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Kommentare zu:
Bislang kaum Bewerbungen in dritter Geschlechtskategorie


#1 lollipopAnonym
  • 07.02.2020, 10:27h
  • Ich finde, dass es generell häufig unnötig ist, das Geschlecht zu erfassen. Wozu ne verpflichtende Geschlechtsangabe beispielsweise in online shops nötig sein soll, hab ich noch nie verstanden. Das gilt auch, wenn man eine Arbeitsstelle antritt.

    Einfach kein Geschlecht erfassen, fertig.
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#2 Still_IthEhemaliges Profil
  • 07.02.2020, 12:35h
  • Bei sämtlichen Bewerbungen, bei denen in irgendeiner Weise die Arbeitsagentur beteiligt ist, ist btw die Geschlechtskategorie "divers" von vornherein ausgeschlossen.
    Dort gibt es nämlich nach wie vor nur "männlich", "weiblich", "keine Angabe". Was ein bisschen witzig ist, wenn potentielle Arbeitgeber*innen Stellenanzeigen dann mit "m/w/d" ausschreiben, selbst wenn die Ausschreibung von der Agentur betreut wird. Der Behörde sind sie damit ein gutes Stück voraus.
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#3 Taemin
  • 07.02.2020, 12:50h
  • Gerade wenn man einer verlachten, misstrauisch beäugten oder gar in ihrer Existenz bezweifelten Minderheit angehört, neigt man wohl nicht unbedingt dazu, sich ausgerechnet bei einer so sensiblen Verrichtung wie der Bewerbung um einen Arbeitsplatz zu outen und damit die Wahrscheinlichkeit zu steigern -aus natürlich rein sachbezogenen Gründen (hüstel)- aussortiert zu werden. Ich selbst hab mich auch nie bei Bewerbungen sofort als schwul vorgestellt, und wenn -was heute ja öfter vorkommt- kein Foto verlangt wird, dürfte aus ganz ähnlichen Bedenken heraus nicht jeder dunkelhäutige Bewerber seine Hautfarbe herausheben. Gleichwohl halte ich es für richtig, Stellenangebote nicht auf Männer und Frauen zu begrenzen.
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#4 Still_IthEhemaliges Profil
  • 07.02.2020, 13:14h
  • Antwort auf #3 von Taemin
  • Achja, stimmt, in einem Lebenslauf einfach mal nicht out sein ^^

    Wusst ich doch, dass da irgendwelche Art von Luxus war, die's bei Abweichungen von der Dya-Cis-Heteronorm im Wesentlichen dann gibt, wenn die sich auf sexuelle Orientierung statt Identität bezieht.
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#5 RyluriAnonym
  • 07.02.2020, 18:53h
  • Die meisten werden es nicht machen, weil sie Angst davor haben dann direkt nicht genommen zu werden. Wenn man irgendwie gegen gesellschaftliche Normen verstößt hat man es sowieso schwer Karriere in Unternehmen zu machen. Menschen die z. B. äußerlich auffällig sind, sind meistens eher künstlerisch unterwegs. Wenn man sich irgendwelche Team Fotos von Unternehmen anguckt sind da fast immer nur unauffällige Menschen mit Kurzhaarschnitt und Anzug. Und dann wird immer damit geworben wie divers man doch ist.
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#6 Taemin
  • 07.02.2020, 19:52h
  • Antwort auf #4 von Ith_
  • Ich wäre 1988 nicht Beamter geworden, wenn ich damals schon so den schwulen Aktivisten herausgekehrt hätte wie ich das nach der Lebenszeitverbeamtung getan habe einschließlich jahrelanger Prozesse gegen meinen Dienstherrn wegen Diskriminierung.
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#7 ToniAnonym
  • 07.02.2020, 22:13h
  • Tja, ich hab auf meine Bewerbung nicht "Geschlecht: divers" draufgeschrieben. Das Unternehmen hat mich einfach entsprechend dem optischen Eindruck in eine binäre Kategorie gesteckt. Es hat knapp 3.000 Mitarbeitende, schreibt alles als m/w/d aus. Trotzdem kann man bei internen Formularen nur Frau oder Herr ankreuzen, in Arbeitsanweisungen und der Firmenzeitschrift wird nur in männlicher Form geschrieben - bei letzterer steht hinten noch drauf "Frauen sind mitgemeint". Es gibt sogar eine Abteilung für Diversity. Die hat auf meine Mail von vor Monaten nie geantwortet. Über homosexuelle Mitarbeitende wird auf den Fluren gelästert.

    Und da glauben die ernsthaft dass es kaum diverse Menschen gibt, weil das nicht in rot im Bewerbungsanschreiben steht?!?
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#8 TheDadProfil
  • 07.02.2020, 22:29hHannover
  • Antwort auf #2 von Ith_
  • Da gibt es dann einen Bundesarbeitsminister der vielleicht über die Problematik gar nicht informiert ist, und eine "ministerielle Dienstanweisung" noch auf sich warten lässt um ein Gesetz auch in der Verwaltung umzusetzen..
    Da muß man mal nachfragen..
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#9 Nk231Anonym
  • 08.02.2020, 17:16h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "... der vielleicht über die Problematik gar nicht informiert ist."
    Ach herrje, das ist aber was mit der Informationsrecherche. Als ob er kein Internet hätte und sich nicht informieren könnte - geschweige denn mal schnell ein Fax ans Bildungsministerum schicken zu können. Ich wusste gar nicht, dass wir noch im Mittelalter leben. Aber danke für den Hinweis, mit den bits und Datenvolumen könnte man fast vergessen, dass wir im Jahr 2020 leben.
    :'-D Sorry, der Witz musste sein, passt einfach perfekt.
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#10 RebeccaProfil
  • 08.02.2020, 21:28hBerlin
  • Ich möchte fast wetten, wenn sich wirklich eine Person mit "divers" bewirbt, sie vielleicht eingeladen wird, um zu sehen, wie sie aussieht, aber dann nicht weiter berücksichtigt wird. Also aussortiert aus den Bewerbungen.
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#11 TheDadProfil
  • 09.02.2020, 01:14hHannover
  • Antwort auf #9 von Nk231
  • ""Ach herrje, das ist aber was mit der Informationsrecherche. Als ob er kein Internet hätte und sich nicht informieren könnte - geschweige denn mal schnell ein Fax ans Bildungsministerum schicken zu können.""..

    Äh ?
    Der Bundesarbeitsminister informiert sich also über das Internet über die Missstände in den von ihm geführten Behörden, oder fragt mal eben bei einem anderem Minister ab, wie es dort so läuft ?

    Ach herrje, das ist aber was mit der Realität..

    (welch schräge formulierung)
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#12 Nk231Anonym
  • 09.02.2020, 11:03h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • Die Realität ist leider gar nicht lustig. Das schlimme ist, dass die SPD und auch die CDU sehr viel mehr weiß als sie vorgeben zu wissen. Im Bundesbildungsministerium sind Studien, Forschungen zu finden, aber das interessiert sie nicht so sehr, um daraus wichtige Konsequenzen zu ziehen und zu mehr Verbesserung beizutragen.

    Es hilft also nicht, einfach zu sagen, sie würden gar nicht informiert sein wie es denn in der Gesellschaft aussieht. Damit hilfst du den Trans und Inter in keinster Weise. Du gaukelst ihnen vor, dass die GroKo nur informiert werden müsste. So ist es leider nicht. Sie müssen noch stark davon überzeugt werden, dass der Schutz für die LSBTTIQ sehr wichtig und dringend ist. Mit Aufklärung alleine ist das nicht zu erreichen.
    So viel zum Thema Realität.
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#13 TheDadProfil
  • 09.02.2020, 11:35hHannover
  • Antwort auf #12 von Nk231
  • ""Du gaukelst ihnen vor, dass die GroKo nur informiert werden müsste.""..

    Den Artikel noch einmal lesen, und vielleicht dazu meinen Kommentar als Antwort auf den von "Ith" könnten helfen Dich von der falschen Spur wegzubringen..

    In den Wochen nach der Ehe-Öffnung gab es hier etliche Artikel und dazu Dutzende Kommentare Betroffener über die "Unfähigkeit" deutscher Standesämter auf ihren Formularen die Anreden zu ändern..
    Der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière preschte mit der Aussage vor, es könne bis zu einem Jahr dauern bis alle Formulare angepasst seien, denn die würden nur "turnusgemäß" alle 12 Monate über ein Update angepaßt..

    Nun die Frage :

    Wie kommt man auf die Idee es würde in den Bundesbehörden bei einem "Geschlechtseintrag" auf diversen Formularen schneller gehen, als bei der Ehe-Öffnung ?

    Weil man "denkt", die Ämter und Behörden hätten aus der Unzufriedenheit der Bürger*innen die davon bei der Ehe-Öffnung betroffen waren "etwas gelernt" ?

    Noch immer werden auf Steuerformularen Eheleute als "Herr und Frau" angeschrieben, und diese Anrede wird dann von fleißigen Mitarbeitenden handschriftlich korrigiert um ein "Frau und Frau" oder "Herr und Herr" daraus zu machen, denn der Staat schmeißt nicht Tonnen von vorbereiteten Formularen in den Reißwolf, weil die auch mal Geld gekostet haben..
    Das Geld der Steuerzahlenden..
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#14 Nk231Anonym
  • 09.02.2020, 12:13h
  • Antwort auf #13 von TheDad
  • Diese "fleißigen Mitarbeiter/innen" in Behörden sind manchmal gar nicht fleißig, sondern sind zum Teil selbst befindlich bezüglich Homosexuellen, Trans und Inter. Manche Behörden haben keinen guten Ruf, das darfst du gerne erwähnen, bevor du sie in den Himmel lobst.
    Es ist ja ein schlechter Witz zu glauben, dass sich Trans und Inter plötzlich massenhaft bei Arbeitgebern bewerben würden, weil nun ein D mitdabei steht. Das ist so, als würde man der CDU die Farbe grün geben - das macht sie noch lange nicht sozialer.
    Wichtig ist, dass die Pathologisierung aufhört und dass sie nicht mehr unnötig durch die Psychiatrie geschleift werden. Auch dazu braucht es hilfreiche und gut formulierte Gesetze.
    Nur Symptome zu beseitigen, ändert an der Ursache nichts. Aber das ist ja eine bekannte Methode der GroKo. Ein weiteres Problem ist, dass die GroKo nur für Toleranz stehen, dabei ist die Gesellschaft schon bei Selbstverständlichkeit angekommen.
    Aus meiner Sicht hilft nur: andere Partei als Regierung wählen.
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#15 TheDadProfil
  • 09.02.2020, 20:48hHannover
  • Antwort auf #14 von Nk231
  • ""Diese "fleißigen Mitarbeiter/innen" in Behörden sind manchmal gar nicht fleißig, sondern sind zum Teil selbst befindlich bezüglich Homosexuellen, Trans und Inter. Manche Behörden haben keinen guten Ruf, das darfst du gerne erwähnen, bevor du sie in den Himmel lobst.""..

    Die von Dir kritisierten Punkte habe ich nirgendwo Infrage gestellt, und das Du den beinhalteten Sarkasmus nicht wahrnimmst werfe ich Dir gar nicht erst vor..

    Missgendern ist KEIN Problem welches nur Intergeschlechtliche und Trans*-Menschen beträfe, denn spätestens seit der Ehe-Öffnung ist das Problem in den Verwaltungen des Bundes und der Länder offenbar geworden, obwohl es schon mit der ELP die gleichen Probleme gab, weil es neben der Ehe und ihren verschiedenen "Zuständen" wie "Geschieden" und "Verwitwet" gar keine ELP auf den Formularen gab..

    Auch damals mußten erst umständlich sämtliche Formulare über einen langen Zeitraum angepaßt werden, und es gab die gleichen langen Verzögerungen die es jetzt für die "Dritte Option" gibt..

    Es war erwartbar..
    Es ist eingetreten..

    Und noch einmal..
    Ich habe auf den Kommentar von "Ith" geantwortet und auf die dort angesprochenen Missstände Bezug genommen, was immer noch nicht gleichbedeutend damit ist nicht ebenso angepisst zu sein wie er..
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#16 TheDadProfil
  • 09.02.2020, 20:52hHannover
  • Antwort auf #14 von Nk231
  • ""Es ist ja ein schlechter Witz zu glauben, dass sich Trans und Inter plötzlich massenhaft bei Arbeitgebern bewerben würden, weil nun ein D mitdabei steht.""..

    ""Nur Symptome zu beseitigen, ändert an der Ursache nichts. Aber das ist ja eine bekannte Methode der GroKo.""..

    Unterdrückung und Diskriminierung ist KEINE "Erfindung" der GroKo..
    Das ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, welches sich mit "einer anderen Partei" als Regierung auch nicht wirklich vollständig in Luft auflösen wird..
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#17 Nk231Anonym
  • 09.02.2020, 22:32h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Was ich nicht verstehe ist, weshalb du die GroKo immer so verteidigst? Weder bist du Politiker in dieser, noch hängen sie dir um den Hals. Was fürchtest du denn, wenn du einfach mal ehrlich schreibst, was in Deutschland los ist.
    Weder wählst du die GroKo noch möchtest du, dass sie noch weitere 20 Jahre regieren, soweit ich mich an deine Kommentare erinnern kann.

    Bei mir steht nirgends, dass Diskriminierung und Homophobie ein Produkt der GroKo sei. Wo liest du das? Es ist aber sehr auffällig und in einigen Artikeln nachzulesen, dass eben die CDU (vor allem) seit langem die europäischen Richtlinien blockiert und nicht gewillt ist, unsere Gesetze zum Schutz zu verbessern oder zu erweitern. Und ich frage mich immer wieder wie lange einige Leute das noch mitmachen wollen? Man kann natürlich die CDU noch 40 Jahre lang kritisieren. Wer diese Zeit hat, bitte, gerne. Aber mittlerweile muss doch jedem klar geworden sein, dass die CDU ihre Linie fährt, egal was kommt.
    Das einzige, was den mitdenkenden Wähler/innen übrig bleibt ist, eine neue Regierung zu wählen. Und bei mir steht nirgends, dass durch eine andere Regierung plötzlich alle Probleme sich 8n Luft auflösen werden. Wo liest du das? Es haben aber schon mindestens zwei Parteien ein Grundsatzprogramm, das die Verbesserung für uns vorsieht und auch ganz konkret, und auch schon aktiv geworden - siehe Die Grünen und siehe Die LINKEN.
    Nun kann gerne jemand schreiben, das sei doch alles dasselbe und wieso überhaupt noch wählen. Ich sage dazu nur eines: Pessimismus können wir uns in Deutschland mit einer AfD nicht leisten, genauso wenig wie das nicht Wählen gehen. Diese Trägheit und das nicht Enden wollen von "die CDU soll jetzt mal dieses und jenes endlich tun, oder soll endlich den Platz für andere frei machen" kann ich schon nicht mehr lesen weil so unaufmerksam von den jeweiligen Schreibern. Die CDU hat ihre Linie und die werden sie beibehalten. Das ist Realität. Diese Realität hab ich längst begriffen und verschwende meine Zeit damit nicht mehr. Ich weiß, was ich tun muss, um das zu erhalten, was ich mir und allen in Deutschland wünsche. Ich wähle eben die Partei, die am besten zu meiner Überzeugung passt und die aus meiner Sicht das vertreten, was ich für wichtig erachte.
    Ich werde mich hüten, eine Partei zu wählen in dem Irrglauben, wenn man sie nur lange genug kritisiert, werden die sich schon ändern. Und hinterher kommt dann der Ärger, weil alles beim Alten bleibt. Solche Wähler/innen gibt es und das ist für mich Verschwendung von Demokratie. Das hat dazu geführt, dass es nun in Deutschland schwer ist, eine andere Regierung zu erhalten. Darüber kann jeder denken was er/sie möchte, aber ich finde, das hat unserem Land und der Demokratie nicht gut getan. Alles hat sich so sehr auf die CDU eingefahren, als ob es zwischen Leben und Tod ginge.
    Wir haben trotz allem immer noch eine Demokratie in Deutschland und solange das noch so ist, sollten einige dringend sich daran erinnern und den natürlichen Fortschritt zulassen anstatt irgendwelche mittelalterlichen Denkweisen als das non plus ultra darzustellen.
    Es gibt durchaus Mehrheiten, die eine soziale Politik wollen, eine fortschrittliche und eine, die sich an den Menschen orientiert und nicht an den Selbstzweck.
    Beispiel: Rezo hat nicht ohne Grund viel Zustimmung erhalten. Er hat das ausgesprochen, was vielen am Herzen liegt.
    So schwer ist es also nicht, eine Verbesserung herbeizuführen. Ich frage mich aber, wann manche in Deutschland aus ihrem Trance herauskommen und endlich verantwortlich handeln?

    Wieso sich an etwas krampfhaft festkrallen, was einem noch nie gutgetan hat? Ich jedenfalls habe keine Angst vor positiver Veränderung. Ich werde auch nie jemanden verteidigen, der mir eigentlich hauptsächlich geschadet hat.
    Und eine Politik, die mehr schadet als den Menschen Gutes tut, muss ich nicht rechtfertigen.

    Wenn es eine Mehrheit gibt, die sich was besseres wünscht, dann ist das legitim und demokratisch. Darüber muss ich nicht lange nachdenken, sondern Demokratie bedeutet, dass eben auch eine andere Partei an die Regierung kommen kann (die AfD zähle ich nicht dazu). Die Art und Weise wie aber die CDU damit umgeht, finde ich sehr, sehr fragwürdig. Der Bundesgerichtshof hat schon so manche Entscheidungen der CDU als verfassungswidrig erklärt.

    Es geht um schrittweise Verbesserungen zu erhalten. Wenn das auch durch Gesetze möglich ist, spricht auch nichts dagegen.
    Außer man hat persönliche Probleme mit Veränderungen, das sollte man dann aber erstmal bei sich selbst reflektieren, anstatt diese Verweigerung einer ganzen Gesellschaft zuzumuten! Politik ist eine Vielfalt von Entscheidungen einer Mehrheit und nicht eine Einzelentscheidung einer einzigen Person.
    Das bedeutet Klartext: wenn du möchtest, dass alles so bleibt wie es gerade ist, dann ist das dein alleiniger Wunsch, aber nicht der Wunsch einer Mehrheit in Deutschland. Nur damit du verstehst, wo du dich mit deinem Kommentar einreihst.
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#18 TheDadProfil
  • 10.02.2020, 09:55hHannover
  • Antwort auf #17 von Nk231
  • ""Was ich nicht verstehe ist, weshalb du die GroKo immer so verteidigst?""..

    ""immer"" ?

    WO wäre das gewesen ?
    Mal abgesehen davon, daß keine Regierung von Kritik frei bleibt, und das von Niemandem der mit ihr leben muß, ist Deine Auffassung dazu ganz sicher getrübt..
    Ich beteilige mich nicht an einem ungeniertem wie uninspiriertem "SPD-Bashing", denn das nutzt ebensowenig wie das Draufhauen allein auf die UNION..
    Die Parteien sind gemeinsam beteiligt, und deshalb auch IMMER gemeinsam in die Haftung zu nehmen..

    ""Was fürchtest du denn, wenn du einfach mal ehrlich schreibst, was in Deutschland los ist.""..

    Machen wir hier alle..
    Ich betrachte die Sachen aber IMMER aus verschiedenen Perspektiven, und die bilde ich dann in den Kommentaren hier ab..

    ""Wir haben trotz allem immer noch eine Demokratie in Deutschland""..

    Einer kürzlich veröffentlichten Studie nach sind 16 Prozent der Bürger*innen mit dieser Demokratie gänzlich unzufrieden, und nur 46 Prozent der Bürger*innen mit dieser Demokratie zufrieden..

    Das heißt nichts weiter, als mehr als 54 Prozent können sich inzwischen etwas anderes vorstellen, und 16 Prozent, und damit annähernd ein Fünftel wollen das auch aktiv ändern, denn diese 16 Prozent sind die Wählerschaft der radikalen Kräfte wie der "AFD"..

    Da hilft es nicht mehr sich zurückzulehnen und zu denken, es sei ja bislang noch alles gut gegangen..

    ""Es gibt durchaus Mehrheiten, die eine soziale Politik wollen, eine fortschrittliche und eine, die sich an den Menschen orientiert und nicht an den Selbstzweck.""..

    ""Es ist aber sehr auffällig und in einigen Artikeln nachzulesen, dass eben die CDU (vor allem) seit langem die europäischen Richtlinien blockiert und nicht gewillt ist, unsere Gesetze zum Schutz zu verbessern oder zu erweitern. Und ich frage mich immer wieder wie lange einige Leute das noch mitmachen wollen?""..

    Die Masse der Blöden läßt nur noch wenige Vernünftige übrig..

    Noch immer wird fortschrittliche soziale Politik mit "Sozialismus" gleichgesetzt, und dieser mit Enteignung und Armut, denn wer nichts hat, der ist arm..
    Doch soziale Politik ist nicht der Streit um Trabbi oder Mercedes, sondern der Streit um Auto oder kostenlosen ÖPNV..

    ""Wieso sich an etwas krampfhaft festkrallen, was einem noch nie gutgetan hat? Ich jedenfalls habe keine Angst vor positiver Veränderung.""..

    Das ist nicht die Empfindung dieser Leute die man zu den 54 Prozent rechnen muß..
    Denn die haben grundsätzliche Angst vor Veränderung, und denen ist es egal, ob es sich am Ende auch für sie selbst als Positiv erweisen wird..
    Sie wollen davon nicht wissen..

    Da sich Gleichstellungs-Politik vermeintlich und vorgeblich an Minderheiten richtet, und der durchschnittliche Bürger nicht weiß, zu welcher Minderheit er zählt, weil er sich als einen Teil der Mehrheit wähnt, lehnt er alles ab, was ihn selbst erst einmal gar nicht betreffen würde..

    ""Das bedeutet Klartext: wenn du möchtest, dass alles so bleibt wie es gerade ist, dann ist das dein alleiniger Wunsch, aber nicht der Wunsch einer Mehrheit in Deutschland.""..

    Du hast keine Ahnung davon, was ich "möchte"..
    Und Du missverstehst gründlich die Aussagen meiner Kommentare, denn es gibt nicht einen einzigen Kommentar von mir in all den Jahren der die Aussage getroffen hätte, es solle alles so bleiben wie es ist..

    Wer aber will das sich etwas verändert, der muß seinen Hintern bewegen, und selbst aktiv werden, denn Andere werden für ihn nichts einfordern und durchsetzen..

    Das haben die Intergeschlechtlichen mit dem Urteil welches Vanja erstritten hat getan..

    Das sich nun zeigt, das als Auswirkung auf dieses Urteil nicht alles sofort verändert IST, und es am Ende gar nicht so viele Menschen betrifft wie man meinen könnte, ändert rein gar nichts an der Richtigkeit des erstrittenen Urteils, und der gesetzlichen Folge..
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#19 Nk231Anonym
  • 10.02.2020, 23:09h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • Danke für deine Antwort.
    Kann durchaus sein, dass ich das falsch verstehe, wenn ich den Eindruck habe, dass du die GroKo verteidigst - ok.

    Ja, sie sind deshalb mit dieser Demokratie unzufrieden, weil die GroKo (sie sind diejenigen nun mal) die Demokratie öfters ignoriert oder sie nicht so nutzt wie es sein sollte. Die Ursache ist also nicht die Demokratie an sich, sondern wie die Regierung mit dieser Demokratie umgeht. Bestes Beispiel: nehmen wir die Grünen und die LINKEN als Regierung und die Demokratie wird ganz anders genutzt werden. Das wäre ein völlig neues Bild.
    Die Verfassung von Deutschland bietet ne ganze Menge Gutes und manche Ansätze von Gesetzen sind ebenfalls gut. Daraus lässt sich ne Menge Gutes entwickeln, aber das wird nur mit einer besseren Regierung möglich sein.
    Siehe Schweiz mit ihrem aktuellen Gesetz - sie haben eine Demokratie, die Mehrheit hat demokratisch gewählt und es wurde ein gutes Gesetz zur Abstimmung gegeben. Also ist nicht die Demokratie schlecht, sondern die Art und Weise wie die GroKo in Deutschland mit unserer Demokratie umgeht. Wir könnten längst weiter sein, aber die GroKo bremst, wo es vorwärts gehen sollte und gibt dort Gas, wo man bremsen könnte.
    Und dann sind es auch manche Wähler/innen, die keine Verantwortung für die Demokratie übernehmen, weil sie entweder gar nicht wählen, oder aus Willkür die AfD, oder immer noch die CDU.
    Beides zusammen kann ja automatisch gar nicht zufriedenstellend sein, das ist logisch. Aber deshalb gleich das gesamte System auf den Kopf stellen wollen, finde ich falsch. Das wäre so, als würde man in eine Chips Tüte Popcorn reinfüllen. Wenn man Popcorn nicht möchte, hilft es nicht, die Verpackung zu ändern, denn der Inhalt wird dann immer noch derselbe bleiben.

    Das mit dem Sozialismus als Angstmacherei vor der sozialen Politik ist mir bekannt. Auch ne typische Methode des CDU-Vereins. Bißchen Wortspielerei machen und schwupps, irgendjemand hat was gehört und schon steht es in den Nachrichten. Dasselbe wurde lange Zeit auch mit muslimischen Menschen gemacht: bißchen Angst schüren und schwupps, sind muslimische Menschen pauschal Terroristen. Genauso auch der Begriff: "linksgrünversifft." Die AfD kann das ja auch ganz gut (Sarkasmus).
    Ein weiterer Grund, die CDU abzuwählen.
    Nach dem Thüringen Debakel haben hoffentlich noch einige mehr begriffen, dass sie anders wählen müssen. Nur wenn sie jetzt aus Ärger AfD wählen, geht der Schuss nach hinten los.

    Ich weiß nicht ob es wirklich so gut ist, wenn jeder für sich selbst sich durchkämpfen soll. Gerade wenn es um uns als LSBTTIQ geht, finde ich gemeinsames Kämpfen wichtig - im realen Leben. Zum Beispiel erreicht man mit einer Petition mehr, wenn sie von vielen unterstützt wird. Und auch das Einklagen von Rechten etc. ist mit mehreren sinnvoller, weil es sonst wieder heißt: "Das ist ein Einzelfall."
    Ich kenne Vanja nicht, aber dass sie was für sich erreichen konnte und dass das positive Auswirkungen auch für andere hat, ist super.
    Es gibt aber auch Personen, die nicht mehr so viel Kraft haben, fast ununterbrochen für ihre Rechte zu kämpfen, während sie dann nicht mehr arbeiten können, weil es schlicht zu viel Energie raubt. Wenn ich erkläre, was ich in den letzten 5 Jahren alles getan habe, nur um eine dauerhafte Arbeitsstelle zu haben, da erkenne ich dann schon, dass es dringend erweiterte Gesetze braucht.
    Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle gleichermaßen ausgestattet sind. Alle haben Stärken, aber nicht alle im gleichen Bereich. Manche sind mental stark, manche physisch etc. Ich habe zum Beispiel bei mir festgestellt, dass ich keine Person bin, die lebenslang für ihr Existenzminimum kämpfen kann, weil sie im Vergleich zu anderen Ländern zu oft mit Diskriminierung und Homophobie konfrontiert wird. Damit meine ich, dass ich zügig eine Perspektive erreichen musste, um die Kraft zu haben, am Arbeitsplatz volle Leistung bringen zu können.
    Und deshalb finde ich, ist es mehr als gerecht und notwendig, ein Gesetz zu erlassen, was dafür sorgt, dass besonders wir als LSBTTIQ nicht mehr so über unsere Grenzen hinaus kämpfen müssen für etwas, was unser Leben finanziert und was existenziell ist: der Arbeitsplatz. Es ist ein Unding, was bei uns in Deutschland noch so los ist. Das AGG ist mangelhaft.
    Und wenn ich mir jetzt überlege, was Trans und Inter alles durchmachen müssen, dann ist die Alarmstufe erreicht.
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#20 marcocharlottenburgAnonym
  • 01.03.2020, 11:39h
  • Antwort auf #10 von Rebecca
  • Verallgemeinern ist immer so eine Sache. Die Wette würdest du verlieren. Ich treffe Auswahlentscheidungen und da ist mir persönlich das Geschlecht oder die geschlechtliche Identität schnuppe... Es geht um die fachliche Qualifikation. Sicher wird es aber Entscheider geben, für die Aussehen auch ein Gesichtspunkt ist...

    @Allgemein... Was ich aber, obwohl selber schwul, nicht machen würde, mich in einem Vorstellungsgespräch outen. Wüßte aber auch nicht, warum man das machen sollte. Vielleicht aus eigener Biografie und den damit verbundenen Erfahrungen begründet, stelle ich aber auch keine Fragen, die das provozieren würden. Also Outing wäre dann nur so möglich, dass die Bewerbenden es meinen erzählen zu müssen. Täten sie es, müsste ich mal fragen, warum mich das genau interessieren sollte... meine Meinung.
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#21 TheDadProfil
  • 01.03.2020, 16:07hHannover
  • Antwort auf #20 von marcocharlottenburg
  • ""@Allgemein... Was ich aber, obwohl selber schwul, nicht machen würde, mich in einem Vorstellungsgespräch outen. Wüßte aber auch nicht, warum man das machen sollte.""..

    Äh ?
    Weil Heten es auch machen, beiläufig im Nebensatz, wenn sie über ihre Hobbys und Interessen Auskunft geben
    (genau deshalb stellen ja auch viele Personaler auch immer noch so blöde Fragen dazu)
    oder auch über den Lebenslauf, wenn dort angegeben ist ob man verheiratet ist und eigene Kinder hat, was spätestens über die Steuerkarte offenbar wird..

    Und nun nenn doch bitte einmal ein paar Gründe dazu, wieso man sich nicht outen sollte, und damit eine Situation MIT ERSCHAFFT die Tür&Tor für Mobbing, Homo-und Transphobie öffnet, und man sich den "Luxus" leistet eine Eigenschaft von sich "geheim" zu halten, während andere Menschen die andere Eigenschaften besitzen diese Möglichkeit gar nicht offen steht, wenn sie einen Migrationshintergrund oder eine andere Hautfarbe besitzen, als "Behindert" gelten, also Menschen mit Handicap sind, weil Rollifahrende, oder Gehörlose, Nicht-Sehende oder Seh-beeinträchtig sind..

    Mit welchem Verve nimmt man sich hier also ein vermeintliches "Recht auf Verschweigen" heraus, und belügt im Zweifel sogar den neuen Arbeitgeber ?

    Der danach genauso wenig fragen darf, wie er ein Frau als Bewerberin nicht nach einer vielleicht bestehenden Schwangerschaft befragen darf, es aber trotzdem über verschlüsselte Fragestellungen tut..

    Also..
    Was soll diese ganze Geheimnistuerei erreichen ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »

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