Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35491

Alexander Krauß in der Kritik

LSU will LGBTI-feindliche Äußerungen von Parteifreund "nicht hinnehmen"

Die Lesben und Schwulen in der Union üben scharfe Kritik an dem Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß, der die Existenz von Inter- und Transsexuellen in Frage gestellt hat.


Alexander Krauß hatte sich in den letzten Jahren immer wieder mit diskriminierenden Äußerungen gegenüber sexuellen oder geschlechtlichen Minderheiten einen Namen gemacht (Bild: Deutscher Bundestag / Achim Melde)

Der Bundesverband der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) hat sich am Wochenende ungewohnt deutlich von dem CDU-Abgeordneten Alexander Krauß distanziert. Der 44-jährige Politiker hatte behauptet, dass es ein drittes oder noch mehr Geschlechter "nicht im realen Leben" gebe (queer.de berichtete).

"Die Äußerungen des sächsischen Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß sind inakzeptabel, verletzend und zeugen zudem von Unkenntnis", sagte Alexander Vogt, der die LSU bereits seit zehn Jahren anführt, in einer Pressemitteilung. Er warf dem Bundestagsabgeordneten sogar "bewusste Unkenntnis" vor. Es dürfe bezweifelt werden, ob bei Krauß Aufklärung zur Einsicht und Schließung der Wissenslücken führe. Für Aufklärung stehe die LSU "grundsätzlich immer" zur Verfügung.

"Gerade kleine Gruppen muss der Staat vor Diskriminierung und Ausgrenzung schützen. Da sehen wir uns als LSU in der Mitverantwortung und werden Äußerungen wie von Herrn Krauß nicht hinnehmen und in der Union laut und deutlich ansprechen", so Vogt.

- Werbung - Video - BEAUTIFUL DESTINATION MALTA

Kritik auch von den Grünen

Auch Oppositionspolitiker hatten die Kommentare von Krauß scharf kritisiert. Der Grünenpolitiker Sven Lehmann sagte etwa am Freitag, die Äußerungen von Krauß seien "ideologisch und frei von jedem Wissen". Weiter erklärte der Sprecher für Queerpolitik der grünen Bundestagsfraktion: "Die von ihm zitierten niedrigen Zahlen von Säuglingen mit Geschlechtseintrag 'divers' sind vor allem ein Hinweis auf die fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft, dass es mehr gibt als Mann/Frau."

Twitter / svenlehmann

Die 1998 gegründete LSU hat immer wieder versucht, CDU- und CSU-Mandatsträger davon zu überzeugen, LGBTI gleich zu behandeln. Die Parteien zeigten sich dafür in den letzten Jahren vermehrt offen, allerdings gibt es nach wie vor viel Abneigung. So wird der Interessenvertretung der Status einer offiziellen Vereinigung der CDU nach wie vor verwehrt (queer.de berichtete). (dk)

Der LSU Bundesverband distanziert sich klar von der Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten mit Stimmen der AfD. ?Nie in…

Gepostet von LSU Bundesverband am Donnerstag, 6. Februar 2020
Facebook / LSU Bundesverband | Auch im Thüringen-Konflikt hatte sich die LSU geäußert



#1 DenkbarAnonym
  • 10.02.2020, 16:32h
  • Der LSU befindet sich in einer grundsätzlich schizophrenen Situation mit sich selbst. Das müssten die klären.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Ralph
  • 10.02.2020, 16:52h
  • Auch bei diesem Thema beobachten wir die Unterwerfung der CDU unter die AfD. Diejenigen, die sich da jetzt groß empören, haben aber noch nicht gemerkt, dass es längst um den Fortbestand der Republik geht und nicht mehr isoliert um die Anerkennung einer einzelnen sozialen Gruppe.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SarkastikerAnonym
  • 10.02.2020, 17:20h
  • Interessant, dass ausgerechnet diese Type dann da folgende verlauten lässt:

    "Wie zu hören war, hat Spahn am Montag im Präsidium seiner Partei keine Ansprüche auf die Führung angemeldet, als Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug annoncierte. Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß aber forderte Spahn bereits auf, nun Verantwortung zu übernehmen. Der 44 Jahre alte Krauß saß von 2004 an im Dresdner Landtag, ehe er 2017 nach Berlin wechselte. Krauß brachte Spahn als Kanzlerkandidaten ins Spiel, indem er sein Bundestagsbüro eine entsprechende Mitteilung verbreiten ließ. Jens Spahn hat als Minister einen tollen Job gemacht und allen gezeigt, dass er es kann, sagte Krauß demnach. Spahn verkörpere den Neuaufbruch. Mit ihm hätte die CDU nicht nur einen mutigen Parteivorsitzenden, sondern auch einen schlagkräftigen Kanzlerkandidaten."

    wie ich eben der FAZ entnehmen durfte.

    www.faz.net/aktuell/politik/inland/laschet-merz-spahn-soeder
    -merkel-auf-sie-kommt-es-an-16626592-p3.html


    Wo die Liebe hinfällt!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Beim Wort nehmenAnonym
  • 10.02.2020, 17:57h
  • Wenn die CDU die gleichen Maßstäbe, die sie bei anderen Parteien anlegt, auch bei sich selbst anlegt, darf sie solche Leute nicht in ihren Reihen dulden.

    Wer wissenschaftliche Fakten ignoriert und Tausende Trans- und Intersexuelle in ihrer Menschenwürde verletzt, hat in einer demokratischen Partei nichts zu suchen.

    Jetzt muss die CDU sich entscheiden, ob sie eine demokratische Partei sein will, oder ob der Flirt mit der AfD ganz bewusst ein Testballon war.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 SarkastikerAnonym
  • 10.02.2020, 18:21h
  • Antwort auf #4 von Beim Wort nehmen
  • "Jetzt muss die CDU sich entscheiden, ob sie eine demokratische Partei sein will, oder ob der Flirt mit der AfD ganz bewusst ein Testballon war."

    "Die CDU" ist keine Einzelperson und so führungslos, wie sie offensichtlich seit längerem vor sich hin treibt, ist "die CDU" mindestens so zerrissen wie "die SPD"
    Ob die zukünftige Führung, wer immer es auch sein mag (Laschet , Merz, Spahn oder von mir aus auch Dieter Bohlen), in der Lage sein wírd, diese Zerrissenheit wieder zu kitten, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
    Die CDU wird bald keine Volkspartei mehr sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AlexAnonym
  • 10.02.2020, 18:32h
  • Die CDU muss sich wirklich langsam entscheiden, ob sie eine demokratische Partei sein will oder eine rechtslastige.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SarkastikerAnonym
#8 Julian SAnonym
  • 10.02.2020, 19:50h
  • Antwort auf #7 von Sarkastiker
  • Ja, die Union war immer schon rechtslastig. Nur, dass das heute halt immer weniger ankommt...

    Wenn die so weitermachen, werden sie in Städten auf keinen grünen Zweig mehr kommen. Und im Bund auch nicht, denn man darf nicht vergessen, dass die Union schon seit Jahren schlechter da steht denn je. Auch ein Grund für dauernde Grokos.

    Die Union ist zwar noch stärkste Partei, aber auf sehr niedrigem Niveau.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 FinnAnonym
  • 10.02.2020, 20:50h
  • Wie lange will die SPD noch diese Partei mit solchen Abgeordneten an der Macht halten?

    Es wird wirklich langsam Zeit, den Spuk zu beenden.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 FinnAnonym
  • 10.02.2020, 21:06h
  • Antwort auf #5 von Sarkastiker
  • "Die CDU wird bald keine Volkspartei mehr sein."

    Wofür sie selbst sorgt, wenn sie eben nicht für das ganze Volk (inkl. der LGBTI) da ist.

    Eine Volkspartei muss für ALLE Bevölkerungsgruppen da sein. Und eine Volkspartei muss sich auch zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bekennen, wozu eben auch der Gleichheitsgrundsatz gilt.

    Wenn die CDU seit Jahren alles dafür tut, keine Volkspartei zu sein, dann wird eben unweigerlich irgendwann der Punkt kommen, wo sie es dann auch nicht mehr ist.

    Das hat sie sich selbst zuzuschreiben...
  • Antworten » | Direktlink »