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Sportlich und stylisch schließen sich nicht aus

Die Sportmode erhält in diesem Jahr einen noch stärkeren Einfluss auf die Freizeitkleidung. Denn wer sich gerne sportlich kleidet, will das auch im Alltag tun – aber schicker als auf dem Fußballplatz.


Sportliche Elemente sind aus der Alltagsmode überhaupt nicht mehr wegzudenken (Bild: Van Heusen)

  • 10. Februar 2020, 13:32h, noch kein Kommentar

Es ist alles möglich: Männer tragen zum Sakko Bermudashorts, Sneaker zur Anzugshose. Die Mode wandelt sich. Gerade in modischen Großstädten werden feste Normen und Dresscodes locker gehandhabt. So geht es in den Kollektionen der Designer für das Frühjahr und den Sommer 2020 vor allem um das Ausloten neuer Grenzen. Und der Einfluss der Sportmode wird immer größer.

"Die Art und Weise, sich zu kleiden, orientiert sich heute immer stärker an der eigenen Persönlichkeit", erklärt Gerd Müller-Thomkins vom Deutschen Mode-Institut in Köln. Geprägt wird das von unfassbar vielen Inspirationen aus dem Internet. "Das Netz versetzt uns in die Lage, diesen Prozess der Individualisierung so stark wie nie zuvor nachzugehen." Die Trends der Laufstege der großen Modestädte sind bei Erima und anderen Onlineshops nur noch ein paar Klicks entfernt.

Aber das eigene Outfit richtet sich nicht mehr nur nach einer bestimmten Modenschau. Einflüsse finden Modebegeisterte überall auf der Welt und kombinieren sie miteinander. Gerade die Sportkleidung erhält stärkeren Einfluss auf die Alltagsbekleidung. Denn wer sich gerne sportlich kleidet, will das auch im Alltag tun – aber eben stylisch.

Die Suche nach dem ganz individuellen Stil

Aber vor allem geht es um die Suche nach dem ganz individuellen Stil. Die Männer haben immer häufiger genaue Stilvorstellungen, berichtet Astrid Werle, Maßschneiderin für Männermoden aus Düsseldorf. "Die meisten Kunden sind jung und sehr gut informiert. Sie wollen mit ihrem Outfit ihren persönlichen Stil unterstreichen." Oft betrifft dies Details wie das Innenfutter eines Sakkos. Die Sakkos bleiben in der Arbeitswelt und für die Freizeit gefragt. Bei Schnitt und Passform hat sich zuletzt recht wenig geändert. So sei das klassische Zweiknopfsakko nach wie vor erste Wahl, erklärt Werle. Der Schnitt bleibe körpernah, auch bei den Hosen führe nichts am Slim-Fit vorbei.

"Man muss da stark unterscheiden zwischen dem Mainstream und dem, was immer wieder gepredigt wird», erläutert der Modekritiker Bernhard Roetzel aus Berlin. "Man sieht zwar auf den Laufstegen vermehrt wieder weitere Hosen im Stil der Dreißigerjahre, aber in der Mainstream-Mode halten sich die schmal geschnittenen Hosen seit einigen Jahren hartnäckig." Gerade etwas kürzer geschnittene oder hochgekrempelte Modelle bleiben gefragt.

Zusammen mit einem Sakko getragen, ergibt das einen Preppy-Look, der an den Stil amerikanischer Collegestudenten erinnert. Auch das bleibe in, wenn es auch nicht mehr ganz bunt wie zuletzt zugeht. "Die Klassiker werden aufgeräumt", sagt die Designerin Werle. Zum einen sind die Schnitte schlank. Zum anderen bleiben klassische Accessoires wie das Einstecktuch angesagt. Bestes Beispiel für die Neuinterpretation eines Klassikers ist für Werle und Roetzel das Comeback des Zweireihers, der nun eine Alternative zum Zweiknopfsakko darstellt. (ak)