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Parteivorsitz

AKK kündigt Rücktritt an

Paukenschlag aus Berlin: Die umstrittene CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die auch wegen vieler LGBTI-feindlicher Äußerungen in der Kritik stand, wirft das Handtuch.


Im Konrad-Adenauer-Haus hatte Annegret Kramp-Karrenbauer letztes Jahr am Jahresempfang der Lesben und Schwulen in der Union teilgenommen (queer.de berichtete) (Bild: Markus Kowalski)

CDU-Bundeparteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Montagmorgen in der Präsidiumssitzung ihrer Partei erklärt, sie strebe nicht die Kanzlerkandidatur an. Außerdem werde sie den Parteivorsitz abgeben. Kramp-Karrenbauer war zuletzt wegen ihres schwachen Auftretens nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit Unterstützung von CDU und AfD zum Ministerpräsidenten von Thüringen kritisiert worden.

Laut Medienberichten erklärte Kramp-Karrenbauer in der Sitzung, es gebe in der CDU ein ungeklärtes Verhältnis von Teilen der CDU mit der AfD sowie der Linkspartei. Sie sei sowohl strikt gegen eine Zusammenarbeit mit AfD als auch mit der Linken, soll Kramp-Karrenbauer laut Teilnehmern gesagt haben. Ihren Posten als Bundesverteidigungsministerin soll sie offenbar behalten, dafür habe sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausgesprochen.

Twitter / CDU | Vor wenigen Tagen betrieb AKK nach der gemeinsamen Wahl mit der Höcke-AfD Vogel-Strauß-Politik

Bis zum Sommer soll AKK den Prozess der Kanzlerkandidatur organisieren und ihre Partei auf die Zukunft vorbereiten. Danach gebe sie den Vorsitz ab. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

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AKK verglich Ehe-Öffnung mit Geschwisterehe und Polygamie

Kramp-Karrenbauer war in den letzten Jahren immer wieder wegen LGBTI-feindlicher Äußerungen in der Kritik. 2015 sorgte sie damals noch als saarländische Ministerpräsidentin für Aufruhr, als sie die gleichgeschlechtliche Ehe mit einer Ehe unter Verwandten oder Polygamie verglich. Für diese Äußerungen entschuldigte sie sich nie, sondern verteidigte sie trotzig (queer.de berichtete).

Letztes Jahr sorgte sie als frischgebackene CDU-Chefin mit Äußerungen gegen Intersexuelle für Kopfschütteln: Im Rahmen des Karnevals hatte sie damals erklärt, "Toiletten für das dritte Geschlecht" seien "für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür – dazwischen – ist diese Toilette". Für den "Scherz" wurde die CDU-Chefin von anderen Parteien sowie den Lesben und Schwulen in der Union scharf kritisiert, während sie erneut die Sprüche trotzig verteidigte (queer.de berichtete). Sogar ihre Umfragewerte brachen kurz nach der Debatte ein (queer.de berichtete). Unterstützung für AKK kam damals insbesondere aus der AfD. Daraufhin kündigte die CDU-Chefin im letzten Monat an, dieses Jahr nicht mehr am Karneval teilzunehmen (queer.de berichtete). (dk)



#1 AmurPrideProfil
  • 10.02.2020, 10:01hKöln
  • Sie ist weg! *JUBEL*

    Nur... wer wird ihren Job nun übernehmen? Wird's jetzt womöglich noch homophober?...
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#2 Carsten ACAnonym
  • 10.02.2020, 10:04h
  • Endlich ist diese homophobe und transphobe Prulla weg vom Fenster.

    Zwar leider nicht schon wegen ihrer homo- und transphoben Hetze, sondern wegen ihrer Führungsschwäche, die nicht mal eine Kooperation der CDU mit der AfD verhindern konnte (was eigentlich eine Selbstverständlichkeit im Staat des Dritten Reichs sein sollte), aber letztlich ist mir der Grund egal. Hauptsache weg.
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#3 FinnAnonym
  • 10.02.2020, 10:06h
  • Antwort auf #1 von AmurPride
  • -----------------
    Nur... wer wird ihren Job nun übernehmen? Wird's jetzt womöglich noch homophober?...
    -----------------

    Dann wird die Union aber auch noch mehr Wähler verlieren. Denn in den Großstädten ist sie ja schon auf dem absteigenden Ast, weil sie mit ihrer ewiggestrigen Politik in Bezug auf GLBTI immer mehr Menschen vergraulen.

    Denn die Mehrheit der Bürger steht auf unserer Seite.
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#4 KuhfängerAnonym
  • 10.02.2020, 10:07h
  • Antwort auf #1 von AmurPride
  • Das waren in genau dieser Abfolge auch meine Gedanken. Ist das womöglich wieder einmal die Stunde des selbst ernannten Jugendvertreters des Opa-Flügels der Christenpartei, Merz? Oder gar die Stunde der jugendlichen Kohl- und Adenaueranbeter wie Amtor?
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#5 tchantchesProfil
  • 10.02.2020, 10:09hSonstwo
  • Naja, irgendwann im Sommer, hat sie gemeint...

    Aber Hauptsache, sie geht überhaupt, auch wenn sich jetzt die AfD die Hände reibt, wie sie die ganze Politik aufgemischt hat.

    Fragt sich nur, was dann kommt. Blackrock oder die Aachener Kirchenzeitung sind auch nicht gerade verlockende Aussichten.
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#6 TheDadProfil
  • 10.02.2020, 10:13hHannover
  • Antwort auf #1 von AmurPride
  • ""Sie ist weg! *JUBEL*""..

    Im Sommer, respektive danach..

    ""Bis zum Sommer soll AKK den Prozess der Kanzlerkandidatur organisieren und ihre Partei auf die Zukunft vorbereiten.""..

    Damit ist sie immer noch mit der wichtigen Aufgabe betraut wer das Erbe der Mutti übernehmen soll, und genau deshalb kann sie bis dahin immer noch viel Schaden anrichten..
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#7 FinnAnonym
  • 10.02.2020, 10:15h
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Aber immerhin rollen in der Bundes-CDU auch endlich mal Köpfe nach diesen Annäherungen an die AfD.

    Eines muss man AKK lassen:
    sie hat dieses Verhalten der thüringen CDU von Anfang an kritisiert.

    Das macht ihre homo- und transphobe Hetze nicht wett, aber in der FDP gab es genug Leute, die der FDP-AfD-Kooperation applaudiert haben und für die das keine Konsequenzen hat.

    Beispiel Christian Lindner:

    Der hatte zuerst runtergespielt und behauptet, wenn das jetzt so funktionieren würde, hätte er nichts dagegen. Und erst als der öffentliche Druck immer stärker wurde, ist er einen Tag später zurückgerudert und hat seine Meinung geändert. Also nicht aus Überzeugung, sondern nur aufgrund des Drucks.

    Und was passiert? NICHTS. Der übersteht unbeschadet die Vertrauensfrage.

    Beispiel Wolfgang Kubicki:

    Der hat den Vorgängen in Thüringen sogar noch applaudiert und gratuliert. Und sich bis heute nicht davon distanziert.

    Und auch für ihn hat es NULL Konsequenzen.

    Und so gibt es viele weitere Beispiele in der FDP.

    Ehrlich gesagt finde ich dieses Verhalten der FDP noch viel skandalöser. Denn in der FDP hat diese Unverschämtheit, die nicht nur die Demokratie und den Rechtsstaat beschädigt, sondern auch die Gesellschaft weiter spaltet, keinerlei Konsequenzen.
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#8 DenkbarAnonym
  • 10.02.2020, 10:15h
  • Was mich bei differenzierter Betrachtung nachdenklich macht: da ist das No-Go der Zusammenarbeit mit den Faschisten. Darüber gibt es jetzt zu Recht großen Streit.
    Wer lässt mal wieder die Puppen tanzen und grinst genüsslich? Die AfD!
    Vergessen wird dabei, dieses konsequent offenzulegen.
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#9 PiakAnonym
#10 GerritAnonym
  • 10.02.2020, 10:39h
  • Nach den aktuellen Ereignissen und dem Chaos, das diese auch im Bund ausgelöst haben, muss es meiner Meinung nach nicht nur in Thüringen, sondern auch im Bund Neuwahlen geben.

    Denn die Groko wird jetzt noch viel weniger als vorher schon auf die Reihe kriegen und Deutschland kann sich diesen weiteren Stillstand nicht leisten.
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