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Kommentare zu:
Versuchte Vergewaltigung? Schwere Vorwürfe gegen Alt-Bischof


#11 WatcherAnonym
  • 25.01.2020, 18:41h
  • Antwort auf #9 von AndreasKA
  • "Da die Kirchen aber ihre Angelegenheiten selbständig ordnen und verwalten sollen (s.o.) ist es mir nicht einsichtig, warum der Staat hier für die Kirchen die Steuern eintreibt."

    Tja und da kommt das Reichskonkordat ins Spiel.
    Das Reichskonkordat war mit Art. 123 Absatz 2 GG implizit anerkannt, ohne dass man es aufzuführen brauchte.
    Im Konkordatsurteil vom 26. März 1957 stellte das Bundesverfassungsgericht fest ,dass das Konkordat nach wie vor fort bestehe und die Bundesrepublik binde.Und im Reichskonkordat wird die Steuer geregelt und zwar
    im Artikel 13: Unmittelbarer Einbehalt der Kirchensteuer .
    Und Artikel 18 Staatsleistungen an die Kirche können nur im freundschaftlichen Einvernehmen abgeschafft werden.
    Ich frag einfach mal,ob die Antwort ausreicht ?
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#12 AndreasKAProfil
#13 Miguel53deProfil
  • 25.01.2020, 19:04hOttawa
  • Antwort auf #8 von Watcher
  • Die Aussage, die Kirche stehe außerhalb des Grubdgesetzes ist dennoch nicht so ganz von der Hand zu weisen.

    Es mag schon sein, dass katholische Einrichtungen ihre eigenen Arbeitsrechte haben dürfen. Nun ist es aber so, dass sie dazu auch wirklich kirchliche Einrichtungen sein sollten.

    Ob katholische Krankenhäuser oder Schulen. Alle diese Einrichtungen werden nur zu einem winzigen Bruchteil von der RKK finanziert. Das müsste eigentlich bedeuten, dass es sich in Wirklichkeit um staatliche Einrichtungen handelt. Lediglich der Titel ist gegen ein Kleingeld für Katholisch gekauft. Deshalb ist es zumeist ein schlechter Scherz, dass nicht das weltliche, sondern das katholische Arbeitsrecht gilt. Weswegen dann einer lesbischen Putzfrau oder einem geschiedenen Oberarzt gekündigt werden darf.

    Und was die staatliche Finanzierung der Kirchen angeht. Das Konkordat mit dem Vatikan und Deutschland ist unter dem lieben Adolf abgeschlossen worden. Da hatte der Papst Angst, seine Einkünfte und Privilegien aus und in Deutschland würden verloren gehen. Dafür hat man dann auch gern und relativ durchgängig zu Mord und Totschlag im 3. Reich geschwiegen. Oder sogar den Führer gepriesen und seine Waffen gesegnet.

    Ich bin mir sicher, jeder Politiker weiß, dass sowohl die Finanzierung wie auch das Arbeitsrecht längst at Acta gelegt werden müssten. Denn jeder deutsche Steuerzahler, also auch derjenige, der wie ich längst aus der Kirche ausgetreten ist, finanziert diese Christen mit. Es gibt keinen Grund mehr, diese Millionen weiter in eine Organisation zu pumpen, die sich dem staatlichen Recht nur zu gern entzieht.

    Nur traut sich niemand daran, denn obwohl die Zahl der Mitglieder immer kleiner wird. Der Einfluss und der lange Arm sind immer noch groß, bzw. reicht immer noch weit.

    Doch während die RKK beim Missbrauchskandal sehr schweigsam und zurückhaltend ist, spielt sie sich nach wie vor laut und mächtig als moralische Instanz auf. Ob national oder international. Nur, um dann wieder still zu werden, wenn es um den ansteigenden Antisemitismus und Rassismus geht.

    So interessant Ihre Beiträge auch sind und gar nicht so falsch, um eine breite Diskussion auszulösen. So sehr werfen sie doch auch Fragen auf. Ob nämlich hier nicht die RKK ganz bewusst jemanden eingeschleust hat, der sich systematisch durch das Internet liest und mit seriösen Beiträgen gegenhält, um Unruhe zu stiften.

    Ich vermute stark das letztere.
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#14 MandorallenEhemaliges Profil
  • 25.01.2020, 19:33h
  • Bevor ich überhaupt dazu käme, das Arbeitsrecht oder Artikel 3, gleiche Rechte von Mann und Frau oder das Kirchenasyl oder die Kirchensteuer oder die systematische Vertuschung von Straftaten wie Vergewaltigung ohne Strafverfolgung zu bearbeiten, würde ich schon bei Artikel 1 GG hängen bleiben.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Denn die Kirche etikettiert ganze Bevölkerungsgruppen als Sünder, was an sich schon schlimm genug wäre, lässt aufgrunddessen aber auch Taten folgen. Verwehrt beispielsweise deshalb Geschiedenen Paaren die Sakramente.

    Nun muss man wissen, das laut kircheneigener Definition ein Sünder ein unvollkommener Mensch mit falscher Lebensweise ist, der von Gott getrennt ist. Da ebenfalls laut kirchlicher Defintion die Würde von Gott gegeben wird, heißt das nichts anderes, als folgendes:

    Wir sind fehler-, bzw. mangelhafte Menschen ohne Würde.
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#15 WatcherAnonym
  • 25.01.2020, 19:51h
  • Antwort auf #13 von Miguel53de
  • "Ob nämlich hier nicht die RKK ganz bewusst jemanden eingeschleust hat
    Ich vermute stark das letztere."

    Nur weil Du Dich nicht mit der Geschichte der Kirche in Deutschland auskennst, unterstelle nicht anderen etwas. Du musst nicht andere beleidigen, nur weil sie nicht Deiner Meinung sind.
    Und wenn Du mal gesehen hättest ,was ich bei welchen Themen gepostet habe,würde sich diese schwachsinnige Behauptung erübrigen.
    Aber so kann man auch vom Thema ablenken,indem man einfach Lü...., Fakenews in die Welt setzt.
    Aber bitte ,das kann ich auch :
    ich behaupte jetzt einfach ,dass dies ein mieser Versuch ist ,Fachwissen in Misskredit zu bringen,indem man über den Kommentator Fakenews in Umlauf bringt.
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#16 WatcherAnonym
#17 Alexander_FAnonym
  • 25.01.2020, 23:15h
  • Antwort auf #15 von Watcher
  • Dass du ein Fürsprecher für die katholische Kirche bist, steht jedenfalls völlig außer Frage. Und angesichts von deren Reichtum stellt sich die Frage danach, ob du ein bezahlter Fürsprecher bist, ganz von selbst.

    Und auch wenn du formaljuristisch Recht hast (was für einen Beigeschmack das Wort "formaljuristisch" unter Juristen hat, lassen wir mal dahingestellt), bleibt schlicht die Frage, weshalb eine Organisation, die längst keine breite Bevölkerungsmehrheit mehr präsentiert, deren Weltanschauung allgemein höchst fragwürdig ist, die nachweislich nicht nur im Kleinen, wie hier bei dieser Vergewaltigung, sondern auch in ganz großem Stil abscheulichste Verbrechen auf dem Kerbholz hat, die sich nachweislich historisch gesehen immer auf die Seite der Tyrannei und des Rückschrits gestellt hat und dann oft noch die Dreistigkeit hat, zu behaupten, der demokratische Staat, den sie stets bekämpft hat, sei auf ihrem Mist gewachsen , allen Ernstes das Recht haben sollte, sich von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen und ihre Ansichten anderen aufzuzwingen.

    Wahrscheinlich würde dir erst dann ein Licht aufgehen, wenn mit derselben Argumentation, die die katholische Kirche seit Jahren anwendet, muslimische Arbeitgeber Schariarecht anwenden und ihre Mitarbeiter auspeitschen würden. Oder wenn ein Hindu legal eine Witwenverbrennung durchführen darf oder Betrugsfälle durch Scientology auch nicht mehr verfolgt würden. Denn schließlich können sich Körperschaften ja völlig grundgesetzkonform ihre eigenen Gesetze schaffen, nicht wahr? Warum sollen das also nur zwei Religionsgemeinschaften dürfen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#18 SchlummertrunkAnonym
  • 26.01.2020, 08:39h
  • Ganz doll. Dem Jung eine Art Valium reinzuschütten, damit der fügsdam wird. Ähnlich wie bei den K.O. Tropfengebern
    Religion und Medizinstudent. Unheilvolle Verbindung.

    ZURR8
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#19 AnmerkungAnonym
#20 AndreasKAProfil
  • 26.01.2020, 10:26hKarlsruhe
  • Antwort auf #11 von Watcher
  • Wie schon andere hier ausgeführt haben, ist das Reichskonkordat von 1933 (also sehr früh nach Hitlers Machtantritt!) ein höchst umstrittener Pakt, der zwischen dem Vatikan bzw. der RKK und dem Hitlerregime ausgehandelt wurde - und zwar unter den Regeln des Ermächtigungsgesetztes und nicht nach der Regelung der Verfassung der Weimarer Republik.
    Das Ermächtigungsgesetz kam zustande, weil die Zentrumspartei, die vornehmlich kirchliche-katholische Anhänger hat, diesem zugestimmt hat. Inwieweit da Kalkül eine Rolle spielte, ein für die Kirche günstiges Konkordat herauszuholen ist allerdings schwer nachzuweisen ...

    Eine Bestimmung, dass der Staat die Steuern nach diesem Konkordat einziehen würde, habe ich nicht finden können. Aber das ist zumindest eine Weile während der Nazi-Herrschaft so gelaufen. Ab 1935 werden auf den Lohnsteuerkarten Konfessionszugehörigkeiten eingetragen. In diesem Fahrwasser ist seither offenbar auch die Evangelische Kirche mitgeschippert.
    Eine solche Amtshilfe des Staates widerspricht übrigens dem Grundgesetzesansinnen, dass niemand seine religiöse (oder nicht-religiöse) Haltung offen legen muss.

    Das Reichskonkordat wurde implizit mit anderen Staatsverträgen durch die junge Bundesrepublik anerkannt. Das stimmt.

    Der Einzug der Kirchensteuern durch den Staat wurde zwischenzeitlich kurz unterbrochen, ist aber für die großen Kirchen mittlerweile Usus. Bisher hat keine Regierung das mit hinreichenden Konsequenzen hinterfragt oder ist dagegen angegangen.

    Gleiches gilt für das freundschaftliche Regeln der Ablösung der Staatsleistungen.

    Das Konkordat sagt jedoch lediglich, dass es eine freundschaftlich-einvernehmliche Ablösung geben soll. Vom Auftrag, die Staatsleistungen abzulösen entbindet es nicht.
    Und freundschaftlich-einvernehmlich heißt auch nicht, dass einer auf stur schaltet und blockiert, wenn ein anderer etwas möchte ... nur fehlt den Volksvertretern im Parlament eben dieser Wille.

    Ich verstehe das Ganze so:
    Die Kirchen befinden sich durchaus auf dem Boden des GG in Sachen Steuereintreibung und Ablösung der Staatsleistungen. Doch es gibt Aufträge bzw. m.E. eingeschliffene Gewohnheiten dabei, die bisher keine Regierung bzw. keine Mehrheit im Parlament so thematisiert hat, dass daran gerüttelt wird.
    Unser GG ist nach säkular ausgerichtet und es wäre kein Verstoß gegen das GG, die Praktiken der Kirchenfinanzierung entsprechend zu ändern - im Gegenteil: Die säkulare Ausrichtung würde dadurch nur gestärkt. Säkular, also ohne Kirchenzugehörigkeit, leben übrigens deutlich mehr als ein Drittel der Menschen unserer Gesellschaft. Die Frage ist hier eher, wie diese gesellschaftlich höchst relevante Gruppe dafür mobilisiert werden kann.

    Kurz noch das Thema verschiedene Arbeitsrechte: Hier kommen bereits auf europäischer Ebene Urteile zusammen, die ein Sonderrecht für Kirchen in Frage stellen.
    M.E. ist ein unterschiedliches Arbeitsrecht ein Verstoß gegen das GG, der nicht durch die Gewährung des Selbstregelns eigener Angelegenheiten gedeckt wird.
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