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Einzelkommentar zu:
CSD Wiesbaden: "Eine Familie ist eine Familie ist eine Familie"


#8 SündenbockAnonym
  • 04.02.2020, 23:02h
  • Antwort auf #5 von SchwarzesSchaf
  • "Den Kommentaren #2 und #3 möchte ich zu 100% zustimmen. Es ist ein Elend. Danke für Euere Ausführungen."

    Ja, es ist ein Elend. In der community zählen seit Jahren nur noch zwei Dinge, wenn es um "gesellschaftliche Akzeptanz" geht: Deutsche "Familienwerte" und Akzeptanz durch die "Kirchen". Letztendlich besteht das Elend in der vollständigen Selbstverleugnung und Selbstauflösung. Sie sind losgelaufen und in 50 Jahren einmal im Kreis gelaufen, nur um wieder da anzukommen, wo sie gestartet waren. Das nennt sich dann Ablösung von patriarchalen Strukturen, Machtverhältnissen und "Emanzipation". Was für eine erbärmliche Farce!

    Homonklin_NZ hat zwei sehr gute und richtige Sätze geschrieben:
    "So traurig das ist, aber die meisten, die in diesem Gott-Gebets-Wahn versumpft sind, werden Dich nie als der sehen, wer Du wirklich bist."
    und
    "Ich weiß das ist schwierig, aber eigentlich muss man sich loseisen, oder man macht sich zum ewigen Boxsack, zum Abhängigen, dessen Lebensfreude nur unter beständiger Drosselung dahin vegetieren soll."

    Es ist noch viel schlimmer: Es hat Dich fast getötet. Und sicherlich viele Dinge in Deinem Leben verunmöglicht und verhindert, weil Du nur mit den Folgen der erfahrenen Ablehnung "beschäftigt" warst. Ich habe zwar nie eine Suchtproblematik gehabt, aber ich weiss sehr genau, welche Kräfte die Ablehnung durch meine Familie bei mir gebündelt hat, die ich besser für wichtige Dinge in meinem Leben gebraucht hätte. Und die dann dafür fehlten.
    Ich war jahrzehntelang der "Sündenbock" für ihre erfahrenen Abwertungen. Ich war ja selber schuld und rechtfertigte ihr Handeln durch meine pure Existenz. Ich war ja selber schuld, weil ich so war, wie ich bin. Es ist schwer, auch ich habe dafür sehr lange gebraucht, aber jage sie zum Teufel. Werfe sie alle hochkant aus Deinem Leben. Was willst Du mit Menschen in Deinem Leben, die Dir so massiven und kontinuierlichen Schaden zufügen? Menschen, die NICHTS Gutes beitragen, sondern Dir nur ihre Abwertung vermitteln. Alles, was sie wollen, ist Dir jede Lebensenergie rauben.

    Den Anfang hast Du gemacht. Du hast mit dem Trinken aufgehört. Wow, das ist eine Leistung! Dazu gehört was! Deine Kraft und Deine Lebensenergie hat also doch offensichtlich all deren Bemühungen, Dich zu brechen, überlebt. Jetzt musst Du nur noch dafür Sorge tragen, dass es auch so bleibt. Dazu gehört es auch, bestimmte Menschen hinter sich zu lassen und sie aus seinem Leben zu verbannen. Erst dann geht es vorwärts und dann kann man die eigene Kraft und Energie endlich für sein eigenes Leben verwenden, anstatt sie sich von diesen Energieparasiten absaugen zu lassen.

    "Familie" braucht ihr dafür nicht, weder die Herkunftfamilie noch eine Kopie dessen. "Familie" überlassen wir den Langeweilern, denen nichts besseres einfällt, als die Lebensentwürfe ihrer Eltern und Grosseltern zu kopieren, weil es für mehr nicht reicht. Auf euch beide wartet ein Leben. Das ist ein unbeschriebenes Blatt. Lebt es! Schreibt eure Geschichte. Alles Gute für euch!
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