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Berlin

Fahndung nach homophobem Supermarkt-Schläger

Vor zehn Monaten wurde ein Mann in einem Supermarkt in Berlin-Neukölln schwulenfeindlich beleidigt und angegriffen. Jetzt veröffentlichte die Polizei Bilder des Tatverdächtigen aus einer Überwachungskamera.


Das an dieser Stelle veröffentlichte Bild des mutmaßlichen Angreifers wurde nach Erfolg der Fahndung gelöscht (Bild: Polizei Berlin)

Bei der Suche nach einem Unbekannten, der am 13. März letzten Jahres einen Mann in einem Supermarkt in Berlin-Neukölln homophob beleidigt haben soll, bittet die Polizei der Hauptstadt um Mithilfe. Dazu veröffentlichte sie am Montag Bilder aus einer Überwachungskamera.

Gegen 21.40 Uhr soll sich der auf den Fotos abgebildete Mann an der Kasse des Supermarktes in der Reuterstraße an den wartenden Kunden vorbeigedrängelt haben. Ein ebenfalls wartender Mann im Alter von 44 Jahren sprach den "Drängler" auf sein Verhalten an und sei daraufhin von dem Gesuchten homophob beleidigt worden.

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Das Opfer wurde am Handgelenk verletzt

Im weiteren Verlauf soll der "Pöbler" den Mann geschubst, ihm den Arm verdreht und den 44-Jährigen auf das Kassenband gedrückt haben, sodass dieser sich am Handgelenk verletzte. Nachdem er dem 44-Jährigen noch mehrmals drohte, entfernte sich der Unbekannte aus dem Geschäft.

Die Berliner Kriminalpolizei fragt nun, wer Angaben zur Identität und/oder zum Aufenthaltsort des abgebildeten Mannes machen kann. Hinweise nimmt das Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes beim Landeskriminalamt am Tempelhofer Damm 12 in Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664-953528, per E-Mail unter lka535@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. (cw)

Update (29.1.): Die Fahndung war erfolgreich



#1 VerzögerungstaktikAnonym
  • 28.01.2020, 08:51h
  • Wieso dauert sowas immer zig Monate?

    Der könnte sich längst aus dem Staub gemacht haben oder sein Aussehen verändert haben.

    Außerdem weiß man aus der Psychologie, dass Strafen umso besser wirken, je näher sie an der Tat sind.
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#2 MmmmAnonym
  • 28.01.2020, 09:59h
  • Antwort auf #1 von Verzögerungstaktik
  • Es dauert so lange, weil die Polizei das nicht ohne weiteres darf und erst alle anderen Ermittlungsmöglichkeiten ausschöpfen muss, bevor eine Öffentlichkeitsfahndung stattfindet.

    Damit soll verhindert werden, dass einfach so ständig Fotos aller möglicher Menschen (die in diesem Zeitpunkt ja nur verdächtig und nicht verurteilt sind - Unschuldvermutung) veröffentlicht werden. Es kann sich ja immer noch herausstellen, dass die Person unschuldig ist. Und dann wäre eben die Veröffentlichung dieser Fotos ein erheblicher Eingriff.

    Die Polizei ist ja zum Glück nicht die Bildzeitung. ;-)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 GronkelAnonym
  • 28.01.2020, 10:18h
  • Antwort auf #2 von Mmmm
  • "Es dauert so lange, weil die Polizei das nicht ohne weiteres darf und erst alle anderen Ermittlungsmöglichkeiten ausschöpfen muss, bevor eine Öffentlichkeitsfahndung stattfindet."

    Das glaubst du doch selbst nicht. Wenn überhaupt dauert es so lange weil die Polizei und die Justiz, durch Überlastung, gar nicht die Möglichkeit haben etwas zeitnah anzustoßen.
    Als wäre jetzt 10 Monate an dem Fall gearbeitet worden. Eher ist die Akte nach 10 Monaten aus dem Stapel an liegengebliebenen Fällen wieder ans Tageslicht aufgetaucht.
    Alle Jahre machen Schlagzeilen vom Kollaps der Justiz die Runde. Vor kurzem war es wieder so weit. Es ändert sich nur seit Jahren nichts.
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#4 VerhältnismäßigAnonym
  • 28.01.2020, 10:42h
  • Antwort auf #3 von Gronkel
  • Nein, Mmmm hat tatsächlich recht. Die Bilder dürfen erst veröffentlicht werden, wenn entweder alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder akute Gefahr für Leib und Leben besteht. Letzteres musste im vorliegenden Fall verneint werden.

    Unabhängig davon gibt es natürlich auch Überlastung, aber das ist eine andere Frage.
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#5 56James35Anonym
#6 Ralph
#7 GronkelAnonym
  • 28.01.2020, 11:09h
  • Antwort auf #4 von Verhältnismäßig
  • "Nein, Mmmm hat tatsächlich recht. Die Bilder dürfen erst veröffentlicht werden, wenn entweder alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder akute Gefahr für Leib und Leben besteht."

    Klar ist das formal so. Aber weder wurde 10 Monate an dem Fall daran gearbeitet noch bedarf es 10 Monate um alle Möglichkeiten abzuklopfen und auszuschöpfen.
    Die Verfahrensdauer liegt maßgeblich an der Überlastung und da ist der Hebel. Dass natürlich vorher andere Möglichkeiten ausgeschöpft werden müssen, ist klar, aber wie lang sollen diese dauern?
    Wenn wir ein-zwei Wochen annehmen, ist das schon gut bemessen. Dass diese Zeit möglichst erreicht wird, dafür sind die zuständigen Regierungs- und Ministerstellen verantwortlich und in letzter Konsequenz auch zur Verantwortung zu ziehen.
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#8 SoSoAnonym
  • 28.01.2020, 11:24h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Ich schätze Deine Kommentare sehr.
    Bezüglich Deiner Aussage zum Datenschutz bin ich hier der klaren Auffassung, dass mir Datenschutz mit der Konsequenz des Täterschutzes deutlich lieber ist als weniger Datenschutz.
    Mein "lieber" Stiefbruder, der Polizist ist, warf mir erst kürzlich im Rahmen einer Diskussion über Telefonüberwachung und Vorratsdatenspeicherung genau diesen Satz "Datenschutz ist Täterschutz" um die Ohren.
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#9 TheDadProfil
  • 28.01.2020, 12:01hHannover
  • Wer so "stylisch" in Badeschlappen die dringend benötigte Tüte Chips und den 6er-Träger Wasser einkauft wohnt auch in direkter Umegbung des Supermarktes..
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#10 TheDadProfil
  • 28.01.2020, 12:05hHannover
  • Antwort auf #3 von Gronkel
  • ""Das glaubst du doch selbst nicht.""..

    Und wenn Du es noch so oft bei jedem Artikel zur Öffentlichkeitsfahndung anzweifelst..

    Es ist so !

    Und es dient DEINEM Schutz, denn erst müssen alle anderen Möglichkeiten zur Fahndung ausgeschöfpt sein, um weitere Fahndungen im "öffentlichen Bereich nach Abwägung zwischen Tat und möglichem Erfolg" zu rechtfertigen..

    ""Als wäre jetzt 10 Monate an dem Fall gearbeitet worden.""..

    Reine spekulation über die Arbeitsweisen der Polizei..
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