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Homophobe Gewalt

Österreich: Schwules Paar nach Angriff allein gelassen

An einem Würstchenstand in Klagenfurt kam es am frühen Samstagmorgen zu einem homophoben Übergriff. Keiner der umstehenden Menschen griff ein, die Polizei nahm die beiden Opfer nicht ernst.


Queer Klagenfurt forderte die Polizei auf, den Vorfall als homophoben Angriff zu klassifizieren

In der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt kam es am frühen Samstagmorgen zu einem homophoben Angriff auf ein schwules Paar. Den Vorfall machte das Bündnis Queer Klagenfurt am Mittag in einem Facebook-Post öffentlich.

Demnach standen die beiden Opfer gegen vier Uhr Arm in Arm an einem Würstchenstand am Heuplatz vor den City Arkaden, als eine Gruppe von etwa fünf jungen Männern begann, sie mit Essen zu bewerfen und homophob zu beleidigen. Da es keine Eskalation der Situation wollte, ging das Paar um die Ecke, doch die jungen Männer kamen ihm hinterher und schlugen nun auch zu. Dabei ging mindestens einer der Angegriffenen zu Boden.

Solidarität statt Weggucken und Leugnen gefordert

Laut Queer Klagenfurt eilte kein einziger der umstehenden Menschen den schwulen Männern zu Hilfe. Auch ihrer mehrfachen Bitte, die Polizei zu rufen, seien hinzugekommene Passanten nicht nachgekommen. Schließlich konnten die angegriffenen Männer selbst den Notruf wählen.

Als die Polizei eintraf, waren die schwulenfeindlichen Angreifer noch vor Ort. Die Beamten nahmen zwar die Personalien aller Beteiligten auf, hätten sich laut Queer Klagenfurt jedoch äußerst unsensibel verhalten: "Leider hat die Polizei die Situation vor Ort falsch eingeschätzt und zu den Opfern des Angriffs gesagt: 'Es gibt immer zwei Seiten' bei einem Raufhandel."

"Wir fordern die Polizei auf, den Vorfall als homophoben Angriff zu klassifizieren", kritisierte das Bündnis in seinem Facebook-Post. Statt Weggucken und Leugnen sei Solidarität gefragt: "Wie rufen dazu auf, diesen Vorfall zu teilen. Diskriminierung, Homophobie und Angriffe, als auch die Angst vor Angriffen, sind immer noch Teil der Lebensrealität queerer Menschen." Zeugen des Angriffs am Heuplatz werden gebeten, sich bei Queer Klagenfurt zu melden. (cw)

HOMOPHOBER ANGRIFF AUF 2 SCHWULE MÄNNER VERGANGENE NACHT AM HEUPLATZ IN KLAGENFURT Am frühen Morgen des 25.01.2020…

Gepostet von Queer Klagenfurt am Samstag, 25. Januar 2020
Facebook / Queer Klagenfurt



#1 MandorallenEhemaliges Profil
  • 25.01.2020, 14:20h
  • Die Polizei, dein Freund und Helfer. Da es in Österreich offenbar "immer" zwei Seiten gibt, bei einem "Raufhandel" (krankes Wort!) übersetze ich das mal für den aktuellen Fall:

    Ihr seid ja selbst schuld, denn hättet ihr euch nicht durch eure Zuneigung öffentlich sichtbar als schwul geoutet und so durch eure Existenz die Gruppe auf ekelerregende Weise provoziert, hätten sie sich nicht genötigt gefühlt, euch schlagen zu müssen.
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#2 AnonymAnonym
  • 25.01.2020, 14:42h
  • Das mit den "zwei Seiten" kommt mir bekannt vor. Mit 17 wurde ich von 4 Mitschülern ganz klar homophob überfallen - weil ich nicht mitgegangen war, um "Weiber aufzureißen" (so wörtlich), und habe eine schwere Posttraumatische Belastungsstörung davongetragen.

    Mein Psychotherapeut meinte dann Jahrzehnte später, "Naja, Sie waren doch selbst für diesen Angriff verantwortlich. Sie waren immerhin anders."

    Wenn schon aus Sicht von Psychotherapeuten Anderssein dafür ausreicht, überfallen zu werden, und das dann auch OK ist, wundert mich das bei der Polizei natürlich überhaupt nicht.

    Ich habe die Therapie übrigens kurz danach abgebrochen. Was zu viel ist, ist zu viel.
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#3 AlexAnonym
  • 25.01.2020, 15:00h
  • "Keiner der umstehenden Menschen griff ein, die Polizei nahm die beiden Opfer nicht ernst."

    Nicht nur Aggressivität und Gewaltbereitschaft nehmen immer weiter zu. Auch die Verrohung der Gesellschaft wird immer schlimmer.

    Wo soll das noch alles hinführen?

    Und wieso können die angeblich am höchsten entwickelten Lebewesen nicht einfach in Frieden miteinander leben und jeden sein Leben leben lassen statt sich gegenseitig die Köppe einzuschlagen?!
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#4 JadugharProfil
  • 25.01.2020, 15:42hHamburg
  • Antwort auf #3 von Alex
  • "Und wieso können die angeblich am höchsten entwickelten Lebewesen nicht einfach in Frieden miteinander leben und jeden sein Leben leben lassen statt sich gegenseitig die Köppe einzuschlagen?!"

    Weil schon von Kindesbeinen einem eingehämmert wird, was gut und schlecht ist. Daraus formt sich ein Weltbild. Danach erklären sich nur wenige bereit, das Eingehämmerte zu hinterfragen. Zu unangenehm ist der Zerfall eines klein karierten Weltbildes, zugunsten eines umfassenderen Horizonts.
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#5 matthias2342Anonym
  • 25.01.2020, 18:09h
  • Antwort auf #1 von Mandorallen
  • Warum ist es verboten seine zuneigung füreinander zu zeigen hetero paare dürfen das schließlich auch darf ich jetzt das nächste paar aus mann und frau zusammen schlagen und sagen ach ich habe mcih durrch ihre zuneigung provoziert gefühlt?
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#6 marcocharlottenburgAnonym
#7 MandorallenEhemaliges Profil
  • 25.01.2020, 19:07h
  • Antwort auf #5 von matthias2342
  • Also wenn das eine ernstgemeinte Frage als Antwort auf meinen Kommentar ist, hast du ihn nicht verstanden.

    Antwort: Selbstverständlich nicht! Ich habe versucht, die Aussage der Polizei auf sarkastische Weise zu übersetzen. Denn wer sagt, dass an einer Schlägerei immer zwei Parteien Schuld haben, dann stellt sich doch die Frage, was die Schuld dieses konkreten schwulen Paares sein soll, die Arm in Arm am Würstchenstand standen, bevor sie erst beleidigt und dann geschlagen wurden.

    Ich fürchte, dass das was ich in #1 geschrieben habe, dass ist, was die Polizei eigentlich sagen wollte, aber sich nicht traute.
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#8 Leon 4Anonym
  • 25.01.2020, 21:33h
  • Grad mal gegoogelt, die einzige (!) Quelle dieses Vorfalls ist eben dieser Facebook Post von queer klagenfurt, aber da gibt's auch null weiterführende links oder Quellen des Vorfalls oder wie sie auf diesen Vorfall aufmerksam wurden...

    Nix, nada... Nur ein Facebook post....

    @queer.de, habt ihr noch links oä?
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#9 Runterspieler-WatchAnonym
#10 IngorandAnonym
  • 26.01.2020, 08:13h
  • Antwort auf #8 von Leon 4
  • Na wenn das niemand ernst nahm, wurde darüber vermutlich auch nirgends offiziell berichtet. Die Zeitungen schreiben lieber, welchen neuen Nagellack irgend ein Starlet sich aufträgt.
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