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Berlin

Gesundheitssenatorin eröffnet neuen Standort von Checkpoint BLN

Mit einem schicken neuen Zentrum für sexuelle Gesundheit will das Land Berlin HIV in den nächsten zehn Jahren den Garaus machen.


Das Checkpoint befindet sich in der Hermannstraße 256-258 (Bild: BAH)

Ein bundesweit einzigartiges Projekt zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von HIV und sexuell übertragbaren Infektionen ist am Montag in Berlin feierlich von Gesundheits- und Gleichstellungssenatorin Dilek Kalayci (SPD) eröffnet worden. Das Zentrum Checkpoint BLN befindet sich ab sofort an der Hermannstraße in Neukölln.

Die Zielgruppen von Checkpoint BLN sind vor allem Männer, die Sex mit Männern haben, sowie trans Menschen. Das Zentrum bietet eine moderne Loft-Atmosphäre statt dem klassischen Arztpraxis-Feeling und will so unter anderem Menschen dazu bringen, anonym HIV-Tests durchführen oder sich vorurteilsfrei beraten zu lassen. Für die Stadt Berlin bildet der neue Ort eine "wichtige Säule in der Berliner Strategie im Kampf gegen HIV-Neuinfektionen".

Ziel: Aids bis 2030 beenden

"Wir wollen, können und werden Aids bis zum Jahr 2030 beenden. Zur Umsetzung dieses Zieles ist der Checkpoint BLN schon jetzt ein sehr wichtiger Baustein", erklärte Ministerin Kalayci. Sie beruft sich damit auf die Fast-Track-Cities-Initiative, der die Stadt 2016 beigetreten war. Ziel des Netzwerkes ist es, die Aids-Epidemie in den jeweiligen Städten bis 2030 zu beenden. Dies wird mit der Formel 95-95-95-0 zum Ausdruck gebracht. Damit gemeint ist, dass 95 Prozent der HIV-Infizierten von ihrer Infektion wissen und davon 95 Prozent in Behandlung sein werden. Davon wiederum werden 95 Prozent die vollständige Zurückdrängung der Virenlast erreichen und so das Virus nicht mehr weitergeben. Gleichzeitig sollen Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit HIV beendet werden.


Gesundheitsministerin Dilek Kalayci (am Tisch: 3.v.l.) will verstärkt gegen HIV und Ausgrenzung vorgehen (Bild: BAH)

"Wir wollen Menschen Mut machen, Einrichtungen wie den Checkpoint BLN für sich zu nutzen und sich auf HIV testen zu lassen, zusätzlich bauen wir die Zugänge für die kombinierten Präventionsmöglichkeiten aus", so Kalayci weiter. "Insgesamt gibt das Land Berlin für die Bekämpfung von HIV/Aids und sexuell übertragbare Infektionen über fünf Millionen Euro aus.

Der Checkpoint BLN versteht sich als Erweiterung der Berliner Testprojekte und wird als Kooperationsprojekt u.a. von der Berliner Aids-Hilfe und der Schwulenberatung Berlin geführt. (cw)



#1 Matze0815
  • 28.01.2020, 07:41h
  • Schöne Initiative, allerdings verstehe ich schon den ersten Satz der Meldung nicht.

    Dort steht: "Ein bundesweit einzigartiges Projekt"
    Was daran einzigartig und neu ist, ist meiner Meinung nach jedoch nicht erklärt.

    So gibt es z.B. auch in Bochum mit dem "Walk in Ruhr" ein Zentrum, dass Angebote für Beratung, Test & Behandlung kombiniert.

    Oder ist mit einzigartig und neu lediglich die Immobilie gemeint und das ein Checkpoint in einem Loft ist?
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