Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35441

Startschuss in Köln

BZgA startet Schulprojekt zur Förderung der sexuellen Gesundheit

Eine neue Kampagne soll älteren Kindern und Jugendlichen zeigen, wie sexuell übertragbare Krankheiten verhindert werden können. Dabei wird auch über sexuelle Vielfalt gesprochen.


Die Bundeszentrale möchte Kinder und Jugendliche aufklären, damit sie sich nicht mit Geschlechtskrankheiten anstecken (Bild: BZgA)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat am Dienstag "Liebesleben – Das Mitmach-Projekt" gestartet. Das neue Angebot hat zum Ziel, das Thema sexuelle Gesundheit an weiterführenden Schulen zu fördern und die Übertragung von HIV und anderen Geschlechtskrankheiten einzudämmen. Zum Auftakt der bundesweiten Schultour ist das Projekt zunächst zu Gast an der Gesamtschule Köln-Holweide.

Twitter / bzga_de

"Liebesleben – Das Mitmach-Projekt" ist ein Parcours aus sechs Themenmodulen und richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Alter von zwölf bis 18 Jahren. Jede der interaktiven Stationen bietet Mitmach-Methoden, altersgerechte Szenarien zum Selbsterkunden und die Möglichkeit für Gespräche der Jugendlichen mit speziell geschulten Moderatorinnen und Moderatoren. Eines der Module hat die "Vielfalt menschlicher Identitäten, sexueller Orientierungen und unterschiedlicher Formen von Familie und Beziehungen" zum Thema.

BZgA: Jugendliche sollen Infektionswege kennen, um sich zu schützen

"Sexuell übertragbare Infektionen nehmen weltweit und auch in Deutschland weiter zu", so begründete BZgA-Leiterin Dr. med. Heidrun Thaiss die Initiative. "HIV-Infektionen und die Aids-Erkrankung kennen die meisten Menschen. Aber die wenigsten wissen, welche weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten es gibt und wie man sich davor schützen kann."

Sie verwies darauf, dass die meisten Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhö oder Chlamydien behandelbar sind. Ohne ärztliche Behandlung könnten sie der Gesundheit aber auf Dauer schaden und unter anderem zu Unfruchtbarkeit führen. "Wer sich und seine Partnerin oder seinen Partner schützen will, sollte Infektionswege und Krankheitssymptome kennen und muss vor allem in der Lage sein, Schutzmöglichkeiten und Früherkennung anzusprechen sowie korrekt zu nutzen", so Thaiss.

Das Mitmach-Projekt ist Teil der BZgA-Präventions-Kampagne "Liebesleben". Seit 2016 informiert die BZgA mit dieser Kampagne über Liebe, Sexualität und dem Schutz vor HIV- und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Die Aufklärungskampagnen wurden wiederholt von der homophoben "Demo für alle" und aus dem rechtsextremen Milieu, darunter auch aus der AfD, als Ausdruck von vermeintlich obszöner "Gender-Ideologie" kritisiert. (dk)



#1 PetterAnonym
  • 04.02.2020, 13:19h
  • Gut und wichtig.

    Das sollte aber auch wirklich an allen Schulen und für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend sein. Da darf es keine Ausnahmen (z.B. wegen Religion o.ä.) geben, um die Teilnahme zu verweigern.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 N8EngelProfil
  • 04.02.2020, 13:44hWenden
  • schlimm ist, das solche Projekte oftmals von Ehrenamtlern getragen werden. Ich hab mit mal breitschlagen lassen und bin mit in eine Schule gegangen. Hätte jemand danebengestanden, und gesammelt, welche "Freundlichkeiten" wir von einem Teil der Schülerschaft zu hören bekamen, wäre ein Jugendgericht einige Monate ausgelastet gewesen. Auch wenn ich die Arbeit für wichtig halte, wird man auf meine Unterstützung verzichten müssen, solange derartige Auswüchse nicht zumindest sanktioniert werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 zundermxeAnonym
  • 04.02.2020, 13:55h
  • Klarinette gehört das auch in die Schule.

    Is eh mehr als verwunderlich, dass es das scheinbar immer noch von außen braucht und nicht längst ganz normaler Bestandteil des Unterrichts für alle Schulen spätestens ab der fünften Klasse ist (nat jeweils den unterschiedlichen Altersgruppen angepasst).

    Bin selbst zu den Themen als offen Schwuler Anfang der 90er in Schulklassen gewesen und hab damals ausnahmslos tolle Eindrücke und Erfahrungen sammeln können wie interessiert und offen junge Menschen sind wenn ihnen ohne Zeigefinger und auf Augenhöhe begegnet wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 BesucherAnonym
  • 04.02.2020, 16:21h
  • Als Besucher der Eröffnung kann ich nur ergänzen, dass das auf dem Titel gebende Bild abgebildete übergroßen HI-Virus nicht Teil der aktuellen Ausstellung ist. Das Thema HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen wurde selbstverständlich trotzdem thematisiert.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 VonAußenAnonym
  • 04.02.2020, 21:19h
  • Sanfter Hinweis: es gibt gute Gründe, Sexualaufklärung mit Externen zu machen. Vielen Schülerinnen und Schülern fällt es deutlich einfacher, mit Externen und/oder Sozialarbeitern über Themen wie Sex, sexuelle Orientierung und Beziehungsmodelle zu reden. Wichtig ist, dass es in den Stundenplan integriert ist und alle da mal durch müssen. Aber ganz ehrlich: mit einigen Lehrerinnen und Lehrern will man auch nicht darüber sprechen ;) lasst das ruhig geschulte Experten und Ehrenamtliche machen.

    Unabhängig davon sollte natürlich auch in allen Fächern Vielfalt angemessen vorkommen :)
  • Antworten » | Direktlink »