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Beschluss

Auch in Hannover leuchten bald homosexuelle Ampelpärchen

Die niedersächsische Landeshauptstadt wird im Mai erste gleichgeschlechtliche Ampelpärchen einweihen – gegen den Widerstand der CDU.


Gleichgeschlechtliche Ampelpärchen gibt es bereits in vielen Teilen Europas – und sogar darüber hinaus (Bild: Stadtverwaltung Stockholm)

Der Gleichstellungsausschuss im Stadtrat von Hannover hat am Montag beschlossen, dass anlässlich des CSDs Ende Mai gleichgeschlechtliche Ampelpärchen installiert werden sollen. Noch ist unklar, ob diese Pärchen vorübergehend zum CSD gezeigt werden sollen oder dauerhaft. Nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeine Zeitung" (HAZ) schätzen die Kommunalpolitiker die Kosten der Umrüstung der Ampelanlagen auf 7.000 Euro.

Die CDU wollte laut HAZ die Ampelpärchen bis zuletzt verhindern und setzte sich dafür ein, dass stattdessen Nana-Figuren auf den Ampeln gezeigt werden sollen. Dabei handelt es sich um Pop-Art-Figuren voluminöser Frauen mit überdimensionierten Geschlechtsmerkmalen, die von der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930-2002) erstellt worden waren. Seit den Siebzigerjahren sind mehrere Nana-Plastiken in der niedersächsischen Landeshauptstadt aufgestellt worden.

Idee aus Österreich

Die Idee der Ampelpärchen stammt ursprünglich aus Österreich: Im Vorfeld des Eurovision Song Contest 2015 wurden in Wien die ersten derartigen Lichzeichenanlagen installiert (queer.de berichtete). Das führte zu weltweiter Berichterstattung, was Wien dazu brachte, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen. Die Idee wurde seitdem von mehreren Städten in Europa und sogar in Australien übernommen – sie verbindet, so die Befürworter, ein Zeichen von Akzeptanz mit vergleichsweise kostengünstiger PR für die eigene Stadt. In Deutschland sind diese Ampeln unter anderem in Köln, Frankfurt und Flensburg zu sehen.

Meist von Homo-Gegnern geäußerte Kritik, dass die Ampelpärchen Fußgänger verwirren könnten und so zu mehr Unfällen führten, wies die Stadt Wien bereits 2015 mit einer Studie zurück. Darin heißt es, dass die größere Leuchtfläche der Ampelpärchen Menschen vielmehr dabei helfe, die Signale besser wahrzunehmen (queer.de berichtete). (cw)



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#1 wilmucAnonym
  • 04.02.2020, 16:35h
  • Möchte nicht unerwähnt lassen, dass es in dem immer so gescholtenen Bayern auch in München bereits seit 2015 die gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen gibt. Sie sind das ganze Jahr über, also auch jetzt, z.B. am Viktualienmarkt, Fraunhoferstr. usw. angebracht. Während des CSD wehen auch an allen Straßenbahnen die LGBT-Fahnen.
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