Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35493

GroKo in der Kritik

LSVD: Bundes­regierung bei Einsatz gegen Hass­kriminalität ein "Totalausfall"

Die deutschen LGBTI-Aktivisten fordern nach dem erfolgreichen Referendum in der Schweiz, dass die Große Koalition endlich Hasskriminalität gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten bekämpft.


Bei LGBTI-feindlicher Hass­kriminalität tut die Bundes­regierung nach Ansicht des LSVD gar nichts

  • 10. Februar 2020, 12:23h 27 2 Min.

Nach dem erfolgreichen Referendum in der Schweiz für ein Strafgesetz gegen Homophobie hat der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ein konsequentes Vorgehen gegen homo- und transphobe Anfeindungen und Hetze auch in Deutschland gefordert. Der Ausgang der Volksabstimmung im Nachbarland halte auch der deutschen Bundesregierung "den Spiegel vor", erklärte das LSVD-Vorstandsmitglied Günter Dworek am Montag in Berlin.

Bei der Bekämpfung von homophober oder transfeindlicher Hasskriminalität sei die Bundesregierung ein "Totalausfall". So habe Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) noch nie eine entsprechende Gewalttat explizit öffentlich verurteilt. Auch gebe es "keinerlei Maßnahmenprogramm".

Schweiz sendet starkes Signal ???????????? Wir fordern auch die Bundesregierung auf, homophobe und transfeindliche…

Gepostet von Lesben- und Schwulenverband – LSVD am Montag, 10. Februar 2020
Facebook / Lesben- und Schwulenverband – LSVD | Der LSVD fordert, dass Deutschland schweizerischer werden soll
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

LSVD: Deutschland leidet unter tagtäglicher LGBTI-feindlicher Gewalt

Dabei komme es in Deutschland tagtäglich zu homo- und transfeindlichen Gewalttaten, so der LSVD. Seit Jahren weigere sich die Große Koalition, bei denen von ihr eingeführten Bestimmungen zur Hasskriminalität im deutschen Strafrecht eine entsprechende Motivation im Gesetz ausdrücklich zu benennen.

Auch beim neuesten Gesetzesvorhaben von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität bleibe Homophobie und Transfeindlichkeit im Gesetzestext erneut ausgespart. "Das ist unverständlich und muss nachgebessert werden", mahnte Dworek.

In dem Schweizer Referendum hatten am Sonntag 63,1 Prozent der Eidgenossen für eine Ausweitung der sogenannten Anti-Rassismus-Strafnorm gestimmt. In der Schweiz ist es demnach künftig strafbar, Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung zu diskriminieren oder zum Hass gegen sie in Text, Sprache, Bildern oder Gesten aufzustacheln (queer.de berichtete).

Bereits vergangenes Jahr hatte die Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion von einem erheblichen Anstieg der aus Hass auf LGBTI verübten Straftaten in Deutschland berichtet (queer.de berichtete). Die demokratische Opposition forderte daraufhin eine Gesamtstrategie gegen Homo- und Transphobie. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete und Fraktionssprecher für die Belange von Schwulen und Lesben, Karl-Heinz Brunner, erhob im Dezember die Forderung, Hassdelikte gegen LGBTI härter zu bestrafen (queer.de berichtete). Bislang gibt es aber aus der Bundesregierung heraus noch keine derartige Initiative. (AFP/cw)

-w-

#1 kuesschen11
  • 10.02.2020, 16:52hFrankfurt
  • Homo- und Transphobie, die in ganz Deutschland oft zur Hasskriminalität führt, braucht nun endlich ein greifbares Gesetz zum Schutz der sexuellen Identität/Orientierung.

    Die Bundesregierung sollte sich endlich mal darüber Gedanken machen und ein entsprechendes Gesetz umsetzen. Die Hetze, die von Fundamentalisten in der Religion in die Gesellschaft getragen wird, sollte ebenfalls als Straftat berücksichtigt werden.

    Die Schweiz geht als gutes Beispiel im Strafrecht voran, auch wenn es dort immer noch nicht die Ehe für Alle gibt.
  • Direktlink »
#2 Taemin
  • 10.02.2020, 17:09h
  • Antwort auf #1 von kuesschen11
  • Die Bundesregierung befindet sich inzwischen in einer ähnlich verzweifelten Situation wie die letzte parlamentarische Reichsregierung der Weimarer Republik. Und so wie jene sich jahrelang über einen halben Prozentpunkt bei der Arbeitslosenversicherung stritt, so zankt sich die jetzige Bundesregierung seit Jahren über die sog. Grundrente. Dass derweil die Republik untergeht, war und ist für beide Regierungen bedeutungslos.
  • Direktlink »
#3 TotalausfallAnonym
  • 10.02.2020, 17:51h
  • -----------------------------------
    LSVD: Bundesregierung bei Einsatz gegen Hasskriminalität ein "Totalausfall"
    ---------------------------------

    Nicht nur bei dem Thema und anderen LGBTI-Themen ist die Groko ein Totalausfall.

    Bei allen drängenden Problemen, die die Menschen sorgen, sind Union und SPD ein Totalausfall:

    Nur mal exemplarisch ein paar Beispiele:

    - Wohnungsnot und Mietenexplosion

    - Klimawandel

    - Kinderarmut
    (es ist ein Armutszeugnis für eines der reichsten Länder, das jedes 11. Kind in Armut lebt und jedes 7. Kind davon bedroht ist)

    - Altersarmut
    (Rentner, die zur Tafel müssen oder Flaschen sammeln müssen, sind auch ein Armutszeugnis für ein Land wie Deutschland)

    - besserer Ausbau des Bahnverkehrs und des ÖPNV

    - marode Straßen, Autobahnen, Brücken

    - faire Besteuerung von Großkonzernen statt immer nur den kleinen Mann zu schröpfen und bei jedem kleinen Fehler mit Strafen zu belegen

    - besserer Verbraucherschutz
    (Glyphosat, angedrehte Verträge, etc.)

    - etc. etc. etc. etc. etc.

    Union und SPD haben komplett und auf ganzer Linie versagt!!

    Die verwalten nur noch den Mangel, statt zu gestalten.

    Deutschland kann sich die Groko nicht noch länger leisten. Es wird allerhöchste Zeit, dass die endlich den Platz für andere räumen.
  • Direktlink »