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Neues Motto
CSD Wiesbaden: "Eine Familie ist eine Familie ist eine Familie"
Der CSD in Wiesbaden wird sich dieses Jahr mit dem Thema Regenbogenfamilie beschäftigen.

In Wiesbaden soll die fortbestehende Diskriminierung von Regenbogenfamilien angeprangert werden
- 4. Februar 2020, 12:29h 2 Min.
Die CSD-Veranstalter*innen in der hessischen Hauptstadt Wiesbaden haben am Montag mit "Eine Familie ist eine Familie ist eine Familie" ihr Motto für das Jahr 2020 bekanntgegeben. In einer Begründung für das Schwerpunktthema Regenbogenfamilie hieß es: "Der CSD 2020 ist eine Hommage und Feier der Familie als Ort der Liebe, Geborgenheit, des Zusammenhalts, der Fürsorge und Verantwortung". Das schließe ausdrücklich Wahlfamilien ein.
Das Motto feiere "die Familie in all ihren verschiedenen Formen und Farben". Zugleich wird beklagt, dass in Deutschland zwar seit Oktober 2017 das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben abgeschafft wurde, es aber weiter Diskriminierung gebe: "Auch wenn das Gesetz gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht auf Familie zuspricht, haben Regenbogenfamilien weiterhin nicht dieselbe rechtliche Basis wie Familien mit heterosexuellen Paaren." So wird nach deutschem Abstammungsrecht nur die Frau als leibliche Mutter anerkannt, die das Kind zur Welt gebracht hat, nicht aber deren Ehefrau. Sie ist damit anders als ein Ehemann auf das Prozedere zur Stiefkindadoption angewiesen.
Die Bundesregierung hält derzeit nicht nur weiter an dieser Restdiskriminierung fest, sondern will das Verfahren zur Stiefkindadoption noch verschärfen, weshalb der Lesben- und Schwulenverband unlängst eine Petition gestartet hat (queer.de berichtete).
Unser Motto für den Christopher Street Day 2020: Eine Familie ist eine Familie ist eine Familie Jede Familie ist…
Gepostet von CSD Wiesbaden am Montag, 3. Februar 2020
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Der Wiesbadener CSD findet dieses Jahr am 30. Mai statt. Letztes Jahr waren rund 2.000 Menschen bei der CSD-Demo durch die Innenstadt gezogen. Damals hatten auch mehrere Ministerien der schwarz-grünen hessischen Landesregierung anlässlich des CSDs Regenbogenflaggen vor ihren Häusern gehisst. Dabei handelte es sich aber ausschließlich um Ministerien, die von den Grünen kontrolliert werden (queer.de berichtete). (dk)
















Ich muss in einem anderen Universum aufgewachsen sein. Und dort wohl immer noch leben.
Übrigens gibt es queere Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - keine Familie im gemeinten Sinne haben oder sogar keine wollen. Könnte ja sein, dass sie sich mit all der herbeizitierten Regenbogenfamilien-Glückseligkeit nicht ganz so identifizieren können.