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Ausladen oder nicht?

Homo-Hasser Graham: In Großbritannien verbannt, in Deutschland willkommen?

Während die Kölner Lanxess Arena weiter darüber nachdenkt, ob Homo-Hasser Franklin Graham seinen Hass verbreiten darf, wurden in Großbritannien bereits alle acht geplanten Auftritte abgesagt. Der Evangelist droht jetzt mit juristischen Konsequenzen.


Franklin Graham würde auch deutschen Christen gerne einimpfen, Homosexuelle als Feinde anzusehen (Bild: Matt Johnson / flickr)

Ausgerechnet im Pride-Monat Juni wollte der homophobe Prediger Franklin Graham in acht Veranstaltungsorten in England, Wales und Schottland auftreten. Nach einer Kampagne von LGBTI-Aktivisten haben nun laut britischen Medienberichten alle gebuchten Hallen den 67-jährigen Amerikaner ausgeladen.

Als letzter Veranstaltungsort kündigte die Utilita Arena in Newcastle upon Tyne an, den Vertrag mit dem Prediger zu kündigen. Zuvor hatte sich der sozialdemokratische Stadtratschef Nick Forbes für die Absage eingesetzt, eine Petition gegen den Auftritt wurde von mehr als 5.000 Menschen unterzeichnet. "Pastor Graham geht mit kontroversen, abstoßenden Ansichten über LGBT hausieren. Diese stehen im direkten Konflikt mit den Werten, die uns in Newcastle wichtig sind", so Forbes.

Graham droht als Reaktion mit Klagen vor Gericht. Nach einer Absage im schottischen Glasgow erklärte er Ende Januar, die Vertragskündigung sei eine "Diskriminierung von Christen".

Graham will zur CSD-Saison nach Köln

In Deutschland ist bislang nur ein Auftritt in Köln geplant – ausgerechnet am 20. Juni zum Start des Cologne Pride und ausgerechnet in der Lanxess Arena, der größten Mehrzweckhalle in Deutschland. Nach Kritik hat die Arena im Stadtteil Deutz, die bis zu 20.000 Sitzplätze bietet, bereits angekündigt, den Auftritt Grahams überprüfen zu wollen (queer.de berichtete). Die CSD-Organisatoren in Köln appellierten an die Lanxess Arena, "angesichts der zu erwartenden homophoben Hetze und Muslimfeindlichkeit" den Auftritt Grahams nicht zuzulassen (queer.de berichtete).

Graham ist in den letzten Jahrzehnten durch unzählige homo- und islamophobe Äußerungen aufgefallen. So warb er nicht nur für Homo-"Heilung" und lobte das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda", sondern erklärte Schwule und Lesben sogar zu "Feinden" der Christen. Der Prediger versucht außerdem, Homosexuelle aus der Politik zu drängen: So forderte er den offen schwulen Präsidentschaftskandidaten Pete Buttigieg auf, für seine Homosexualität Buße zu tun (queer.de berichtete). Der Politiker der Demokraten tat dies nicht, gewann aber trotzdem die erste Vorwahl im US-Bundesstaat Iowa (queer.de berichtete). (dk)



#1 AlexAnonym
  • 06.02.2020, 13:07h
  • Es kann doch nicht sein, dass Hasspredigern, die sonst nirgends willkommen sind, in Deutschland eine Bühne geboten wird.

    Wollen Lanxess und die Lanxess-Arena wirklich mit sowas assoziiert werden?
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#2 CoroniaAnonym
  • 06.02.2020, 19:47h
  • Was gibt es da zu überlegen und diskutieren? Natürlich soll seinen Lügen hier in Köln kein Forum geboten werden. Traurig, dass das noch zur Debatte steht.
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#3 HinnerkAnonym
  • 06.02.2020, 22:25h
  • Deutschland braucht endlich ein Gesetz, das Hetze generell untersagt. Nicht nur von religiösen Eiferern, sondern auch von Hass-Sängern, Nazi-Bands, etc.

    Denn Hetze hat nichts mit freier Rede zu tun. Und anders kann man geldgeile Veranstalter und Unternehmen offenbar nicht zähmen.
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#4 zundermxeAnonym
  • 07.02.2020, 14:55h
  • Auch wenn sie nach eigenen Aussagen alles dafür tun Hass und Hetze zu bekämpfen: die gut-bürgerlichen lassen die braune Suppe bewusst weiter köcheln damit sie sich als Garant der Freiheit aufspielen können.
    Und ganz nebenbei ist damit auch noch gut Geld zu verdienen.

    Die Arena macht sich durch ihr Zögern immer mehr zum braunen Fleck für Queers.
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#5 DramaQueen24Profil
  • 08.02.2020, 08:03hBerlin
  • "... die Vertragskündigung sei eine "Diskriminierung von Christen"

    Seltsam, wenn es um IHRE Rechte geht, sind sie mit dem Verklagen schnell dabei. Aber wehe, ein schwuler Mann, eine lesbische Frau, oder eine Transperson verklagt die Christen, dann wird alles aufgezogen, auch Lügen, Unterstellungen und Halbwahrheiten (Christen nennen das dann "lying for the LORD"), um Klagen abzuschmettern.
    Gut, dass der Gerichtsstand nicht die Trumphörige bigotte USA ist, sondern Großbritannien mit einer langen Rechtstradition. Da wird er schon sehen, was er davon haben wird (abgesehen von der miesen Presse)!
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#6 Homonklin_NZAnonym
  • 18.02.2020, 07:48h
  • Es hätte mich mal interessiert, ob es dazu schon weitere Entwicklungen gibt. Was diese "Untersuchung" durch den Konzern angeht, und ob Jemand da sein Veto einzulegen gedenkt.

    Es kann nicht ganz angehen, dass man zum Beispiel islamischen Hasspredigern aus der Salafisten-Ecke die Bühne nicht bietet, aber dann solche Knilchverstärker wie Graham Junior gewähren lässt.

    Apropro Diskriminierung : Wer Hass sät...
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#7 dellbronx51069Anonym
  • 28.02.2020, 18:17h
  • Ich erwarte auch klare Kante von OB Reker zum geplanten Auftritt dieses Christfaschisten.
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