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Gesundheit

Immer wieder Sodbrennen trotz Behandlung – was tun?

Sie leiden an ständigem Sodbrennen trotz Medikation und Behandlung? Dann kann Sie folgender Ratgeber darin unterstützen, mögliche Auslöser ausfindig zu machen.


Sodbrennen beschreibt eine vom Oberbauch aufsteigende brennende und schmerzhafte Empfindung hinter dem Brustbein, die unter Umständen bis zum Hals und Rachen ausstrahlt, oft zusammen mit saurem oder bitterem Aufstoßen (Bild: Anatomography / wikipedia)

  • 27. Januar 2020, 12:37h, noch kein Kommentar

Was ist die Ursache für ständiges Sodbrennen?

Sodbrennen kann durch viele Gründe ausgelöst werden, beispielsweise durch starken Druck auf den Magen, nicht funktionstüchtige Sphinkter oder zu viel Magensäure. Gelegentliches Sodbrennen ist normal und unbedenklich. Anders sieht es bei kontinuierlichen Beschwerden aus.

Die Magensäure tritt in die Speiseröhre ein und greift alle ungeschützten Zellen an. Die Folgen sind starke, brennende Schmerzen hinter dem Brustbein. Starke, gesundheitliche Beeinträchtigungen sind durch Sodbrennen allerdings nicht zu befürchten.

Wer permanent unter Sodbrennen leidet, man spricht von immer wiederkehrenden Beschwerden innerhalb von zwei Wochen, kann an einer ernsthaften Erkrankung leiden. Dies sollte in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden.

Was sind die typischen Ursachen für häufiges Sodbrennen?

Wie bereits erwähnt, kann es viele Ursachen haben. Wir gehen folgend genauer auf die möglichen Gründe ein.

Falscher Lebensstil: Menschen die häufig an Sodbrennen leiden, haben meist ein schlechtes Essverhalten. Egal ob zu hastiges, schnelles Essen oder zu große Portionen, ein gesundes Essverhalten ist Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Magen. Auch zu fettige und säurehaltige Speisen können dem Magen auf Dauer schaden. Es kommt zu einer vermehrten Produktion von Magensäure.

Stiller Reflux durch defekte Sphinkter: Auch der Schließmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre kann schuld sein, wenn der Mageninhalt nicht im Magen bleibt. Der Mensch besitzt zwei von diesen sogenannten Sphinktern. Diese Art von Ventilen können durch gewisse Medikamente oder Hormonumstellungen negativ beeinflusst werden. Auch während der Schwangerschaft oder bei fehlender Kraft kann der Muskel beeinträchtigt. Die saure Nahrung gelangt quasi in die Speiseröhre und führt zu Sodbrennen. Ausführliche Infos über den stillen Reflux gibt es auf Refluxgate zu finden.

Ernstzunehmende Erkrankungen: Auch ernsthafte Erkrankungen können Sodbrennen auslösen. Dazu zählen beispielsweise ein Reizmagen, Magenschleimhautentzündungen oder ein Durchbruch des Zwerchfells. Die Folge ist ständiges Sodbrennen und mögliche Folgeerkrankungen.

Ein ständiges und akutes Sodbrennen ist mit einem hohen Leidensdruck der Patienten verbunden. Ständiges Sodbrennen geht häufig mit langfristigen und negativen Folgen einher. Eine ständige Reizung der Speiseröhre kann zu einer Speiseröhrenentzündung führen. Geschwüre und Narben sind keine Seltenheit. Wer auf Dauer unter Reflux leidet, kann an einer Entartung der Zellen erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, nimmt zu. Natürlich spielen hier auch die Gene und schädigende Umweltfaktoren eine maßgebliche Rolle.

Wer an ständigem Sodbrennen leidet, sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Er kann gemeinsam mit Ihnen die Ursache Ihrer Beschwerden ausfindig machen. Ein Behandlungsplan kann Sie darin unterstützen, das Sodbrennen zu reduzieren. Auch die Wahrscheinlichkeit für mögliche Folgeerkrankungen kann so reduziert werden.

Sodbrennen trotz Medikamente?

Viele Patienten bekommen Medikamente aufgrund von Sodbrennen verordnet. Dennoch bleiben die Beschwerden vorhanden. Achten Sie darauf, die Medikamente regelmäßig und in der richtigen Dosierung einzunehmen. Herrschen lediglich leichte Formen von Sodbrennen, kann eine Umstellung der Ernährung bereits Linderung verschaffen. Auch Antazida, sie binden die Magensäure, führen zur Linderung. Antazida sind frei verkäuflich. Helfen eine Umstellung der Ernährung und Antazida nicht, kommen Protonenpumpenhemmer zum Einsatz. Sie blockieren die Protonenpumpen und reduzieren die Säure.

Sie sollten in jedem Fall darauf achten, die Tablette nicht zu zerkauen, da diese von einer Schutzschicht umgeben ist. Der Wirkstoff löst sich sonst unmittelbar auf. Die Tablette ist im Ganzen zu schlucken. Aber Vorsicht: Der Auslöser wird durch die Behandlung mit Magenschutz nicht beseitigt. Meist treten die Beschwerden nach Absetzen der Medikation erneut ein.

Wie kann das Sodbrennen reduziert werden?

In jedem Fall sollten Sie einer ärztlichen Betreuung unterliegen. Die Einnahme von Magenschutzmittel muss immer von einem Arzt begleitet werden. Die Wirkung bei einer standardisierten Dosis erfolgt nach circa 4 bis 6 Stunden. Der maximale Effekt tritt nach ungefähr sieben Einzeldosen ein. Nehmen Sie das Medikament eine Stunde vor der ersten Mahlzeit ein. Das unterstützt die Wirksamkeit. Kommt es nach einem Monat zu keiner Besserung, muss die Standarddosis meist erhöht werden. Die Dosen werden hier auf morgens und abends verteilt. Eine weitere Steigerung ist nicht sinnvoll. Kommt es zu keiner Besserung, liegen die Gründe für das Sodbrennen meist woanders. Ursache können bestimmte Medikamente sein, die falsche Ernährung, dauerhafter Stress oder psychische Erkrankungen. Wer an einem Reizdarmsyndrom leidet, wird von einer dauerhaften Einnahme der Magenschutzmittel nicht profitieren.

Umstellung der Ernährung und Lebensweise: Vorsicht, bei Einnahme der Medikation sollte parallel stets eine Umstellung der Ernährung und Lebensweise stattfinden. Fettige, säurehaltige Speisen und Fertigprodukte müssen gemieden werden. Auch ein langsames und bewusstes Essverhalten ist zu empfehlen. Ein Alkohol- und Nikotinverzicht ist ratsam. Halten Sie Ihre Portionen eher klein und teilen Sie diese auf. Auch ein zu spätes Essen am Abend sollte vermieden werden.

Achten Sie auch darauf, ein gesundes Körpergewicht zu erlangen. Übergewichtige leiden in der Regel an einem erhöhten Druck im Bauchraum. Die Wahrscheinlichkeit für einen Reflux steigt. Versuchen Sie in der Nacht, eine erhöhte Schlafposition einzunehmen, dass verhindert ein Rückfließen der Magensäure.

Stress vermeiden: Meiden Sie mögliche Stressquellen und planen Sie regelmäßige Pausen in Ihren Arbeitsalltag ein. Kurze Yoga- und Entspannungsübungen können Linderung verschaffen. Außerdem sollten Sie regelmäßige Spaziergänge in der Natur unternehmen. Regelmäßige Bewegung und frische Luft wirken sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus. Wer permanent unter Stress steht, wird auch mit einer Medikation keine Erfolge verbuchen. Das Bauchhirn wird über Emotionen gesteuert. Es kommt zu unruhigen Darmbewegungen und Magenbeschwerden.

Wenn alles nichts hilft

Viele Patienten verspüren ein ständiges Halskratzen und Heiserkeit. Das sind typische Anzeichen für einen stillen Reflux. Studien haben gezeigt, dass Magenschutzmittel bei stillem Reflux meist keine Erfolge versprechen. Sobald die falschen Lebensmittel zu sich genommen werden, treten Beschwerden auf. Reizdarmpatienten sind häufig von stillem Reflux betroffen. Hier sind Entspannungsübungen, eine psychologische Betreuung und ein individueller Ernährungsplan meist wesentlich erfolgversprechender. (ak)