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Zach Sullivan

Britischer Eishockey-Profi outet sich als bisexuell

Mit Zach Sullivan wagt erstmals ein Eishockeyspieler der ersten britischen Liga ein Coming-out.


Am Sonntag gab Zach Sullivan mehrere Interviews mit britischen Medien (Bild: ITV Granada)

Der Eishockey-Profi Zach Sullivan vom britischen Erstligisten Manchester Storm hat sich am Sonntag als bisexuell geoutet. Als Anlass nannte er das "Pride-Wochenende" der "Elite Ice Hockey League", mit dem Homophobie bekämpft werden soll. Dazu trugen die Spieler Trikots in Regenbogenfarben.

"Gerade findet das erste Liga-Pride-Wochenende statt und ich denke, es ist die beste Zeit, darüber zu sprechen, was ich seit Jahren weiß", so der 25-Jährige in einer Twitter-Botschaft. "Ich habe bei diesem Thema mit Problemen mit meiner seelischen Gesundheit gekämpft. Mit der Unterstützung, dem Verständnis und der Akzeptanz meiner Familie, Freunde und Mannschaftskameraden bin ich endlich bereit zu sagen: Ich bin bisexuell." Er sei sehr stolz gewesen, anlässlich des Pride-Wochenendes ein Regenbogen-Trikot zu tragen.

Ferner erklärte der Sportler in mehreren Interviews, er wolle "anderen Eishockey-Spielern im ganzen Land das Selbstvertrauen schenken, diesen Schritt ebenfalls zu wagen". Das Coming-out solle kein Werbegag sein, sondern eine einzigartige Möglichkeit, "etwas Gutes zu tun".

Twitter / BBCNWT

Verein unterstützt Sullivans Coming-out

Unterstützung erhielt Sullivan von seinem Verein: Ein Sprecher von Manchester Storm sagte laut BBC, Sullivan sei "ein Vorbild für viele Menschen – jung und alt". Mannschaftskapitän Dallas Erhardt ergänzte: "Wir sind überglücklich für unseren Mannschaftskameraden und stehen zu 100 Prozent hinter ihm."

Twitter / officialEIHL | Das Motto des ersten Pride-Wochenendes der britischen Liga lautete "Eishockey ist für alle da"

Laut Medienberichten handelt es sich um das erste Coming-out in der britischen Eishockey-Liga. Erst vor wenigen Monaten sorgte bereits ein Coming-out in der dänischen Bundesliga für Aufsehen: Der 27-jährige Jon Lee-Olsen hatte sich als schwul geoutet (queer.de berichtete). In der deutschen DEL oder der amerikanisch-kanadischen Eliteliga NHL wartet man dagegen noch immer auf das erste Coming-out. (dk)

Twitter / GranadaReports



#1 MandorallenEhemaliges Profil
  • 28.01.2020, 11:46h
  • Bravo! Mal jemand der sich seiner Reichweite und Vorbildfunktion bewusst ist. Sehr erfrischend.

    Gratulation und weiterhin viel Erfolg, privat und sportlich.
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#2 AlexAnonym
#3 lindener1966Profil
  • 30.01.2020, 01:02hHannover
  • UK ist in LGBTQ+ Dingen so sehr viel weiter als in D. Die vielen Outings im Sport sind nur das medienwirksamste, sichtbarste Zeichen. Antidiskriminierungsgesetze, die auch durchgesetzt werden, Diversitymanagement, z.B. im NHS, TV Serien (London Spy, Torchwood, Years and Years, Cucumber, Banana, Queer as Folk.......) Deutschland schläft einen tief-provinziellen Schlaf und zittert vor den A..löchern für Deutschland. Meine Theorie ist auch, dass London und seine Medienkultur viel größeren Einfluss auf das Geschehen im Lande hat als hier Berlin, das isoliert vom Rest im Märkischen Sand vor sich hin (f)eiert. Aber die großen Medien und ihre Macher sitzen alle woanders, nicht in der Kapitale. LGBTQ+ Themen finden kaum statt in ARD und ZDF. Stattdessen Traumschiff ahoi. Und da LGBTQ+ Themen so gut wie nie präsent sind und ein Nebel des Schweigens über dem Land liegt, gibt es auch wenig Mut für Outings. Wie gesagt: nur meine Theorie.
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