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Kommentare zu:
Österreich: Schwules Paar nach Angriff allein gelassen


#1 MandorallenEhemaliges Profil
  • 25.01.2020, 14:20h
  • Die Polizei, dein Freund und Helfer. Da es in Österreich offenbar "immer" zwei Seiten gibt, bei einem "Raufhandel" (krankes Wort!) übersetze ich das mal für den aktuellen Fall:

    Ihr seid ja selbst schuld, denn hättet ihr euch nicht durch eure Zuneigung öffentlich sichtbar als schwul geoutet und so durch eure Existenz die Gruppe auf ekelerregende Weise provoziert, hätten sie sich nicht genötigt gefühlt, euch schlagen zu müssen.
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#2 AnonymAnonym
  • 25.01.2020, 14:42h
  • Das mit den "zwei Seiten" kommt mir bekannt vor. Mit 17 wurde ich von 4 Mitschülern ganz klar homophob überfallen - weil ich nicht mitgegangen war, um "Weiber aufzureißen" (so wörtlich), und habe eine schwere Posttraumatische Belastungsstörung davongetragen.

    Mein Psychotherapeut meinte dann Jahrzehnte später, "Naja, Sie waren doch selbst für diesen Angriff verantwortlich. Sie waren immerhin anders."

    Wenn schon aus Sicht von Psychotherapeuten Anderssein dafür ausreicht, überfallen zu werden, und das dann auch OK ist, wundert mich das bei der Polizei natürlich überhaupt nicht.

    Ich habe die Therapie übrigens kurz danach abgebrochen. Was zu viel ist, ist zu viel.
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#3 AlexAnonym
  • 25.01.2020, 15:00h
  • "Keiner der umstehenden Menschen griff ein, die Polizei nahm die beiden Opfer nicht ernst."

    Nicht nur Aggressivität und Gewaltbereitschaft nehmen immer weiter zu. Auch die Verrohung der Gesellschaft wird immer schlimmer.

    Wo soll das noch alles hinführen?

    Und wieso können die angeblich am höchsten entwickelten Lebewesen nicht einfach in Frieden miteinander leben und jeden sein Leben leben lassen statt sich gegenseitig die Köppe einzuschlagen?!
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#4 JadugharProfil
  • 25.01.2020, 15:42hHamburg
  • Antwort auf #3 von Alex
  • "Und wieso können die angeblich am höchsten entwickelten Lebewesen nicht einfach in Frieden miteinander leben und jeden sein Leben leben lassen statt sich gegenseitig die Köppe einzuschlagen?!"

    Weil schon von Kindesbeinen einem eingehämmert wird, was gut und schlecht ist. Daraus formt sich ein Weltbild. Danach erklären sich nur wenige bereit, das Eingehämmerte zu hinterfragen. Zu unangenehm ist der Zerfall eines klein karierten Weltbildes, zugunsten eines umfassenderen Horizonts.
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#5 matthias2342Anonym
#6 marcocharlottenburgAnonym
#7 MandorallenEhemaliges Profil
  • 25.01.2020, 19:07h
  • Antwort auf #5 von matthias2342
  • Also wenn das eine ernstgemeinte Frage als Antwort auf meinen Kommentar ist, hast du ihn nicht verstanden.

    Antwort: Selbstverständlich nicht! Ich habe versucht, die Aussage der Polizei auf sarkastische Weise zu übersetzen. Denn wer sagt, dass an einer Schlägerei immer zwei Parteien Schuld haben, dann stellt sich doch die Frage, was die Schuld dieses konkreten schwulen Paares sein soll, die Arm in Arm am Würstchenstand standen, bevor sie erst beleidigt und dann geschlagen wurden.

    Ich fürchte, dass das was ich in #1 geschrieben habe, dass ist, was die Polizei eigentlich sagen wollte, aber sich nicht traute.
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#8 Leon 4Anonym
  • 25.01.2020, 21:33h
  • Grad mal gegoogelt, die einzige (!) Quelle dieses Vorfalls ist eben dieser Facebook Post von queer klagenfurt, aber da gibt's auch null weiterführende links oder Quellen des Vorfalls oder wie sie auf diesen Vorfall aufmerksam wurden...

    Nix, nada... Nur ein Facebook post....

    @queer.de, habt ihr noch links oä?
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#9 Runterspieler-WatchAnonym
#10 IngorandAnonym
#11 LedErich
  • 26.01.2020, 09:17h
  • Man Stelle sich vor, 5 Männer schlagen zwei Frauen zusammen. Dann würde der dämliche Satz mit dem Raufhandel wohl nicht fallen. Erst wenn die Frauen vergewaltigt werden, denkt der heteronormative Mensch: "Mhhh, die werden die Männer sicher irgendwie ermutigt haben."
    Es ist zum verzweifeln.
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#12 FeloniAnonym
  • 26.01.2020, 10:25h
  • Antwort auf #8 von Leon 4
  • Was möchtest Du damit sagen?! Es wird in den nächsten Tagen noch mehr darüber zu hören sein, falls Du ernsthaft skeptisch sein solltest.

    Wenn sich die beiden nicht darum gekümmert hätten, dass wenigstens HIER darüber berichtet wird wüssten wir gar nicht davon. Und das ist ja eben genau einer der Punkte, die hier deutlich werden: viele Taten werden nicht gemeldet und ber viele Dinge wird nicht berichtet.

    Das ermutigt Betroffene nicht gerade, zur Polizei zu gehen. Man wird belächelt. Es wird totgeschwiegen. Täter-Opfer-Umkehr ("passt halt auf wo ihr schwul seid") etc.
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#13 stephan
  • 26.01.2020, 10:51h
  • in solches Verhalten und eine solch krasse Fehleinschätzung der Situation müssen für die Beamten Folgen haben. Ich rate dem Paar dazu alles zu unternehmen, um die Sache breit zu streuen und alle - auch juristischen Wege - auszuschöpfen, bis die Gewalttäter und die Polizisten zur Verantwortung gezogen werden!
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#14 Taemin
  • 26.01.2020, 11:27h
  • "Es gibt immer zwei Seiten bei einem Raufhandel." Das entspricht dem, was wir uns immer wieder bei jeder Gelegenheit anhören dürfen: Wir müssen Respekt zeigen für Hass gegen uns, denn der ist doch nur von der Meinungsfreiheit gedeckte Äußerung einer Ansicht. Täter und Opfer sind gleichrangig. Ob das nächstens auch mal Juden gesagt bekommen, die bedroht, beleidigt oder zusammengeschlagen werden, weil sie eine Kippa tragen? Und um gleich dem irren Gedanken zuvorzukommen, man brauche ja nicht aufzufallen und sei irgendwie doch auch ein bisschen selbst verantwortlich, wie man in der Öffentlichkeit auftrete: Jedes Hetero-Paar darf selbstverständlich Arm in Arm stehen und gehen - warum ein schwules oder lesbisches Paar nur unter Gefahr für die eigene Gesundheit? Jeder Christ darf selbstverständlich einen Kreuzanhänger um den Hals tragen - warum ein Jude keine Kippa auf dem Kopf, ohne Gefahr zu laufen, angegriffen zu werden? Es fängt an mit Hetze katholischer, evangelikaler und muslimischer Prediger, mit Ausgrenzung durch konservative und reaktionäre Politiker. Folge sind Gewalttaten. Da es hier um Österreich geht: Wenn Sebastian Kurz mehrfach die volle rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben anbgelehnt hat, wenn Norbert Hofer das Eheverbot gegen Schwule und Lesben wiedereinführen will, wenn Kardinal Schönborn Schwule und Lesben, ihre Liebe und ihre Partnerschaften immer wieder für minderwertig erklärt, dann gehören sie zu denen, die solche Gewalttaten fördern und mitzuverantworten haben(übrigens egal ob die hier thematisierte in genau der beschriebenen Form tatsächlich so stattgefunden hat oder nicht - glaubwürdig belegte homofeindliche Übergriffe sind an der Tagesordnung).
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#15 Leon 4Anonym
  • 27.01.2020, 15:45h
  • Und zweitens.... "vertuschung"... Bei 80 Millionen Menschen ist n Schlag in die fresse auch keine Meldung von öffentlichen Interesse, vor allem keine überregionale... n homophober Angriff schon eher @ news, wenn auch ne regionale
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#16 TheDadProfil

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