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Kommentare zu:
CSD Wiesbaden: "Eine Familie ist eine Familie ist eine Familie"


#11 Taemin
  • 05.02.2020, 10:33h
  • Und wieder ein hochproblematisches CSD-Motto. Ich frag mich langsam, warum ein CSD immer unbedingt ein Motto braucht. Dieses hier klingt eher nach dem Ruf aus der konservativsten Ecke der Gesellschaft: Eine Familie ist eine Familie und besteht aus Vater-Mutter-Kindern. Die Vielfalt des Familienbegriffs ist sicher gemeint, wird aber nicht ausgesprochen. Zudem -wie Vorredner bereits sehr zutreffend angemerkt haben- grenzt das Motto all jene Lebensentwürfe aus, die -weshalb auch immer- Familie nicht beinhalten. Zudem frag ich mich, was das überhaupt soll, diese penetrante Konzentration auf Familie. Mir fehlen zwar konkrete Zahlen, aber ich wage mal die Behauptung, dass die weit überwiegende Mehrheit der schwulen und lesbischen Paare keine Kinder hat, also sowieso unter keinem aller möglichen Blickwinkel eine Familie bilden. Von Singles ganz abgesehen. Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass an der von mir lange nicht ernst genommenen Warnung vor der totalen Anpassung an konservativ-christliche Werte doch was dran ist. Leute, beschafft euch Kinder, dann werden euch die Groß- und Schwiegermütter Pullover und Socken stricken! Das ist ein Irrweg.
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#12 AndreasKAProfil
  • 05.02.2020, 13:31hKarlsruhe
  • "Der CSD 2020 ist eine Hommage und Feier der Familie als Ort der Liebe, Geborgenheit, des Zusammenhalts, der Fürsorge und Verantwortung

    ... so jetzt setzen wir uns alle mal regenbogenmäßig an den Tisch und verkaufen Nutella, fleischfreie Wiesenhofwurst, Ikea-Möbel, Haribo ... oder sonstwas ...

    Ist das echt die Begründung des Mottos?
    Gibt es seitens der Veranstalter wirklich keine Hinweise auf das, was in Sachen Familie für queere Menschen - und weit über unsere Community hinaus - noch im Argen liegt und verbessert werden muss? Baustellen gibt es so viele, die kann man gar nicht aufzählen ...

    Falls die Veranstalter wirklich zur Feierstunde eines Werbefamilie-Ideals aufrufen ... dann wirklich lieber ehrlicherweise kein Motto und Feier pur ... ohne Anspruch auf eine politische Demo, die der CSD m.E. sein soll, ein Aufmerksammachen auf Missstände, auf Anderssein, auf gleiche Rechte und Akzeptanz ist da nu wahrlich nicht mehr erkennbar und offenbar auch nicht gewollt.

    Statt dessen "Hommage auf die Wunschfamilie aus dem Märchenbuch" ... ich mag es echt nicht glauben.
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#13 Taemin
  • 05.02.2020, 15:45h
  • Antwort auf #12 von AndreasKA
  • Das Ganze fußt auf einer Frage, die so vielen Schwulen beim Coming-out von ihren Müttern gestellt wurde: "Dann werde ich nie Enkelkinder haben?" Künftig sollen Schwule ihren Müttern diese Frage ersparen, denn die sollen fortan denken, dass ihr Sohn mal einen netten Schiegersohn anbringt und die beiden Jungs sich gleich nach der Heirat ans Kinderadoptieren oder Kinderfremdzeugen machen. So und nicht anders soll das bravbürgerliche Leben schwuler Männer in Zukunft aussehen. Das von Lesben entsprechend, wobei die es mit dem Kinderkriegen ja etwas leichter haben.
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#14 Ex-KatholikAnonym
  • 05.02.2020, 15:53h
  • Antwort auf #13 von Taemin
  • "Das Ganze fußt auf einer Frage, die so vielen Schwulen beim Coming-out von ihren Müttern gestellt wurde: "Dann werde ich nie Enkelkinder haben?""
    Da müssten sich die Mütter an die eigene Nase packen, dass sie nur ein Kind in die Welt gesetzt haben. Deren Mütter könnten ja auch sagen "dann werde ich von dir nur ein Enkelkind haben"?
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#15 TheDadProfil
  • 05.02.2020, 20:14hHannover
  • Antwort auf #6 von Homonklin_NZ
  • ""Aber nicht Jeder ist geeignet für völliges Alleinsein, die oft andere Alternative.""..

    Äh ?

    Um einen herum leben immer andere Menschen..
    Niemand ist Allein, oder schlimmer noch einsam, wenn er sich nicht selbst dazu entschlossen hat Allein und Einsam zu sein..

    Es hindert einen NIEMAND daran andere Menschen kennenzulernen und sich seine "Familie" selber auszusuchen, und mit ihr zusammen zu leben, es muß eben nicht die "Familie" sein, aus der man "genetisch abstammt"..

    Was die oft komplizierten Beziehungen zwischen Verwandten angeht die einen als LGBTTIQ*-Mensch nicht akzeptieren wollen..

    Der Begriff "Regenbogenfamilie" muß eine Erweiterung erfahren, denn bislang beschreiben wir damit eigentlich nur die Familien in denen die Erwachsenen als LGBTTIQ*-Mensch zusammen mit eigenen oder adoptierten Kindern leben als solche Regenbogenfamilien..

    Doch es gibt LGBTTIQ*-Kinder und Jugendliche, und die stammen alle aus einer Familie die sich bislang nicht "Regenbogenfamilie" nennt..

    WIESO EIGENTLICH ?

    Wo es doch auch in der Argumentation der Community so schön heißt :

    Familie ist dort wo Kinder (und Jugendliche ! ) leben..

    Dann sind auch die Familien in denen LGBTTIQ*-Kinder und Jugendliche leben
    REGENBOGENFAMILIEN !

    Auch dann wenn es ihre "Herkunfts-Familien" sind..
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#16 TheDadProfil
  • 05.02.2020, 20:29hHannover
  • Antwort auf #14 von Ex-Katholik
  • ""Da müssten sich die Mütter an die eigene Nase packen, dass sie nur ein Kind in die Welt gesetzt haben.""..

    Nöö..
    Denn den Satz gibt es in diversen Varinaten, von
    "dann werde ich nie"
    bin hin zu
    "dann werde ich nie von dir oma"..

    Blöd dann auch wenn man als Schwuler der "Lieblingssohn" der Mutti ist, denn die Kinder des anderen Sohnes können dann ja nie "soviel wert" sein wie es die deinen wären..

    Mütter können so grausam sein, wie sie manchmal blöd sind, und Eltern die sich an ihren Enkeln als "ersatz-erziehende" versuchen wollen, weil sie denken sie könnten dort gut machen, was sie bei den eigenen Kindern verpatzt haben, richten meist nur noch mehr Schaden an..

    Doch zuerst einmal bin ich als Sohn nicht der "Erfüllungsgehilfe der Wünsche der Mutter"..

    Und ob nun Schwul, Zeugungsunfähig oder gar Zeugungs-Unwillig..
    Es gibt Männer die sich nicht fortpflanzen WOLLEN, doch das preist die verdummbibelte Heteronormativität einfach nicht mit ein..

    Mit der aufgekommenen "Ein-Kind-Familie" der Ende der Achtziger Jahre hat sich das Problem verschärft, und trotz aller inzwischen erreichter Aufklärung bei den Eltern geistern durch die Köpfe immer noch die Träume vom "Fortbestand der Blutlinie", als gäbe es auf der Erde keine anderen Probleme zu lösen..

    ""Deren Mütter könnten ja auch sagen "dann werde ich von dir nur ein Enkelkind haben"?""..

    Keine Sorge..
    Das tun sie sogar..
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