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Bioethik-Reform

Frankreichs Senat billigt Ausweitung künstlicher Befruchtung

Der Senat hat zugestimmt, auch Lesben und unverheirateten Frauen Zugang zur Kinderwunschbehandlung zu geben – die Kosten sollen die Frauen aber in den meisten Fällen selbst tragen.


Präsident Macron will das Bioethik-Gesetz in Frankreich modernisieren

Die Legalisierung der künstlichen Befruchtung auch für lesbische Paare und unverheiratete Frauen hat in Frankreich eine wichtige Hürde genommen. Der von der Opposition dominierte Senat stimmte am späten Mittwochabend einem entsprechenden Artikel zu, der Teil eines neuen Bioethikgesetzes ist. 160 Senatoren des Oberhauses des französischen Parlaments sprachen sich dafür aus, 116 dagegen. Im Senat stellt Präsident Emmanuel Macrons Partei LREM nur 21 von 348 Parlamentariern.

Der Senat schränkte das Gesetz jedoch ein: Die Kammer will die Rückerstattung der Kosten durch die Sozialversicherung auf Fälle beschränken, in denen eine medizinische Notwendigkeit besteht. Das würde lesbische Paare und alleinstehende Frauen von der Kostenerstattung größtenteils ausschließen. Nach Vorstellung von Gesundheitsministerin Agnès Buzyn sollten die Kosten für künstliche Befruchtung eigentlich für alle Frauen von der Sozialversicherung getragen werden.

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Reform war ein Versprechen Macrons

Bisher ist die künstliche Befruchtung nur heterosexuellen Paaren erlaubt, die keine Kinder zeugen können. Die Reform war ein großes Versprechen von Präsident Macron. Gegen sie gibt es viel Kritik von katholischen Verbänden und Politikern aus dem rechten Spektrum.

Am 4. Februar will der Senat nun über den gesamten Gesetzestext abstimmen, danach geht er wieder zurück in die Nationalversammlung. Diese hatte ihn bereits im vergangenen Herbst gebilligt (queer.de berichtete).

Gegen die Gesetzesreform waren vergangenen Sonntag tausende Menschen in Paris auf die Straße gegangen. Zum Protest aufgerufen hatte das LGBTI-feindliche Bündnis "La Manif pour tous" (queer.de berichtete). Laut Umfragen spricht sich allerdings eine große Mehrheit der Franzosen für die Bioethik-Reform aus. (dpa/dk)



#1 56James35Anonym
  • 24.01.2020, 11:42h
  • Als Franzose kann ich nur sagen : Schande über den französischen Senat ! Wundern sollte man sich jedoch nicht, denn der Senat wird von alten Herren beherrscht. Das Wort "Senat" stammt nâmlich aus dem Lateinischen "senex" und bedeutet "alt". Diese Entscheidung zeigt, wie lesbophob der französische Senat ist. Die Entscheidung zeigt, dass Frankreich ein rückständiges Land ist.
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