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Alexander Krauß in der Kritik

LSU will LGBTI-feindliche Äußerungen von Parteifreund "nicht hinnehmen"

Die Lesben und Schwulen in der Union üben scharfe Kritik an dem Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß, der die Existenz von Inter- und Transsexuellen in Frage gestellt hat.


Alexander Krauß hatte sich in den letzten Jahren immer wieder mit diskriminierenden Äußerungen gegenüber sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten einen Namen gemacht (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) hat sich am Wochenende ungewohnt deutlich von dem CDU-Abgeordneten Alexander Krauß distanziert. Der 44-jährige Politiker hatte behauptet, dass es ein drittes oder noch mehr Geschlechter "nicht im realen Leben" gebe (queer.de berichtete).

"Die Äußerungen des sächsischen Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß sind inakzeptabel, verletzend und zeugen zudem von Unkenntnis", sagte Alexander Vogt, der die LSU bereits seit zehn Jahren anführt, in einer Pressemitteilung. Er warf dem Bundestagsabgeordneten sogar "bewusste Unkenntnis" vor. Es dürfe bezweifelt werden, ob bei Krauß Aufklärung zur Einsicht und Schließung der Wissenslücken führe. Für Aufklärung stehe die LSU "grundsätzlich immer" zur Verfügung.

"Gerade kleine Gruppen muss der Staat vor Diskriminierung und Ausgrenzung schützen. Da sehen wir uns als LSU in der Mitverantwortung und werden Äußerungen wie von Herrn Krauß nicht hinnehmen und in der Union laut und deutlich ansprechen", so Vogt.

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Kritik auch von den Grünen

Auch Oppositionspolitiker hatten die Kommentare von Krauß scharf kritisiert. Der Grünenpolitiker Sven Lehmann sagte etwa am Freitag, die Äußerungen von Krauß seien "ideologisch und frei von jedem Wissen". Weiter erklärte der Sprecher für Queerpolitik der grünen Bundestagsfraktion: "Die von ihm zitierten niedrigen Zahlen von Säuglingen mit Geschlechtseintrag 'divers' sind vor allem ein Hinweis auf die fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft, dass es mehr gibt als Mann/Frau."

/ svenlehmann
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Die 1998 gegründete LSU hat immer wieder versucht, CDU- und CSU-Mandatsträger davon zu überzeugen, LGBTI gleich zu behandeln. Die Parteien zeigten sich dafür in den letzten Jahren vermehrt offen, allerdings gibt es nach wie vor viel Abneigung. So wird der Interessenvertretung der Status einer offiziellen Vereinigung der CDU nach wie vor verwehrt (queer.de berichtete). (dk)

Der LSU Bundesverband distanziert sich klar von der Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten mit Stimmen der AfD. ?Nie in…

Gepostet von LSU Bundesverband am Donnerstag, 6. Februar 2020
Facebook / LSU Bundesverband | Auch im Thüringen-Konflikt hatte sich die LSU geäußert
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#1 DenkbarAnonym
  • 10.02.2020, 16:32h
  • Der LSU befindet sich in einer grundsätzlich schizophrenen Situation mit sich selbst. Das müssten die klären.
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#2 Taemin
  • 10.02.2020, 16:52h
  • Auch bei diesem Thema beobachten wir die Unterwerfung der CDU unter die AfD. Diejenigen, die sich da jetzt groß empören, haben aber noch nicht gemerkt, dass es längst um den Fortbestand der Republik geht und nicht mehr isoliert um die Anerkennung einer einzelnen sozialen Gruppe.
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#3 SarkastikerAnonym
  • 10.02.2020, 17:20h
  • Interessant, dass ausgerechnet diese Type dann da folgende verlauten lässt:

    "Wie zu hören war, hat Spahn am Montag im Präsidium seiner Partei keine Ansprüche auf die Führung angemeldet, als Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug annoncierte. Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß aber forderte Spahn bereits auf, nun Verantwortung zu übernehmen. Der 44 Jahre alte Krauß saß von 2004 an im Dresdner Landtag, ehe er 2017 nach Berlin wechselte. Krauß brachte Spahn als Kanzlerkandidaten ins Spiel, indem er sein Bundestagsbüro eine entsprechende Mitteilung verbreiten ließ. Jens Spahn hat als Minister einen tollen Job gemacht und allen gezeigt, dass er es kann, sagte Krauß demnach. Spahn verkörpere den Neuaufbruch. Mit ihm hätte die CDU nicht nur einen mutigen Parteivorsitzenden, sondern auch einen schlagkräftigen Kanzlerkandidaten."

    wie ich eben der FAZ entnehmen durfte.

    www.faz.net/aktuell/politik/inland/laschet-merz-spahn-soeder
    -merkel-auf-sie-kommt-es-an-16626592-p3.html


    Wo die Liebe hinfällt!!!
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