009 regelmäßig als Putzfrau Gretel mit Kittelschürze und Kehrbesen auf. (dk)



#1 AlexAnonym
#2 Ralph
  • 23.01.2020, 11:11h
  • Interessant, dass diese Verlautbarung nicht von AKK selbst oder aus einem Karnevalsverein oder -verband kommt, sondern von der CDU. Das wirkt schon sehr als parteipolitisch veranlasste Notbremsung. Wie auch immer - mit AKK ist ohnehin ganzjährig Karneval. Zählen wir mal auf, was es seit ihrer Kür zur CDU-Vorsitzenden so alles gegeben hat: uneinsichtige Gegnerschaft zur Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben, ja Verleumdung solcher Gleichstellung als Angriff auf die Grundfesten der Gesellschaftsordnung; Verhöhnung zwischengeschlechtlicher Menschen als Witzfiguren; Forderung nach Zensur im Internet zur Vermeidung unliebsamer Kritik an der CDU; Vorschlag zum Bau eines Flugzeugträgers; Pläne zum Eingreifen in die Kriege in Mali, Syrien und Libyen; Forderung nach Wiedereinführung des Arbeitsdienstes... Sicher hab ich irgendwas vergessen, aber auch das Zitierte ist ja schon genug an Irrsinn. Vielleicht will die CDU auch nur vermeiden, dass AKKs ernstgemeinte Vorschläge (siehe oben) als misslungene Karnevalsgags missverstanden werden. Im Übrigen: Man bedenke, dass der Letzte, der Deutsche in einen Krieg im Orient gejagt hat, Wilhelm II war, und dass der Letzte unter dem ein Flugzeigträger gebaut wurde und unter dem ein Arbeitsdienst bestand, Adolf Hitler hieß. Wir sind heutzutage ja viel gewohnt, aber dass eine Partei sich eine Vorsitzende leistet, die so tief in den Müllhaufen der Geschichte greift, um von dort ihre politischen Vorhaben zu holen, müsste doch eigentlich Schiockwellen durch Deutschland treiben. Seltsamerweise bleibt dieser kollektive Schock aus. Der Zentralrat der Juden hat bereits einen Punkt gesetzt, zu dem er alle Juden auffordern wird, das Land zu verlassen: den Eintritt der AfD in eine Regierung. Ich fürchte stark, da wird die wahre Gefahr verkannt.
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#3 Rechtsaußen-WatchAnonym
  • 23.01.2020, 11:11h
  • Das kann ja nur bedeuten, dass sie ihren Fehler vom letzten Jahr nicht einsieht und jetzt einfach Angst hat, noch mal entlarvt zu werden, weil sie das sagt, was sie so meint.
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#4 manesAnonym
  • 23.01.2020, 11:20h
  • Das ist ja auch nicht nötig,
    ist sie doch schon im "normalen" Leben Närrin genug.
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#5 zundermxeAnonym
  • 23.01.2020, 11:58h
  • Vorschlag an die Karnevals-Wagenbauer:
    zimmert nen Wagen als Flugzeugträger und packt AKK drauf auf einer Rakete reitend und jeder Hand eine weitere Rakete. Auf den Raketen jeweils eine Friedenstaube mit Glubschaugen und den Namen einer der Länder, die sie damit beglücken will. Auf den Flugzeugträger schreibt ihr dann wahlweise Friedensschiff oder Sea-Watch-reloaded sponsered by Rheinmetall oder anderen.
    Den vergammelten Blauhelm legt ihr umgekehrt und somit ungenutzt neben der Figur.
    Im Bug des Flugzeugträgers ist ein sinkendes Flüchtlingsboot zu erkennen und im Fahrwasser Schiffbrüchige.
    Die Bemerkung Sektsteuerpflichtig könnte auch noch passen.

    Ups - vieeel zu bissig, geschichtlich rückwärtsgewandt und politisch...

    Ist jedoch auch nicht unwahrscheinlich, dass AKK selbst noch aktuellere Vorlagen liefert. In ihrer Eigenschaft als offiziell ernannte Humor- und Witzeschmiede.
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#6 RetroGayProfil
#7 MandorallenEhemaliges Profil
  • 23.01.2020, 14:16h
  • Also wenn hier seitens der CDU tatsächlich weiterer Schaden verhindert werden soll, dann wäre die logische und richtige Konsequenz, AKK dazu zu bringen, von allen Ämtern zurückzutreten und ins saarländische Exil zu gehen.
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#8 WatcherAnonym
  • 23.01.2020, 15:12h
  • Für AKK könnte Friedrich Merz in die Bütt.
    Der will ja eh ihren Posten.
    Da kann er mit ihrem Posten in der Bütt anfangen.
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#9 Gisela GuppenreuthAnonym
  • 23.01.2020, 22:49h
  • Diese Mischung aus Sams und saarländischer Putze kriegt den Aufkleber: AKK? nein danke! next please!!
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#10 Alexander_FAnonym
  • 24.01.2020, 02:18h
  • In Bayern dad ma da nur sogn: die is oiwei so narrisch, na brachts koa Kappen ned und a koan Fasching.
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