Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35391

"Homos in die Hölle"-Profi

Homophober Rugbyspieler Israel Folau heuert in Frankreich an

Israel Folau wird künftig in der als LGBTI-freundlich geltenden französisch-britisch-kanadischen Rugbyliga spielen. Sein neuer Verein Dragons Catalans stört sich nicht daran, dass der 30-jährige evangelikale Christ Homosexuellen fortlaufend mit der Hölle droht.


In Frankreich will Homo-Hasser Israel Folau wieder Fuß fassen – er wird von Dragons Catalans mit offenen Armen empfangen (Bild: Screenshot catalansdragons.com)

Der in Perpignan beheimatete französische Super-League-Rugbyclub Dragons Catalans hat am Dienstag mitgeteilt, dass das australische Ausnahmetalent Israel "Izzy" Folau einen Einjahresvertrag mit dem Verein unterschrieben habe. Damit kann der ehemals bestbezahlte Rugbyspieler der Welt zum ersten Mal seit acht Monaten wieder als Profi arbeiten: Der 30-Jährige war im Mai 2019 von seinem nationalen Verband fristlos entlassen worden, weil er unter Berufung auf seinen christlichen Glauben wiederholt homophobe Äußerungen getätigt hatte (queer.de berichtete).

Folau hatte Homosexuellen wiederholt mit der Hölle gedroht (queer.de berichtete). Vor wenigen Monaten behauptete der Hobby-Prediger auch, dass Gott Buschfeuer nach Australien geschickt habe, weil das Land die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hatte (queer.de berichtete).

Direktlink | "Bienvenue Izzy": In einem Einführungsvideo des Vereins für Israel Folau wird die Homophobie des Neueinkaufs ausgeblendet

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

"Ich bin ein stolzer Christ"

Auf der Website der Dragons Catalans heißt es, Folau habe einen Vertrag unterschrieben, der ihm verbiete, sich diskriminierend zu äußern. Der evangelikale Christ versprach, sich daran zu halten, verteidigte aber auch seine Aussagen als Produkt seines Glaubens: "Ich bin ein stolzer Christ und mein Glaube ist persönlich. Ich habe nie versucht, jemanden zu verletzen, und werde keine öffentlichen Äußerungen mehr zum Thema machen", behauptete der Australier.

Bis heute hat Folau homophobe Äußerungen in seinen Auftritten in sozialen Netzwerken nicht gelöscht. Auf Instagram droht er Homosexuellen und anderen ihm verhassten Gruppen etwa immer noch mit den Worten: "Die Hölle wartet auf euch. Tut Buße! Nur Jesus kann euch retten."


(Bild: Instagram / Israel Folau)

Die Vereinsführung spielte den Homo-Hass Folaus herunter: "Wir wollen Israel eine neue Chance geben, um sich auf dem Feld auszuzeichnen", so Dragons-Präsident Bernard Guasch."Wir billigen oder teilen seine Worte nicht, die er auf Grundlage seines Glaubens gesagt hat." Der Verein toleriere seine Meinung nicht, sondern befürworte, den Rugbysport für alle zu öffnen.

Twitter / DragonsOfficiel | Auf Twitter geben sich die Drachen stolz darauf, Israel Folau für ihren Verein gewonnen zu haben

Französische Rugbyclubs gelten eigentlich als sehr offen gegenüber Homosexuellen: Seit der Jahrtausendwende wollten die Verantwortlichen den Sport durch eine freundlichere Atmosphäre gerade für Zuschauerinnen und Schwule attraktiver machen. Ein Club gibt bereits seit 2000 den Kalender "Les Dieux du Stade" (Götter des Stadions) heraus, bei dem Profis leicht bekleidet abgelichtet werden (queer.de berichtete).

Andere Rugby-Clubs wollen mit Pride-Events auf die Personalie Folau reagieren: Der englische Club Wigan Warriors, mit dem die Dragons gemeinsam in der französisch-britisch-kanadischen Super League spielen, kündigte etwa auf Twitter an, dass man beim Heimspiel gegen die Südfranzosen am 22. März einen "Pride Day" ausrufe und die Warriors mit Regenbogenschnürsenkeln und Regenbogensocken zum Spiel antreten werden. (dk)

Twitter / WiganWarriorsRL



-w-

-w-

#1 JarJarProfil
  • 28.01.2020, 15:55hKiel
  • Wenn der Typ gut spielt kann ich verstehen wenn irgendein Verein der nur so Mittelklasse ist den haben will. Klar sollte man solchen Leuten keinen Raum geben, auch weil er uneinsichtig ist.
    Hoffentlich schafft es dann die (scheinbar) tolerante, französische Liga ihm zu zeigen dass Homosexualität völlig normal ist.
    Ganz ehrlich glaube ich auch immer noch dass der Typ selbst schwul ist. Ist doch immer so, die die am lautesten schreien haben damit ein Problem weil sie selbst nicht mit ihrer Sexualität klar kommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Alexander_FAnonym
  • 28.01.2020, 16:36h
  • Er kann's vielleicht mal bei Saint Raphaël Fréjus probieren. Der Verein ist in der einzigen Stadt Frankreichs mit einem Front-National-Bürgermeister. Überhaupt spekuliert er wohl darauf, dass er unter den katholisch-reaktionären Südfranzosen der Provinz unter Gleichgesinnten ist. Blöd nur, dass die ihn wahrscheinlich für einen Araber halten werden...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 JadugharProfil
  • 28.01.2020, 16:44hHamburg
  • Antwort auf #1 von JarJar
  • Es gibt jedoch auch religiös Verblödete, die ohne zu reflektieren die dummen Sprüche der Religioten einfach nach plappern. In einigen Ländern Europas gibt es die Ehe für Alle und hier brennen keine von Gott gesandten Buschfeuer!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 tchantchesProfil
  • 28.01.2020, 18:52hSonstwo
  • SOS Homophobie und Co werden dem schon genug Feuer unter seinem evangelikalen Hintern machen, wenn er sich daneben benimmt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Roman BolligerAnonym
  • 28.01.2020, 23:05h
  • Diese männliche Margaret Court wird immer versuchen, seine lächerlichen Botschaften in der Welt zu verbreiten und das einmal vor nach ihm benannten Sportstadium tun zu können. Nun versucht er es auf diese Weise, via Frankreich und medialen Aufschrei.

    Ich hoffe sehr, dass sein Missionierungeinsatz gerade das Gegenteil bewirkt, nämlich die Propagierung von Offenheit gegenüber und Support für LGBTIQ-Menschen im Sportbereich.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 DramaQueen24Profil
  • 29.01.2020, 01:12hBerlin
  • Der Verein wird schnell merken, welches Kuckucksei er sich da ins Nest gelegt hat. Und die Zuschauer werden Herrn Folau schon zeigen, was in Frankreich geht, und was nicht!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 BumerangAnonym
  • 29.01.2020, 01:52h
  • Antwort auf #5 von Roman Bolliger
  • Das Problem ist sicher nicht, dass Margaret Court (aus deiner Sicht) nicht "weiblich genug" erscheint, sondern dass sie eine queerfeindliche Hetzerin ist. Das kann man auch ohne deplazierte sexistische Angriffe kritisieren.
    Wenn wir die Waffen unserer Feind_innen selbst einsetzen, werden sie dadurch nicht harmloser, sondern nur schärfer.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 BumerangAnonym
  • 29.01.2020, 02:52h
  • Antwort auf #5 von Roman Bolliger
  • Ich habe deinen Kommentar gedanklich in den falschen Thread einsortiert und deswegen völlig missverstanden. Ich bitte um Entschuldigung für meinen ersten Kommentar.
    Ich fürchte, die Redaktion löscht veröffentlichte Kommentare nicht, sonst würde ich um die Löschung bitten.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Carsten ACAnonym
  • 29.01.2020, 08:55h
  • "Sein neuer Verein Dragons Catalans stört sich nicht daran, dass der 30-jährige evangelikale Christ Homosexuellen fortlaufend mit der Hölle droht."

    Wenn's ums Business geht, haben manche Menschen kein Gewissen.

    Aber wie könnte man solche Leute dann mehr treffen, als ihr Business zu zerstören. Z.B. alle Unternehmen, die in diesem Umfeld werben zu boykottieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HoffendAnonym
  • 29.01.2020, 09:41h
  • Hoffen wir mal, dass das neue Lebensumfeld in Frankreich bei dem religiotischen Ballspieler geistige Entwicklungshilfe leisten kann.
  • Antworten » | Direktlink »