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Phillip Schofield

Seit 27 Jahren mit einer Frau verheirateter Moderator outet sich als schwul

Ein hochemotionaler TV-Moment: Einer der populärsten Moderatoren des britischen Privatfernsehens erzählt live in seiner Show erstmals von seiner Homosexualität.


Mit Tränen in den Augen erzählt Phillip Schofield in seiner Sendung davon, wie schwierig das Coming-out für ihn war (Bild: Screenshot ITV)

Der britische Moderator Phillip Schofield hat sich am Freitagvormittag auf dem Twitterkanal des Privatsenders ITV als schwul geoutet. Der 57-Jährige ist eines der Gesichter von "This Morning", einer beliebten zwischen 10 und 12.30 Uhr auf ITV ausgestrahlten Boulevard-Sendung. Die Freitagsausgabe der Show nutzte er, um auch erstmals direkt über sein Coming-out zu sprechen. Schofield ist seit 1993 mit einer Frau verheiratet und Vater zweier erwachsener Töchter.

Twitter / thismorning

"Mit der Stärke und Unterstützung meiner Frau und meiner Töchter ist mir die Tatsache klargeworden, dass ich schwul bin", schrieb Schofield in seiner Twitter-Botschaft. Es habe zu Hause viele "herzzereißende Gespräche" gegeben, seine gesamte Familie habe ihn aber stets unterstützt. "Sie haben versucht, mich aufzumuntern, sie haben mich mit Freundlichkeit und Liebe überschüttet, obwohl sie selbst verwirrt waren. Trotzdem kann ich immer noch nicht schlafen und es gab viele dunkle Momente."

Seine Komoderatorin Holly Willoughby veröffentlichte auf Instagram ein Bild, das sie mit ihrem Kollegen zeigt, und schrieb dazu: "Ich bin noch nie so stolz auf meinen Freund gewesen wie heute."

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"Ich habe einen Punkt erreicht, an dem ich mich nicht mehr mochte"

In der Live-Sendung am Freitagmorgen interviewte Willoughby ihren sichtlich emotional mitgenommenen Kollegen, der sagte: "Ich fühle mich erleichtert. Aber ich weiß, das verursacht Schmerzen und Verärgerung." In dem Gespräch bemühte sich Schofield, seine Tränen zurückzuhalten. Ferner erklärte er, er habe sich outen müssen, weil ihn das Versteckspiel innerlich zerrissen habe: "Im Leben kann man nur versuchen, ehrlich zu sich selbst zu sein. Und ich habe gemerkt: Ich war nicht ehrlich mit mir. Ich habe einen Punkt erreicht, an dem ich mich nicht mehr wirklich mochte, weil ich nicht ehrlich mit mir gewesen bin", so Schofield.

Schofield ist seit Jahrzehnten ein bekanntes Gesicht im britischen Fernsehen. Mitte der Achtzigerjahre startete er seine Karriere im Kinderprogramm der BBC und moderierte später verschiedene Unterhaltungssendungen. Seit 2002 ist er Moderator bei "This Morning". Außerdem moderiert er seit Jahren die Tanzshow "Dancing on Ice", die in Deutschland von Sat.1 adaptiert wurde. (dk)



#1 TellMePlsAnonym
  • 07.02.2020, 13:01h
  • Why are LGBT people afraid most of the time because of who they are instead of actin proud?

    That would be more powerful, an advice from someone, who is not gay, but has respect for all, who deserves it.
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#2 NuminexEhemaliges Profil
  • 07.02.2020, 13:22h
  • Ja dann herzlichen Glückwunsch und alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. Sehr mutig, tolles Vorbild!
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#3 Homonklin_NZAnonym
  • 07.02.2020, 19:14h
  • Antwort auf #1 von TellMePls
  • One of the major reasons certainly would be the many facets of discrimination to be feared. There's always that probability, even in these times, of being cast away by friends as well as family members or co-workers. Even by strangers, depending on where you're around. Some gay people aren't that easy on breaking up with non supportive surroundings. Some rather will suppress their true self in order to avoid possible trouble with family or friends, and some are just scared by such fears. Some don't want to end up all alone once they would break up with a non supportive or partial non supportive environment, so they choose to better keep acquaintances, friends, even ill tempered family ties, than to possibly lose everyone.

    Older folks grew up in times when being gay openly was either prosecuted or socially not accepted. One could lose their job or be socially cut off pretty quick. They're used to lead a double life of some sort or another. Although nowadays times may be different, still, various fears keep them back.
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#4 TellMePlsAnonym
  • 07.02.2020, 22:15h
  • Antwort auf #3 von Homonklin_NZ
  • Yes, I think I understand, how it must feel to not be accepted, even if I am not affected.

    I think, that it's just sad to see, that LGBT people even get killed, just because they try to appear as the ones, they're feeling within.

    Sad to see that my people (the straight fraction) are still that homophobic, because my attempt is that, if a guy loves a guy or a woman loves another woman, I think, it's not wrong (where the love falls, heh?).

    So, who are we to judge?
    As long as nobody gets hurt, everything ist ok or not? In the name of Love.

    Thank you for reading, hope, I didn't stole your time.
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#5 IckeAnonym
#6 WahrheitIstRelativAnonym
  • 08.02.2020, 10:41h
  • Antwort auf #5 von Icke
  • Ist das so? Ich glaube das wird zu schwarz-weiß gesehen. Liebe ist vielfältig und ich denke er hat seine Frau geliebt und tut dies auch immernoch. Auch wenn da noch "andere" Bedürfnisse entdeckt wurden, die jetzt Vorrang haben. Ich glaube auch nicht, dass jemand der so lange verheiratet war und diese Ehe als glücklich bezeichnet ( wenn dem so ist) "stock" schwul ist, man bedenke die Kinsey-Theorie. Wenn es so wäre, dass man sich "zudröhnen" und seelisch "abtöten" müsste, wie manche es interpretieren, dann wäre so eine Beziehung über einen so langen Zeitraum nicht möglich. Ich finde ja, Männer haben oft so ein entweder-oder-Problem. Egal ob sie sich schwul oder Hetero nennen, die Linie muss immer eindeutig sein, damit man keine "halben" Sachen macht und "dazu gehört". Für die Sichtbarkeit von Bisexuell en schade!
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#7 Holger DickAnonym
  • 08.02.2020, 11:50h
  • Antwort auf #1 von TellMePls
  • Because not everyone's had had such an easy and simple life like you. With a little compassion you wouldn't ask such asinine questions. Sorry for my directness, but as an ugly gay man myself I hate you cold-hearted superficial monsters.
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#8 UrianDDAnonym
  • 08.02.2020, 11:52h
  • Meinen größten Respekt für das Outing!
    Ich kann nachvollziehen wie schwer dieser Schritt war und finde es völlig richtig, ihn endlich gewagt zu haben.
    Selbst das Verständnis der Familie, allen anderen Meinungen zum Trotz, muss man hoch würdigen, denn in der Regel geht alles erstmal kaputt. Tolle Familie! Alles Gute, viel Glück und eine glückliche Zukunft für alle Beteiligten!

    UrianDD
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#9 QuarkAnonym
  • 08.02.2020, 15:55h
  • Antwort auf #6 von WahrheitIstRelativ
  • Sehr oft ist die Linie einfach eindeutig.
    Das ist kein Problem sondern eine Tatsache.
    Es gibt genug eindeutig schwule Männer die trotzdem mit Frauen verheiratet waren und sind.
    Manche von denen lieb(t)en ihre Frauen sogar.
    Begehrt im Sinne eines Bisexuellen haben sie sie dagegen eher nicht.
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#10 WahrheitIstRelativAnonym
  • 08.02.2020, 16:17h
  • Antwort auf #9 von Quark
  • Wie kann man dann eine Ehe eingehen?
    Man spielt im Nachhinein auch gerne seine Gefühle runter - auch wenn man bei dem selben Geschlecht bleibt, bei dem man vorher war. Und die Orientierung beschränkt sich auch nicht nur aufs Begehren.
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