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Polizeimeldung

Fahndung erfolgreich: Mutmaßlicher Schwulenhasser gefasst

Vor zehn Monaten kam es in einem Berliner Supermarkt zu einer homophoben Drängel-Attacke – jetzt stellte sich der mit Fotos gesuchte Tatverdächtige der Polizei.


Die Berliner Polizei konnte nach zwei Tagen einen Fahndungserfolg vermelden (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Die Fotofahndung hatte Erfolg: Wie die Berliner Polizei am Mittwoch mitteilte, konnte der mutmaßliche homophobe Supermarkt-Drängler und -Schläger aus Neukölln identifiziert werden.

Der 19-Jährige erkannte sich demnach in der Öffentlichkeitsfahndung und stellte sich am Dienstagabend auf einem Polizeiabschnitt in dem Berliner Bezirk. Der Tatverdächtige wurde nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt, die Ermittlungen dauern an. Erst am Montag hatte die Polizei Bilder aus einer Überwachungskamera veröffentlicht, die den Gesuchten mit einer auffälligen Jacke und Adiletten zeigten (queer.de berichtete).

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Ein 44-Jähriger wurde am Handgelenk verletzt

Der Vorfall selbst ereignete sich am 13. März letzten Jahres. Gegen 21.40 Uhr soll sich der Tatverdächtige an der Kasse eines Supermarktes in der Reuterstraße an den wartenden Kunden vorbeigedrängelt haben. Ein ebenfalls wartender Mann im Alter von 44 Jahren sprach den 19-Jährigen auf sein Verhalten an und sei daraufhin von ihm homophob beleidigt worden.

Im weiteren Verlauf soll der Pöbler den Mann geschubst, ihm den Arm verdreht und auf das Kassenband gedrückt haben, so dass dieser sich am Handgelenk verletzte. Nachdem er dem 44-Jährigen noch mehrmals drohte, verließ der Unbekannte das Geschäft.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher regelmäßig und vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner für LGBTI. Derzeit läuft weiter eine Fahndung nach einem Mann, der verdächtigt wird, mehrfach das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten beschädigt zu haben. (cw/pm)