Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35398

Queere Mediendatenbank

Zahl der LGBTI-Figuren in Filmen gesunken

2019 musste man in deutschen Kinos und auf TV-Bildschirmen weit mehr nach queeren Figuren suchen als im Jahr davor.


Der argentinisch-chilenische Film "Marilyn" wurde 2019 in Deutschland auf DVD veröffentlicht (Bild: Pro-Fun Media)

Die queere Mediendatenbank aus Berlin hat für 2019 eine deutliche Abnahme der offen lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgeschlechtlichen Figuren in neu in Deutschland veröffentlichten Filmen gemessen. Demnach betrug der Anteil der Filme, in der eine solche Figur auftauchte, nur noch 6,3 Prozent – und fiel damit im Vergleich zu den Zahlen von 2018 um 1,2 Prozentpunkte.

Der Anteil lag sowohl bei Kino- als auch bei Heimkinoleinwänden mit 6,3 Prozent gleich. 2018 hatte der Anteil bei im Kino veröffentlichten Filmen noch bei 6,5 Prozent gelegen, der Anteil im Heimkinobereich hatte sogar 8,5 Prozent betragen.

Ferner stellte die Mediendatenbank fest, dass auf DVD und Bluray erstmals fast genauso viele Filme mit lesbischer wie mit schwuler Thematik veröffentlicht wurden. Im Kino hatten dagegen schwule Themen mit 5,5 Prozent deutlich gegenüber lesbische Themen (2,9 Prozent) die Nase vorn. Die Quote der Kinofilme mit trans Thematik ging von zwei auf einen Prozent zurück.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Beste Filme des Jahres ausgezeichnet

Die queere Mediendatenbank verlieh auch Preise für die besten LGBTI-Filme von 2019: Als Film des Jahres wurde das französische Drama "Sauvage" ausgezeichnet. Den User-Award erhielt der britische Historienfilm "The Favourite – Intrigen und Irrsinn", der vergangenes Jahr auch mit einem Oscar für Hauptdarstellerin Olivia Colman ausgezeichnet worden war (queer.de berichtete). Als bester Transgender-Film wurde das argentinisch-chilenische Drama "Marilyn" geehrt, beste Dokumentation wurde der deutsche Film "Tackling Life", der von einem schwulen Rugbyteam handelt.

Die Queere Mediendatenbank gibt es seit 2013. Sie betreibt auch einen eigenen Youtube-Kanal.

Anders als bei Filmen entdeckt das Fernsehprogramm offenbar immer mehr queere Menschen für sich: Im November vergangenen Jahres stellte die amerikanische LGBTI-Organisation GLAAD in einem jährlichen Bericht fest, dass der Anteil von queeren Figuren in US-Fernsehserien so hoch wie nie sei (queer.de berichtete). (dk)



#1 andreAnonym
  • 29.01.2020, 20:58h
  • In Filmen vielleicht. Aber nicht im Privat-TV. Auf Vox gibts schon wieder eine neue Sendung zur Heten- Bespaßung. Nennt sich Salonfähig Wer macht schöner?. Unter anderem sind 2 Typen dabei. Robin und Philipp. Tut mir leid, aber ich wußte nicht, das es so krasse Typen gibt.....Aber man muß schon schräg sein, für die Eintrittskarte in die Promi-Welt. Andererseits warum auch nicht. Berufsbedingt eben auch.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FinnAnonym
  • 30.01.2020, 07:19h
  • Sehr bedenklich.

    Denn neben Sichtbarkeit im Alltag ist auch mediale Sichtbarkeit extrem wichtig um für mehr Selbstverständlichkeit, mehr Alltäglichkeit und mehr Akzeptanz zu sorgen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AlexAnonym
  • 30.01.2020, 09:47h
  • Der konservative Rollback ist nicht mehr zu leugnen. Wir müssen endlich gegensteuern, sonst wird es noch ein schlimmes Ende nehmen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Leon 4Anonym
  • 30.01.2020, 11:31h
  • Sry, aber ohne Berücksichtigung der streamingdienste ist die "Studie" nichts wert.... Das die Generation 60+ eher Probleme mit der Darstellung queerer Personen haben als Millenials + spätere Gens ist nichts neues, aber des ist die gen die eben noch primär lineares TV schaut...

    Und Kino... Is halt teuer, viele gehen wie ich nur Kino wegen Effekten/3d/Action in die fresse... Marvel halt (dürfte in den letzten 10 Jahren vllt 3 oder 4 Filme im Kino gesehen haben die net marvel/dc sind.... Und wie die Zahlen zeigen bin ich da net alleine), Sachen wo Sexualität eh latte is, alles andere schau ich mir auch gechillt auf der Couch an...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 PetterAnonym
  • 30.01.2020, 17:09h
  • Antwort auf #4 von Leon 4
  • Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Zahlen in Fernsehen und Kino gesunken sind. Dass viele Leute eher Streaming-Dienste gucken, mag ja sein, aber dennoch ist das eine bedenkliche Zahl. Zumal immer noch viele Menschen auch Fernsehen gucken.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 seb1983
  • 30.01.2020, 21:20h
  • Antwort auf #5 von Petter
  • Schwule Figuren machen einen niedrigen einstelligen Prozentwert aus, ihr Anteil soll um 1,2% gefallen sein. 1,2%.....
    Da muss man schon seeeehr genau nachzählen.

    Ob nun schwule Figuren Serien wie Traumschiff und GZSZ besser machen, von dem inzwischen 90% Scripted Reality Laienschauspieler Müll in immer neuen Formaten ganz zu schweigen.... Das darf der emanzipierte Schwule gerne selbst entscheiden.

    Deutsches TV bietet an Filmen und Serien für meinen Geschmack nur sehr wenig interessantes und es sind immer kritische Momente bis die Wlan Verbindung steht und Netflix und Co. laden.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Leon 4Anonym
  • 06.02.2020, 10:37h
  • Antwort auf #5 von Petter
  • Doch, weil kommerzielles TV immer auf quote ausgelegt ist.... Und für welche Zielgruppe sind queere Themen eher unproblematisch? Bei den Ü60 jährigen oder den U40jährigen...?

    Und da U40 primär online unterwegs ist sollte man 2020 bei solchen Studien doch schon alle Nutzungswege berücksichtigen...
  • Antworten » | Direktlink »