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Möglicher Trump-Nachfolger

Iowa: Pete Buttigieg liegt bei Vorwahl vorn

Der schwule Präsidentschaftskandidat und frühere Bürgermeister Pete Buttigieg liegt in Teilergebnissen der Vorwahl der US-Demokraten im Bundesstaat Iowa in Führung. Ihm dicht auf den Fersen ist Bernie Sanders.


Pete Buttigieg, ehemaliger Bürgermeister der 100.000 Einwohner zählenden Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana, wurden zu Beginn seiner Kampagne kaum Chancen eingeräumt (Bild: Gage Skidmore / flickr)
  • 5. Februar 2020, 03:52h 12 3 Min.

Überraschung in Iowa: Der frühere Bürgermeister Pete Buttigieg liegt in Teilergebnissen der Vorwahl der US-Demokraten In Führung. Wie die Demokraten am Dienstag mitteilten, kam der offen schwule Kandidat nach Auszählung von 62 Prozent der Wahlbezirke auf 26,9 Prozent. Der frühere Vizepräsident Joe Biden – wie Buttigieg ein Vertreter der politische Mitte – rangierte in diesen Teilergebnissen nur auf dem vierten Platz.

In den vorläufigen Auszählungsresultaten lag der 38-jährige Buttigieg knapp vor dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders, der als Favorit der Vorwahl in Iowa gegolten hatte. Sanders kam auf 25,1 Prozent, hinter ihm folgte die Senatorin Elizabeth Warren mit 18,3 Prozent. Auch sie gehört dem linken Parteiflügel an. Biden lag bei 15,6 Prozent, dahinter folgte die Senatorin Amy Klobuchar mit 12,6 Prozent.

Die Prozentangaben beruhen auf einem komplizierten, allerdings entscheidenden Wahldelegiertensystem. In der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen, dem sogenannten Popular Vote, liegt Sanders in den veröffentlichten Teilresultaten mit 28.220 Stimmen vor Buttigieg mit 27.030.

Schwere Panne durch Programmierfehler

Die Vorwahl der US-Demokraten in Iowa war von einer schweren Panne überschattet worden. Wegen eines Programmierfehlers endete die Abstimmung am Montagabend im Chaos. Auch einen Tag später waren die Demokraten zunächst nicht in der Lage, das Endergebnis zu verkünden. Mit 21 Stunden Verspätung wurden nun die ersten Teilergebnisse veröffentlicht.

Der Vorsitzende der Demokraten in Iowa, Troy Price, bat für die "inakzeptable" Verzögerung um Entschuldigung. Wann das Gesamtergebnis bekannt gegeben wird, sagte er nicht. Price betonte jedoch, die veröffentlichten Teilergebnisse seien korrekt.

Buttigieg spricht von "erstaunlichem Sieg"

Noch vor Veröffentlichung des Gesamtergebnisses feierte Buttigieg mit Anhängern. Unabhängig davon, "was noch passiert", habe seine Kampagne einen "erstaunlichen Sieg" in Iowa errungen, sagte er bei einem Auftritt im Bundesstaat New Hampshire. Dort findet kommenden Dienstag die nächste Vorwahl statt.

Buttigieg war früher Bürgermeister der Stadt South Bend im Bundesstaat Indiana. Über politische Erfahrung in der Hauptstadt Washington verfügt er bislang nicht. Überregional war Buttigieg bis zum Start seiner Präsidentschaftskampagne kaum bekannt. Sollte er die Vorwahl in Iowa gewinnen, käme dies also einer Sensation gleich. In landesweiten Umfragen liegt Buttigieg allerdings noch abgeschlagen im einstelligen Prozentbereich, Biden führt hier die Spitze an.

Sollte Biden am Ende in Iowa tatsächlich nur auf dem vierten Platz landen, wäre das zugleich ein schwerer Rückschlag für den früheren Stellvertreter von Ex-Präsident Barack Obama. In den landesweiten Umfragen zu den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern hatte Biden seit langem vorne gelegen.

Vorwahl in Iowa hat Symbolkraft

Die Vorwahl in Iowa ist besonders wichtig. Die Wähler entscheiden dort zwar nur über 41 der 3.979 Delegierten, die letztlich den Herausforderer oder die Herausforderin von Präsident Donald Trump ernennen werden.

Weil die Vorwahlen aber traditionell in Iowa beginnen, kommt dem ländlichen Bundesstaat im Mittleren Westen mit nur knapp 3,2 Millionen Einwohnern ein großes Gewicht zu: Ein guter Start kann die Aussichten eines Bewerbers auf die Präsidentschaftskandidatur befeuern – ein schlechtes Abschneiden ist nur schwer wieder wettzumachen. (cw/AFP)


 Update  9h: Buttigieg weiter vorne

Nach den neuesten Ergebnissen mit einem Auszählungsstand von 71 Prozent der Wahlkreise liegt Buttigieg mit 26,8 Prozent der Delegiertenstimmen weiter von Sanders mit 25,2 Prozent; der Senator führt zugleich weiter in der Gesamtzahl der Stimmen mit 32.673 zu 31.353. Warren erzielt 18,4 Prozent, Biden 15,4 und Klobuchar 12,6.

-w-

#1 michael hnkAnonym
  • 05.02.2020, 08:34h
  • Why not? Ich erinnere an den Senator Barack Obama, den ursprünglich auch niemand auf der Rechnung hatte. In Amerika ist vieles möglich, im guten wie im schlechten. Leider ermöglicht das Wahlsystem keine echte bürgernahe Partizipation: Wer die beste Show liefert und viel Geld für seine Kampagne aufbringen kann, ist klar im Vorteil.

    Um den.. äh.. Uhrensohn endlich loszuwerden, wäre mir auch ein Stück Holz als Kandidat recht. Nur, so eine schwere Panne wie jetzt darf den Demokraten echt nicht mehr passieren, das wäre fatal.
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#2 Leon 4Anonym
  • 05.02.2020, 08:40h
  • Nargh.... Iowa ist mehrheitlich weiß, so 80 bis 90 Prozent oder so, und afaik is major pete's größtes Problem ja das er so gut wie keinen Anklang bei der poc Bevölkerung findet.... Mal sehen ob der Gewinn was reißt!
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#3 Leon 4Anonym